Hans Sarpei (Mitte) war mit seinem TV-Format schon bei verschiedenen Vereinen am Niederrhein.
Hans Sarpei (Mitte) war mit seinem TV-Format schon bei verschiedenen Vereinen am Niederrhein. – Foto: Hohnen

Sarpei feilt am Spiel der HSV-Frauen

Die Fußballerinnen des HSV Langenfeld sind Teil von Hans Sarpeis TV-Format „Das T steht für Coach“. Dabei geht es nicht nur um Spaß, sondern um seriöses Training.rn

Gegen die SpVgg Steele können die Fußballerinnen des HSV Langenfeld einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Dabei helfen soll der ehemalige Profi Hans Sarpei, der unter der Woche das Training leitete – und am Sonntag in der Heinrich-Völkel-Sportanlage an der Seitenlinie stehen wird (15.15 Uhr).

HSV Langenf.
2:1
SpVgg Steele

Zuletzt zeigte die Formkurve bei den Frauen des HSV nach unten. Die Elf von Coach Carsten Kerkhoff konnte nur eine der vergangenen zehn Partien für sich entscheiden. Der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt lediglich einen Punkt. Da kam die Hilfe von Sarpei gerade recht. Der 45-Jährige reiste mit seinem Team der TV-Show „Das T steht für Coach“ nach Langenfeld und unterstütze Kerkhoff in der Vorbereitung auf die kommende Partie. Während der eigentliche Übungsleiter die erste Einheit noch selbst leitete, übernahm Sarpei am Mittwoch das Kommando. „Es war eine sehr gute Woche. Die Mädels hatten eine Menge Spaß und ich hatte das Gefühl, dass die Konzentration noch etwas höher war, als es sonst ohnehin der Fall ist“, sagt Kerkhoff.

Daran hatte sicherlich auch Sarpei seinen Anteil. Der ehemalige Nationalspieler Ghanas sorgte durch seine lockere Art dafür, dass der Kopf der Spielerinnen vor der entscheidenden Partie freier ist. „Die Aktion hat ein bisschen den Druck, der in den letzten Wochen aufgekommen ist, rausgenommen. Dadurch konnten wir uns mehr auf die Leistung und Bereitschaft des Teams konzentrieren“, betonte Kerkhoff.

Der ehemalige Bundesligaspieler mit 190 Einsätzen im Oberhaus überzeugte allerdings nicht nur durch Humor, sondern legte regelmäßig den Finger in die Wunde. So wurden beispielsweise vermehrt Zweikampf- und Kopfballübungen durchgeführt – zwei Schwächen im Spiel der Langenfelderinnen. „Es war auch in den Einheiten lustig, doch am Ende hat Hans mehr Wert auf den Inhalt gelegt und viele Sachen, die uns auch schon mehrfach aufgefallen sind, klar angesprochen“, sagt Kerkhoff.

Einfache Aufgabe?

Mit Steele wartet ein vermeintlich einfacher Gegner auf die Langenfelderinnen. Der Tabellenvorletzte konnte in 25 Spielen nur zehn Punkte holen und steht bereits als Absteiger fest. Dennoch warnt Kerkhoff davor, den kommenden Gegner zu unterschätzen: „Im Hinspiel hatte Steele noch null Punkte auf dem Konto. Trotzdem haben sie sehr energisch gespielt und uns vor einige Probleme gestellt. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch diesmal gewinnen wollen und alles dafür tun werden.“ Das ändere aber nichts an der Ausrichtung des Teams. „Wir versuchen jede Partie zu bestimmen und voll auf Sieg zu spielen“, sagt der 51-Jährige.

Die personelle Situation hat sich derweil entspannt. Der Coach kann für das wichtige Spiel aus dem Vollem schöpfen. Mit der ganzen Mannschaft an Bord und Hans Sarpei an der Seitenlinie könnte es also durchaus etwas werden mit dem großen Schritt Richtung Saisonziel.

Aufrufe: 021.5.2022, 13:45 Uhr
RP / René RekusAutor