
Der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Ellrich hatte es in den vergangenen Wochen angekündigt, jetzt ist es offiziell: Am 1. April wurde um 8.52 Uhr das Insolvenzverfahren gegen den KFC Uerdingen eröffnet. Wie es mit dem Team aus der Regionalliga West weitergeht, bleibt offen.
Unter dem Aktenzeichen "500 IN 1/25" läuft das mittlerweile schon fünfte Insolvenzverfahren des KFC Uerdingen, der zu dieser Saison in die Regionalliga West aufgestiegen war. Seit Januar steckt der Klub in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, seit diesem Dienstag ist das Verfahren offiziell eröffnet. In der Insolvenzbekanntmachung heißt es: "Über das Vermögen des im Vereinsregister des Amtsgerichts Krefeld unter VR 1036 eingetragenen Verein Krefelder Fußball-Club Uerdingen 05 e.V. (KFC Uerdingen 05 e.V.) wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 01.04.2025, um 08:52 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 07.01.2025 bei Gericht eingegangenen Antrags eines Gläubigers sowie eines am 13.01.2025 eingegangenen Antrags des Schuldners und eines weiteren am 04.02.2025 Antrags einer Gläubigerin. Zugleich werden die Verfahren 500 IN 1/25 und 500 IN 10/25 und 500 IN 38/25 unter Führung des zuerst genannten miteinander verbunden (§ 4 InsO, § 147 ZPO)."
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Aus der Bekanntmachung geht außerdem hervor, dass Ellrich den Verein auch durch das Insolvenzverfahren begleiten wird. Erst am Montag hat der Vorstand des KFC Uerdingen Kritik am Rechtsanwalt geübt, weil dieser dem Vorstand nicht alle Gläubiger mitgeteilt haben soll. Parallel bekräftigte der Vorstand, auch im Falle eines Abstiegs aus der Regionalliga West dem Verein treu zu bleiben, schließlich sei das Projekt bei einem Oberliga-Abstieg noch nicht beendet. Auch Berater Mehmet Eser, der bislang 600.000 Euro investiert haben soll, soll weiterhin an Bord bleiben. Der KFC Uerdingen hat die Lizenz für die neue Regionalliga-Saison beantragt.
Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden dem KFC Uerdingen zeitnah neun Punkte (Strafe bei einem Insolvenzverfahren für die höchstspielende Mannschaft eines Vereins) abgezogen werden. Dadurch rutscht die Mannschaft von René Lewejohann auf Rang 17 und hätte nach aktuellem Stand sieben Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15. Der Rückstand könnte sich allerdings reduzieren, sollte der 1. FC Düren aus der Regionalliga zurückziehen. Der Rivale steckt seit Montag im Insolvenzeröffnungsverfahren, alle Spieler kündigten außerdem ihre Verträge fristlos.