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Allgemeines

KFC Uerdingen: Suche nach Gläubigern und Oberliga-Perspektive

Der KFC Uerdingen hat zum Montagabend ein Update gegeben und den vorläufigen Insolvenzverwalter kritisiert. Gleichzeitig stellt der Vorstand klar, dass seine Aufgabe mit einem Abstieg in die Oberliga nicht beendet sei.

von André Nückel · 01.04.2025, 09:02 Uhr · 0 Leser
Wieder Neuigkeiten aus Uerdingen.
Wieder Neuigkeiten aus Uerdingen. – Foto: Ralph Görtz

Der KFC Uerdingen hat sich am späten Montagabend noch mit einem Update an die Öffentlichkeit gewendet. Dabei kritisiert der Vorstand den vorläufigen Insolvenzverwalter Thomas Ellrich und erklärt, auch bei einem Abstieg weiterhin für das Projekt zu kämpfen.

Regionalliga-Podcast aktuell: Wir sprechen über den KFC Uerdingen und 1. FC Düren

Ellrich hatte angekündigt, dass ohne neue Eingänge die Insolvenz ab April nicht mehr abzuwenden sei. Wie der Vorstand des KFC Uerdingen in seiner Mitteilung angibt, haben die Verantwortlichen versucht, mit den Gläubigern zu sprechen. Unter anderem soll es bereits Gespräche mit dem Finanzamt Krefeld und der AOK Rheinland/Hamburg, die beide einen Insolvenzantrag gegen den Verein gestellt hatten, gegeben haben.

Weitere Gespräche gestalten sich nach Angaben der Funktionäre aber schwierig, weil laut Mitteilung Ellrich als vorläufiger Insolvenzverwalter keine Liste mit allen Gläubigern zur Verfügung stellt. Deshalb ruft der Verein öffentlich dazu auf, dass sich alle Gläubiger per E-Mail melden sollen.

Die Verantwortlichen geben außerdem an, dass der Vorstand und Berater Mehmet Eser, der bereits 600.000 Euro in den Klub investiert haben soll, auch bei einem Oberliga-Abstieg weiterhin an Bord bliebe. Selbst beim drohenden Neun-Punkte-Abzug zeigt sich der Vorstand kämpferisch. Eine Fortführungsprognose des Spielbetriebs bis zum Saisonende gibt der Vorstand in seiner Mitteilung zwar nicht, aber das liegt auch nicht mehr in der Hand der Funktionäre. Hier liegt es jetzt an Ellrich, zu entscheiden, ob der KFC Uerdingen vielleicht sogar schon zum Dienstag in das offizielle Insolvenzverfahren geht oder ob der vorläufige Status noch beibehalten wird. Die Ausgangslage scheint hier aber deutlich verheißungsvoller als beim 1. FC Düren.

Die Vorstandsmitteilung des KFC Uerdingen im Wortlaut

"Liebe Mitglieder, Liebe Fans,

um Euch auf den neuesten Stand zu bringen, möchten wir Euch folgendes mitteilen.


Wie auf der Mitgliederversammlung am 18.03.2025 angekündigt, fand am darauffolgendem Tag ein Gespräch beim Finanzamt statt. In diesem Gespräch haben wir ein Angebot über 30% der Forderung, mit der Bitte um Stundung der Restforderung bis Ende Juli abgegeben. Dieses Angebot steht auch immer noch im Raum.
Auch mit dem zweiten Antragssteller der Insolvenz der AOK Rheinland/Hamburg fanden Gespräche statt. Diese Gespräche laufen ebenfalls noch.

Der vorläufige Insolvenzverwalter sprach im folgenden von einer Anzahl Gläubiger größer 100, eine Liste mit diesen wurde uns aber bis zum heutigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung gestellt. Um Gespräche auch mit den uns nicht bekannten Gläubigern angehen zu können, bleibt nichts anderes übrig, als diese auf diesem Wege dazu aufzufordern Kontakt zu uns bzw. Mehmet Eser aufzunehmen. (info@kfc05.de)

Außerdem ist die von Mehmet Eser angekündigte Vertragsänderung erfolgt. Am Freitag wurde, das auf der Versammlung zur Einsicht beauftragte Mitglied darüber informiert, bisher wurde dieses Angebot aber nicht wahrgenommen.
Um alle Möglichkeiten auszureizen wurde von uns des Weiteren ein Krefelder Anwalt für Insolvenzrecht beauftragt uns in allen Fragen zu beraten und auch alle im Moment laufenden Vorgänge intensiv zu beleuchten.

Wir versichern Euch, dass wir weiterhin alles für den Verein tun werden, auch im Falle einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden wir nicht aufgeben den Verein wieder in das richtige Fahrwasser zu bekommen. Das erste Anzeichen dafür ist die erfolgte Beantragung der Regionalligalizenz. Wir glauben fest daran, dass wir auch bei einem Punkteabzug mit dieser unglaublichen Manschaft und deren unbeschreiblichen Moral den Klassenerhalt schaffen können. Sollte dieses Vorhaben gegen unsere Überzeugung nicht gelingen, ist auch dieses kein Grund für uns aufzugeben. Obwohl Mehmet Eser (M-Soccermanagement) bisher über 600.000 Euro in den Verein investiert hat, bleibt der KFC Uerdingen für ihn eine Herzensangelegenheit, der er auch im Falle einer möglichen Oberligazugehörigkeit treu bleiben wird, um dabei mit einer schlagkräftigen Truppe und unserem Trainer zu helfen von dort schnellstmöglich wieder nach oben zu kommen. Die Bereitschaft mit allen Gläubigern eine Lösung zu finden, ist seitens Mehmet Eser auch im Falle einer Insolvenzeröffnung vorhanden und wird auch dann schnellstmöglichst umgesetzt.


Der Vorstand"