2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligavorschau
Coach Oliver Eckl und seine DJK Ensdorf (in Schwarz) möchten gegen Neukirchen zeigen, dass sie in die Liga gehören.
Coach Oliver Eckl und seine DJK Ensdorf (in Schwarz) möchten gegen Neukirchen zeigen, dass sie in die Liga gehören. – Foto: Frank Kokott

Kann Ensdorf am Sonntag die Abstiegsplätze verlassen?

Eckl-Elf will den Jahreswechsel auf sicherem Untergrund begehen, deshalb steht gegen Neukirchen ein Dreier auf der Agenda.

Nachdem der Spielkreis Amberg/Weiden mit grossen Schritten in Richtung Winterpause marschiert, haben die Mannschaften ausserhalb des "ruhigen Fahrwassers" der Tabelle, also die, die um Aufstieg bzw. Klassenerhalt kämpfen, allesamt das Ziel, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, um im März aussichtsreich ihr Ziel anzugehen. Eine dieser Mannschaften ist ohne Zweifel die DJK Ensdorf (12./15), die sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk machen könnte, würde sie endlich die Abstiegsplätze verlassen. Im Kellerduell mit dem 1. FC Neukirchen (10./19) steht deshalb der vierte Saisondreier auf der Agenda. Die Gäste allerdings werden dies verhindern wollen, für sie heisst es, den Abstand zur Eckl-Elf zu vergrössern.

Nichts anbrennen lassen will das Führungsquartett am Wochenende. Sowohl bei Primus Inter Begsteig (1./37 - gegen Kastl), als auch bei den Verfolgern aus Raigering (2./32 - in Haselmühl), Königstein (3./30 - gegen Köfering) und "last but not least" in Edelsfeld (4./29 - gegen Hahnbach II) stehen die Zeichen ganz klar auf Sieg.

Platz 5 bei 24 Zählern, die Bilanz des Aufsteigers zwei Spieltage vor dem Start in den "Winterschlaf" kann sich sehen lassen. Nun will man in den beiden letzten Partien dafür sorgen, dass man "total entspannt" das Weihnachtsfest feiern kann. Die Gäste dagegen werden versuchen müssen, den Abstand zur Abstiegszone noch vor der Spielpause zu vergrössern, denn eine sorgenbehaftete Adventszeit will beim SVF - der den eigenen Erwartungen doch ein wenig hinterher hinkt - niemand.

"Nach dem wichtigen Sieg gegen Kastl gilt es nun, die Erfolgsspur beizubehalten. Auch wenn die Personaldecke aufgrund von Verletzungen und Urlaubern ein wenig minimiert ist, werden wir alles daran setzen, zu punkten. Ich hoffe, die Mannschaft kann sich für die klasse Trainingsleistung der letzten Wochen nochmals belohnen. Unser Ziel ist es, sorgenlos in die Winterpause zu gehen und dafür wird es alles brauchen, um die starken Freudenberger zu überwinden", sagt der Spielertrainer der Hüttenstädter, Christoph Bäumler.

"Nach Rosenberg fahren wir mit Respekt. Wir wollen versuchen, auf dem grossen Platz die Schnelligkeit des Gegners zu eliminieren und selber aktiv nach vorne zu sein. Wir haben einige verletze und kranke Spieler, trotzdem wollen wir punkten", so Gästetrainer Marek Vit.

Trotz eines nach dem Topspiel in Raigering mittlerweile erarbeiteten komfortablen Vorsprungs auf die "hinterherhechelnde Verfolgermeute" denkt am Bergsteig noch niemand an Meisterschaft oder Aufstieg. Zu frisch sind die Erinnerungen an die letzte Spielzeit, als man auf Platz 2 in die Winterpause ging, um am Saisonende fast noch in der Abstiegskampf verwickelt zu werden. So denken Jurek & Co. von Spiel zu Spiel und möchten natürlich im "best case" den Abstand zu den Mitstreitern bewahren. Deshalb zählt gegen den Aufsteiger nur ein Dreier, das ist klar. Dass das Spiel kein Selbstläufer wird, ebenso. Für die Gäste, die auf eine bislang mit grossen Personalproblemen durchzogene Saison zurückblicken, gilt es, sich beim Primus bestmöglich zu verkaufen.

