2024-05-24T11:28:31.627Z

Ligabericht
Die Kicker des FC Schlicht hatten in Vohenstrauß allen Grund zur Freude.
Die Kicker des FC Schlicht hatten in Vohenstrauß allen Grund zur Freude. – Foto: Josef Trummer

In Vorbach fliegen 5 Spieler vom Feld – Vohenstrauß erlebt Heimdebakel

Bezirksliga Nord, der Sonntag: FC Wernberg leistet sich in Hahnbach zu viele Fehler +++ Schlicht feiert auswärts ein Schützenfest +++ Schmidmühlen gewinnt das Vilstalderby knapp +++ Grafenwöhr verdient sich einen Punkt im Topspiel gegen Pfreimd

4:3, 4:2, 0:5 – der Hitze-Sonntag in der Bezirksliga Nord wartete mit einem torreichen Partien auf. Die bereits am Samstag erfolgreichen Mannschaften aus Etzenricht und Amberg nahmen wohlwollend zur Kenntnis, dass sich die Verfolger SV Grafenwöhr und SpVgg Pfreimd Tags darauf beim 1:1-Unentschieden gegenseitig die Punkte abnahmen. Für Gesprächsstoff dürfte im Nachhinein das Spiel in Vorbach sorgen, wo der heimische Tabellenletzte gegen die SpVgg SV Weiden II eine erwartbare Niederlage bezog, wo allerdings auch stolze fünfmal eine Rote Karte (viermal Gelb-Rot) gezückt wurde.


Den erwarteten Dreier beim Tabellenschlusslicht aus Vorbach sackte die arg ersatzgeschwächte U23 der SpVgg Weiden ein. Gästecoach Christopher Klaszka musste sich wegen des Personalmangels in der zweiten Halbzeit sogar selbst einwechseln. Für Unmut sorgte in beiden Lagern Schiedsrichtergespann, das über die gesamte Spieldauer eine klare Linie vermissen ließ. Am Ende des Tages standen fünf (!) Feldverweise im Notizblick des Schiedsrichters: Vorbach bekam einmal glatt Rot und einmal Gelb Rot sowie zudem eine Zeitstrafe ausgesprochen. Und die Wasserwerkler handelten sich drei Ampelkarten ein. Die Glatt-Rote wegen einer typischen Notbremse war allerdings absolut vertretbar. Sportlich ging aufgrund der zweiten 45 Minuten der Weidener Erfolg in Ordnung. Mehr zum Spiel am Montag...


In einer kurzweiligen Partie mit zwei Führungswechseln, das spielerisch allerdings viel Luft nach oben hielt, ging der SV Hahnbach als strahlender Sieger vom Feld. Dagegen kassieren die Wernberger einen dicken Rückschlag im Kampf um die ersten beiden Plätze. Beide Mannschaften profitieren über die 90 Minuten von Fehlern des Gegenübers. FCW-Trainer Adi Götz meinte: „Generell war es ein sehr schlechtes Spiel auf schlechten Bodenverhältnissen. Das ist aber natürlich keine Entschuldigung: Wir haben einen der vielen Fehler im Spiel mehr gemacht als Hahnbach. Lange ging es hin und her, Torchancen waren eigentlich gar nicht so viele vorhanden. Unterm Strich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Heute hat letztendlich die glücklichere Mannschaft gewonnen.“


Dank des „goldenen“ Tores von Daniel Fochtner nach einer gespielten Stunde entschied der SV Schmidmühlen das mit 400 Fans gutbesuchte Vilstalderby knapp für sich – und wahrt sich die Chance auf den Nichtabstieg. In der letzten halben Stunde verpassten es die Hausherren, den Deckel draufzumachen. Wenige Minuten vor dem Siegtor scheiterte Robinson vom Elfmeterpunkt an Gästekeeper Lontke. „Anfangs hat uns Rieden mit ihren gefährlichen Spielern Nimsch und Holfelder ein bisschen vor Probleme gestellt. Nach 20 Minuten waren wir dann drin im Spiel. Ein Freistoß von mir landete am Pfosten. Wir waren im Offensivbereich sehr mobil und stellten Rieden nach der Pause vor Probleme. Die letzten 35 Minuten spielten nur noch wir und wir hatten viele Chancen. Ich bin sehr zufrieden mit den verdienten drei Punkten und einem tollem Teamgeist“, fasste SVS-Spielertrainer Guti Ribeiro zusammen.


