Ballkontrolle: Ismaning (Jonas Redl; l.) kann mit einem Überraschungssieg die 30 Punkte vollmachen.
Ballkontrolle: Ismaning (Jonas Redl; l.) kann mit einem Überraschungssieg die 30 Punkte vollmachen. – Foto: Dieter Michalek

Ismaning ist bereit für den Tabellenführer: "Nochmal alles raushauen"

5:1 aus Hinspiel noch im Hinterkopf

Wann und wie kann man den überlegenen Tabellenführer der Fußball-Bayernliga am Besten schlagen? Für den FC Ismaning ist dieses letzte Spiel vor der Winterpause beim SV Schalding-Heining (Samstag, 14 Uhr) nicht die schlechteste Option. Auf schlechten Plätzen und bei auf der letzten Rille fahrenden Mannschaften könnten die Chancen steigen.

Ismaning – „Jetzt kannst du noch einmal alles raushauen und dann haben wir zwei Monate Pause“, sagt der Ismaninger Trainer Mijo Stijepic. Auf dem sicherlich schwer bespielbaren Platz müsse man rennen, kämpfen und mit defensiver Disziplin wenig bis gar nichts zulassen. Die Bayernliga ist sich quer durch alle Clubs einig, dass Schalding trotz acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten Landsberg nicht die Über-Mannschaft ist. Der Regionalliga-Absteiger aus Passau nutzt gnadenlos effektiv seine Chancen und braucht für zwei Tore nur drei bis vier Möglichkeiten.

Zudem wird sich Schalding an das Hinspiel erinnern, als Ismaning noch Tabellenführer war und den Favoriten in alle Einzelteile zerlegte. In 20 Spielen setzte es nur zwei Niederlagen und eine war das 1:5 in Ismaning. In den 90 Horrorminuten kassierte man auch fünf von 19 Gegentoren. Schalding hat die beste Bayernliga-Defensive und mit 46 Toren auch die beste Offensive.

Für den FC Ismaning endet in Passau an diesem Samstag eine irre Halbserie der maximalen Serien. Erst war der FCI Tabellenführer und fast jeder Schuss war ein Treffer. Dann folgten acht Spiele ohne Sieg mit dem Durchreichen in der Tabelle an den Rand der Abstiegszone. Nach dem Konterlauf mit zehn Punkten aus vier Spielen hat sich Ismaning vom Keller wieder abgesetzt. Mit 27 Punkten aus 20 Spielen kann Mijo Stijepic nun doch wieder leben: „Eigentlich müssten wir über 30 Punkte haben. Aber ja, wie sind im Soll.“ Den Coach wurmt vor allem, dass sein Team in der negativen Saisonphase mehr sich selbst geschlagen hat, als dass dies der Gegner getan hat. Mit einem Überraschungssieg in Schalding-Heining könnte der FCI etwas aufholen und die Grenze der 30 Punkte erreichen.

Personell hat sich nicht viel getan in einer normalen guten Trainingswoche. Zwei bis drei Spieler waren etwas angeschlagen, aber der Kader dürfte sich nicht wesentlich verändern. „Wir haben wieder ein paar Alternativen“, sagt Stijepic. Die Ismaninger wollen intensiv arbeiten und wissen, dass sie bei nachlassenden Kräften fünfmal ohne Qualitätsverlust wechseln können. (NICO BAUER)

Voraussichtliche Aufstellung: Becherer - Jobst, Weber, Roth - Krizanac, Hofmann, Kubina, Yilmaz, Redl - Schädler, Gaedke.

Aufrufe: 025.11.2022, 16:41 Uhr
Nico BauerAutor