"Im Hinspiel haben wir uns schwer getan gegen die Kastler Mannschaft. Wir bereiten uns also auf ein kämpferisches und ausgeglichenes Spiel vor", übt sich Co-Trainer Waldemar Waschkau in vorsichtigem Optimismus.

Mit dem Auswärtsdreier in Hahnbach stoppte der ASV zuletzt seine Talfahrt und geht mit gesteigertem Selbstbewußtsein in die anspruchsvolle Hausaufgabe gegen den Rangzweiten. Der möchte nach der Niederlage in Topspiel gegen Bergsteig natürlich nicht weiteren Boden verlieren und reist mit der festen Absicht an, den vollen Ertrag einzufahren.

"Nach vier verlorenen Spielen in Folge war der Sieg gegen Hahnbach natürlich goldwert. In diesem Spiel hatten wir eine gute erste Halbzeit, aber wir bringen uns immer wieder durch eigene Fehler aus dem Konzept. Das müssen wir dringend abstellen. Raigering hat nach der Niederlage am Wochenende sicherlich viel Motivation und wird unbedingt punkten wollen, um am Tabellenführer dran zu bleiben. Deshalb wird es ein ganz schweres Spiel für uns", weiß ASV-Coach Bernd Scheibel.

"Nach unserer zweiten Saisonniederlage vergangene Woche wollen wir in Haselmühl natürlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Hier haben wir allerdings eine sehr schwere Aufgabe vor der Brust, da der ASV sehr heimstark ist und den Großteil der Punkte vor heimischer Kulisse geholt hat. Wenn wir weiter oben dranbleiben möchten, ist ein Sieg allerdings fast Pflicht" stellt Flo Hiltl, Sportlicher Leiter der Panduren klar.

Mit vier Niederlagen in den letzten sechs Partien hat der Aufsteiger doch erheblich Federn gelassen, dennoch schaut man am Hahnenkamm stolz auf das bisher Erreichte. Mit nur drei Zählern Rückstand auf Platz 2 mischt man "da oben" noch kräftig mit und möchte diesen aussichtsreichen Zustand auch mit in die Spielpause nehmen. Im Neulingsduell zählt deshalb nur ein Dreier, das ist klar. Die Gäste reisen zu ihrem letztjährigen "Vize" als krasser Aussenseiter, wollen aber alles nur Machbare raushauen, um nicht leer auszugehen.

"Nach zwei bitteren Niederlagen wollen wir gegen Hahnbach wieder in die Erfolgsspur zurück kommen. Hahnbach kann man von der Stärke der Mannschaft sicherlich nicht am Tabellenplatz messen. Insofern müssen wir wieder zu unseren Tugenden zurück kommen und die Zweikämpfe annehmen", so FCE-Coach Stephan Schmeller.

"Wir wollen das Positive aus dem letzten Spiel mitnehmen und uns kämpferisch und spielfreudig zeigen. Wenn uns das gelingt und wir vorm Tor wieder kaltschnäuziger werden, ist Zählbares möglich", erklärt SVH-Spielertrainer Christian Gäck.

Vier Dreier in Folge, die DJK hat aktuell einen Lauf, der ihn bis auf Rang 6 hochgehievt hat. Gegen die Kaoliner soll der erarbeitete Schwung weiter auf den Platz gebracht werden, Ziel ist es, aus den Partien gegen Hirschau und in Ensdorf das Maximale herauszuholen. Die Gäste haben nach der unglücklichen Niederlage gegen Bergsteig zwei Mal den vollen Ertrag einfahren können und möchten natürlich auch beim Tabellennachbarn nicht leer ausgehen.

"Am Sonntag treffen wir zu Hause auf Hirschau. Wir wollen weiterhin versuchen, Punkte einzusammeln, unsere Serie fortzuführen und somit gegen einen momentan gut aufgelegten Gegner dagegen zu halten, um die 3 Punkte in Utze zu behalten", zeigt sich DJK-Spielertrainer Marius Ehrnsperger entschlossen.