Einen verdienten Heimerfolg gegen abstiegsgefährdete Vilsecker brachte der SV Schwarzhofen zustande. Letztlich leistete sich die Mannschaft von Daniel Liermann zu viele Fehler, um hier Punkte mit nachhause nehmen zu können. „Wir brachten den Gegner durch unnötige Situationen nach weiten Bällen zurück ins Spiel. Am Ende des Tages war es aber ein verdienter Sieg, weil wir die Fehler des Gegners besser und effektiver genutzt haben“, ließ Schwarzhofens Übungsleiter Max Birner wissen.


Die SV Grafenwöhr erkämpfte sich in numerischer Unterzahl ein 1:1 gegen favorisierte Pfreimder. Eine ganz bittere Pille musste die SVG zu Ende der ersten Halbzeit schlucken, als der Unparteiische Grafenwöhrs Kapitän Christopher Fleischmann mit einer fragwürdigen roten Karte vom Platz stellte. Fleischmann sah die Rote Karte, als im Kampf um den Ball gut zwei Meter vor dem Grafenwöhrer Strafraum der Pfreimder Angreifer ins Straucheln geriet und zu Boden fiel. Heim-Coach Martin Kratzer war nach dem Spiel von sichtlich strittigen Situationen der Unparteiischen genervt. „Wir haben heute über 90 Minuten eine gute Leistung gezeigt, vor allem in Hälfte zwei. Wir haben dieses Topspiel trotz strittigen Entscheidungen mit viel Defensivarbeit wieder wettmachen können. Der Punkt bringt zwar nicht viel, an die gezeigte Leistung gilt es anzuknüpfen“, resümierte Kratzer. (fdr)


Ein 0:5 Heimdebakel erlebt die SpVgg Vohenstrauß gegen den Tabellennachbarn aus Schlicht und findet sich nach der erneuten Niederlage im Abstiegskampf der Bezirksliga Nord wieder. Die Begegnung begann aus Vohenstraußer Sicht durchaus vielversprechend. Bündgens und Phillip Frank hatten ließen gute Möglichkeiten in den Anfangsminuten aber ungenützt. In der Folge stabilisierte sich die Gäste-Abwehr zunehmend und erstickte Vohenstraußer Angriffsbemühungen meist schon im Ansatz. Die Heimelf präsentierte sich im Defensivverhalten dagegen wiederholt inkonsequent und unkonzentriert. Aus einer Verkettung von Fehlern resultierte schließlich auch die Schlichter Führung, als Meisel, dem der Ball vor die Füße gefallen war, aus kurzer Distanz mühelos per Dropkick traf. Einen präzise getretenen Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Pirner zum 0:2 ein. Kurz vor dem Pausenpfiff wurden zwei Schüsse von Frank aus kurzer Distanz von Gästespielern geblockt, so dass es mit der deutlichen Gästeführung in die Kabine ging. Wer hoffte, die SpVgg würde mit frischem Elan aus der Halbzeitpause kommen, wurde schnell enttäuscht. Es änderte sich wenig am Spielverlauf, die Gäste hatten alles im Griff und sorgten spätestens mit dem 0:3 für die Entscheidung. Gegen Spielende legten sorgten Meisel und Hermann mit ihren Toren sogar noh für einen Kantersieg. (mwr)

Aufrufe: 07.4.2024, 19:15 Uhr
Florian WürtheleAutor