Die Kaderplanung beim 1. FC Bocholt ist fast abgeschlossen.
Die Kaderplanung beim 1. FC Bocholt ist fast abgeschlossen. – Foto: Vereine

Kaderplanung beim 1. FC Bocholt: Warten auf Piossek, Absage an Falaye

Der Regionalligist möchte gerne noch einen Offensivakteur verpflichten. Sportchef Marcus John setzt zudem auf zwei interne Neuzugänge.

Was ist mit Blick auf den Winter-Transfermarkt beim Regionalligisten 1. FC Bocholt noch geplant? Wir geben einen Überblick, bevor es am Samstag (14 Uhr) im Pflichtspiel gegen Fortuna Köln geht.

Der Regionalligist 1. FC Bocholt steht vor dem Rückrundenauftakt. Trainer Sven Schuchardt bereitet seine Akteure auf das Heimspiel gegen Fortuna Köln vor. Kaderplaner Marcus John hat unterdessen alle Hände voll zu tun. Schließlich will der 48-Jährige noch vor Ende des Transferfenster gerne noch einen Offensivakteur verpflichten. Der heißeste Kandidat ist Marcus Piossek, der ein Angebot vom Tabellen-14. vorliegen hat. Beim Drittligisten SV Meppen steht der 33-Jährige, der in dieser Saison bislang elf Mal zum Einsatz kam, aber keinen Stammplatz erobern konnte, noch bis zum Sommer unter Vertrag. Sicher ist der Wechsel gen Nordrhein-Westfalen aber noch nicht.

"Wir haben ein Angebot vorgelegt und Marcus Piossek nun ein paar Tage Zeit gegeben. Es ist ein wenig ein Tauziehen mit dem SV Meppen", sagt Marcus John. Der Offensivakteur könnte dem Spiel der "Schwatten" mehr Kreativität und Tiefe verleihen. Das hat Piossek in der Vergangenheit bei Preußen Münster, dem SV Meppen, dem VfL Osnabrück, Rot Weiss Ahlen, Dortmund II, dem SC Paderborn und denSportfreunden Lotte eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Er passt genau in unser Anforderungsprofil", sagt Bocholts Sportlicher Leiter.

Allerdings hat der 1. FC Bocholt Oluwabori Falaye, der zuletzt als Testspieler am Hünting mittrainierte, eine Absage erteilt. "Er ist nicht der Spielertyp, den wir suchen. Allerdings hat er einen guten Eindruck hinterlassen und auch im Testspiel zwei Mal getroffen", sagt John. Der 24-Jährige ist gelernter Mittelstürmer, allerdings kann er auch auf den Außenbahnen kicken.

Oluwabori Falaye sucht weiter nach einem Klub

Der Angreifer kam im Jahr 2018 aus Kanada nach Deutschland, wo er zunächst beim Verbandsligisten TSV Berg unter Vertrag stand. Nach einem halben Jahr wechselte der 1,83 Meter große Weltenbummler dann nach Portugal zur U23 von GD Estoril, ehe er im Sommer 2019 nach Deutschland zurückkehrte und dort für den Oberligisten VfB Hilden stürmte. 2020 folgte der Wechsel zu Alemannia Aachen, wo der Vertrag nach zwei Spielzeiten im vergangenen Sommer nicht mehr verlängert wurde. Nun geht die Vereinssuche weiter.

Sollte Marcus Piossek dem 1. FC Bocholt zusagen, wäre die Kaderplanung übrigens abgeschlossen. Und das, obwohl mit Robert Nnaji, Kento Wakamiya (beide SSVg Velbert) und Arman Corovic (ETB SW Essen) gleich drei Spieler den Verein verlassen haben. Zudem sollen Lars Bleker und Maximilian Güll künftig in der zweiten Mannschaft des Traditionsklubs spielen. Dem gegenüber steht bislang nur die Leihe von Außenverteidiger Sascha Voelcke, der zuletzt bei Rot-Weiss Essen unterwegs war.

Zwei Spieler sind zurück nach der Verletzungspause

Marcus John aber gibt sich entspannt, weil er auf zwei interne "Neuzugänge" setzen will. "Marcel Platzek war monatelang außen vor, nun ist er wieder voll einsatzfähig. Außerdem hat Gino Windmüller verletzungsbedingt noch keine Pflichtspielminute absolvieren können, auch ihn planen wir in der Rückrunde voll ein", sagt der Sportliche Leiter. "Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Kader den Klassenerhalt schaffen können."

Aufrufe: 025.1.2023, 09:29 Uhr
Maarten OversteegenAutor