
Türkgücü München droht wohl vorerst keine weitere Niederlage am grünen Tisch. Zumindest für das Spiel gegen Bayreuth wurde eine Lösung gefunden.
München - „Unsere Jungs kämpfen nächste Woche auswärts in Hankofen“, hallte noch über die Stadionlautsprecher des „Dante“, als Türkgücüs Stadionsprecher den Fans Gewissheit gab. „Wir sehen uns beim nächsten Heimspiel, am 5. April in Heimstetten“, schob er der vorigen Ansage hinterher und wiederholte das Ganze noch einmal auf Türkisch. Der ATS Sportpark ist also die Antwort auf die immer größer werdenden Fragen der Risikospiele von Türkgücü München – zumindest vorerst.
Lange war unklar, ob besagtes Spiel gegen die SpVgg Bayreuth überhaupt stattfinden kann. Die Problematik ist dieselbe, wie schon beim Spiel gegen Schweinfurt. Auch die Begegnung gegen Bayreuth ist als Risikospiel eingestuft. Die benötigte Trennung der Fans ist im „Dante“, dem bevorzugten Heimstadion von Türkgücü, nicht möglich.
„Natürlich nervt uns die Stadionthematik“
Alper Kayabunar trainierte in dieser Saison schon in diversen Heimstadien
Die Folge: Wie schon gegen Schweinfurt drohte der sich tief im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft die nächste Niederlage am grünen Tisch. Ein Umstand, der auch an den Türkgücü-Kickern nicht spurlos vorbeigeht. „Natürlich nervt uns die Stadionthematik“, sagt Alper Kayabunar nach Abpfiff der Partie seiner Mannschaft gegen Illertissen. „Ich habe darauf keinen Einfluss, bekomme nur irgendwann die Info, wann, wo und ob wir überhaupt spielen. Mir bleibt am Ende nichts übrig, als es so hinzunehmen“, ergänzt der Coach.
In der laufenden Saison betreute Kayabunar seine Elf schon in Heimspielen im Grünwalder Stadion, Dantestadion und dem Heimstettener Sportpark. Mit dem Spiel gegen Wacker Burghausen am 19. April könnte Heimspielstätte Nummer vier dazukommen. Der Verein hat laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung beim SV Seligenporten angefragt, dessen immerhin 150 Kilometer entferntes Stadion nutzen zu dürfen. (Tobias Höllrich)