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„Hatte ich noch nie“: Türkgücü-Trainer Kayabunar hadert mit Stadionproblem

Zwei Pleiten am grünen Tisch

von Vinzent Fischer · 07.05.2025, 14:52 Uhr · 0 Leser
Bleibt er bei Türkgücü München? Trainer Alper Kayabunar lässt seine Zukunft offen.
Bleibt er bei Türkgücü München? Trainer Alper Kayabunar lässt seine Zukunft offen. – Foto: Wolfgang Zink/Imago

Türkgücü München droht der Abstieg in die Bayernliga. Trainer Alper Kayabunar bleibt dennoch optimistisch – trotz der Nebenschauplätze.

München – Für Türkgücü München geht es im Derby um alles. Am Freitag (9. Mai, Anpfiff: 19 Uhr) ist das Team von Trainer Alper Kayabunar gegen den FC Bayern II zum Siegen verdammt. Der 39-Jährige ist sich dem immensen Druck im Abstiegskampf der Regionalliga Bayern bewusst. Die Vorfreude auf das Flutlichtspiel im Grünwalder Stadion ist bei Mannschaft und Trainerteam dennoch groß. Auch wenn die Nebenschauplätze bei Türkgücü eine Belastung sind.

„Schwer für mich als Trainer“: Türkgücü-Trainer Kayabunar über Stadionproblem

„Die Situation ist natürlich nicht schön“, sagt Kayabunar im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern. Über allem Sportlichen, es droht der Abstieg in die Bayernliga, laste die ungeklärte Stadionfrage. Türkgücü hat keine eigene, für die Regionalliga taugliche Spielstätte. Der Coach und seine Mannschaft haben auf das Thema aber keinen Einfluss. „Als Team können wir gar nichts dafür“, betont Kayabunar. „Das ist auch schwer für mich als Trainer.“

Besonders wurmen den Trainer die beiden Niederlagen am grünen Tisch. Gegen den 1. FC Schweinfurt und SV Wacker Burghausen steht eine 0:2-Niederlage auf dem Konto. Dabei konnte die Mannschaft sportlich nicht einmal auflaufen. „Der Nichtantritt hat sehr wehgetan“, räumt Kayabunar ein. „Das hatte ich in der Form noch nie.“ Dieses Jahr sei – selbst für Türkgücü-Verhältnisse – hart gewesen.

Aufwärtstrend in der Rückrunde: Türkgücü-Coach will nicht kampflos aufgeben

Kampflos aufgeben will Kayabunar trotz der scheinbar ausweglosen Situation nicht. Mit einem Derbysieg am Freitag will das Team den Druck auf die SpVgg Hankofen-Hailing erhöhen. Die Niederbayern stehen vier Punkte vor Türkgücü auf dem ersten Relegationsplatz. Wer tatsächlich in die Relegation kommt, hängt allerdings auch vom Urteil des Schiedsgerichts in der Causa TSV Schwaben Augsburg ab. Außerdem würde ein Abstieg der SpVgg Greuther Fürth in die 3. Liga Einfluss auf die Regionalliga nehmen. Dann müsste die zweite Mannschaft der Fürther absteigen.

Die möglichen Szenarien haben auf das Spiel am Freitag zunächst keinen Einfluss, betont Kayabunar. „Der Druck ist schon die gesamte Rückrunde groß“, sagt er. Der Trainer will den sportlichen Aufwärtstrend der Rückrunde nutzen. Dabei setzt er auf die Erfahrung seiner Mannschaft.

Bleibt Kayabunar bei Türkgücü? Trainer lässt Zukunftsfrage offen

Seine eigene Zukunft lässt Kayabunar indes offen. „Dazu will ich nichts sagen“, erklärt er. Nach der Saison sei genug Zeit, die Zukunft zu klären. Dem Trainer werden durchaus Ambitionen auf den Profifußball nachgesagt. Er habe – von der 3. Liga bis zur Insolvenz – mit dem Verein alles mitgemacht. „Egal, was passiert, ich werde Türkgücü München immer verbunden bleiben“, bekennt Kayabunar. „Ich bin im Verein groß geworden.“ (vfi)