"Tabellennachbar Utzenhofen ist unser nächster Gegner. Wir wissen, was uns in Utzenhofen erwartet. Die haben einen Lauf, wie man so sagt, schon deshalb werden wir sie mit Sicherheit nicht unterschätzen. Ihre Stärken sind uns natürlich bekannt. Trotzdem müssen wir zuerst auf uns schauen und unsere Leistung wiederum auf den Platz bringen. Der Sieg vergangenes Wochenende tat natürlich unheimlich gut. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen. Mit Utzenhofen erwartet uns nun ein absolut guter Gegner. Wir werden uns akribisch vorbereiten, denn wir werden extrem gefordert sein. Die Tagesform beider Mannschaften wird eine gewichtige Rolle bei der Beantwortung der Frage spielen, wer das Spiel für sich positiv entscheiden kann", so Christian Helleder, Trainer der "Kaoliner".

Das nächste "Sechs-Punkte-Match" gegen die Mitstreiter im Tabellenkeller wartet auf die DJK, die zuletzt in Köfering einen Zähler mitnehmen durfte. Gegen den vier Punkte mehr auf dem Konto vorweisenden Gast soll nun der dritte Heimsieg her, um - rechtzeitig vor der Spielpause - endlich sicheren Boden unter die Füße zu bekommen. Der FCN präsentierte sich in den letzten Partien als "launische Diva" mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, der erhoffte Befreiungsschlag soll nun in Ensdorf gelingen.

"Nach den letzten Partien gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt geht es nun am Sonntag für uns zuhause weiter gegen Neukirchen. Eine Mannschaft, die aufgrund schwankender Leistungen bzw. Ergebnisse es nicht schafft, sich vom hinteren Feld der Tabelle loszueisen. Da wird es wichtig sein, dem FCN zu zeigen, dass wir gewillt sind, die Liga zu halten. Es geht vor allem darum, keinen Ball aufzugeben und den Gegner auch mal zu Fehlern zwingen. Vermutlich ist das der Kampf, die Leidenschaft und der Wille, von dem andere Trainer immer sprechen. Es wird Zeit ein Zeichen zu setzen", so DJK-Coach Oliver Eckl.

"Letztes Auswärtsspiel in Ensdorf. Auf Grund des Wetterverhältnisse werden wir uns auf ein kampfbetontes Spiel auf schwerem Geläuf einstellen", so das kurze Statement von Gästetrainer Christian Ringler.

Auch wenn sich TSV-Coach Roland Winkler erst vor kurzem noch im "Understatement" übte und den Blick nicht nach oben, sondern nach unten richtete, seine Mannen gehören spätestens seit dem letzten Wochenende nun endgültig zu den Mitbewerbern zumindest um Relegationsplatz 2. Gegen die abstiegsgefährdeten Gäste will das zweitstärkste Heimteam der Liga natürlich nichts anbrennen lassen und Saisondreier Nummer 10 einfahren. Die Gäste, die sich nach beeindruckendem Saisonstart auf eine sportliche Talfahrt begeben haben, werden allerdings deutlich machen, dass sie unbedingt punkten wollen, um vor dem "Winterschlaf" nicht noch tiefer in den Abstiegssumpf gezogen zu werden.

"Zum letzten Heimspiel des Jahres begrüßen wir unsere Gäste aus Köfering. Für uns wird es sicherlich ein schweres Spiel gegen eine Mannschaft, die der Tabelle nicht gerecht wird. Die Gäste sind unangenehm zu bespielen und stehen ein paar Plätze zu tief unten in der Tabelle. Natürlich wollen wir aber auch unser Spiel durchbringen und die drei Punkte in Königstein behalten. Ob es gelingt, wird sich zeigen. Ich bin von meiner Mannschaft überzeugt, deshalb bin ich mir sicher, dass wir als Sieger vom Platz gehen", so TSV-Coach Roland Winkler.

"Das Spiel gegen Endorf war ein Schritt in die richtige Richtung, natürlich soweit es die Witterung hergab. Dies wird in Königstein wohl ähnlich sein, weshalb Einsatz und Kampf mit Sicherheit große Faktoren sein werden. Dazu werden wir bereit sein und versuchen, den Favoriten zu ärgern. Wir wissen um die Stärken des Gegners und werden uns vorbereiten. Ziel ist es, nicht leer auszugehen", sagt Dennis Kramer, Übungsleiter der Gäste.

Aufrufe: 010.11.2023, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor