2024-03-04T12:27:13.471Z

Ligabericht
Eingehakt: Eintrachtler Mika Brunswig (weißes Trikot) und der Mainzer Daisuke Fukuhara.	Foto: Mario Luge
Eingehakt: Eintrachtler Mika Brunswig (weißes Trikot) und der Mainzer Daisuke Fukuhara. Foto: Mario Luge

Handspiel sorgt für Diskussionen

SG Eintracht unterliegt in einem packenden Verfolgerduell nach Mainzer „Volleyball“-Einlage mit 2:3 (1:1) +++ Ärgerlich für die Bad Kreuznacher

BAD KREUZNACH. Die SG Eintracht hat zum Auftakt in die Rückrunde nun schon ihr viertes Heimspiel in der Fußball-Verbandsliga verloren. Gegen den FC Basara unterlagen die Bad Kreuznacher am Ende eines tollen Verfolgerduells unglücklich mit 2:3 (1:1). Die Mainzer revanchierten sich damit zwar erfolgreich für die 0:4-Auftaktpleite im Sommer, es blieb aber ein sehr fader Beigeschmack am Siegtreffer kurz vor Schluss.

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Thorsten Effgen zog in seiner gewohnt süffisanten Art Vergleiche zu einer anderen Sportart. „Im Volleyball wäre das eine klasse Ballannahme gewesen“, analysierte der Eintracht-Trainer die Vorarbeit des eingewechselten Haris Beslic, der mit ausgestrecktem Arm das Spielgerät unter Kontrolle gebracht hatte, bevor er mit einem trockenen, platzierten Schuss in die Ecke abschloss. „Ganz klares Handspiel“, fand ein völlig frustrierter Felix Basting. Und nicht nur der Eintracht-Torwart bestätigte nach Abpfiff Schiedsrichter Marcel Laque, dass der Unparteiische vom TuS Diedesfeld (Pfalz) die Partie mit diesem Fehler entschieden hätte. Dem konnte auch Coach Effgen nicht wirklich widersprechen. „Ein unwürdige Ende des Topspiels.“

Gleich von zwei Mainzern wird Eintrachtler Maik Strunk bedrängt.
Gleich von zwei Mainzern wird Eintrachtler Maik Strunk bedrängt. – Foto: Mario Luge

Bad Kreuznacher kommen zweimal zurück

In der Tat hatten sich die beiden Mannschaften zuvor ein wirklich gutes Fußballspiel geliefert. Die Bad Kreuznacher waren auch ohne ihren privat verhinderten Kapitän Deniz Darcan gut in die Partie gekommen. Und auch wenn der Gast aus Mainz mit der Zeit etwas mehr Ballbesitz verbuchen konnte, so hatten doch die Hausherren die Chancen auf ihrer Seite. Erst traf Thiemo Stavridis aus der Distanz nur die Latte (5.), dann scheiterte Levi Mukamba in einer Eins-gegen-Eins-Situation an Basara-Keeper Felix Pohlenz (16.).

Mit ihrem ersten und in Hälfte eins einzigen Schuss aufs Tor gingen die Mainzer durch Sera Watanabe in Führung (31.). Doppelt unglücklich für die SGE-Defensive, dass der Ball abgefälscht worden war und dadurch einen unappetitlichen Drall für Basting bekommen hatte. Doch die Eintracht war nicht geschockt, kam durch Levi Mukamba nach feiner Ecke von Sebastian Baumann noch vor dem Wechsel zum verdienten Ausgleich (44.).

Nach dem Wechsel verzeichneten die spielstarken Gäste zunächst einige Abschlüsse. „Da haben wir uns schwergetan, waren dann aber wieder gut im Spiel“, lobte Thorsten Effgen, der seinen Jungs insgesamt keinen Vorwurf machen konnte. „Ich wüsste nicht, was wir hätten anders machen können.“ Selbst für den erneuten Rückstand hatte es eine nachvollziehbare Erklärung gegeben: So gingen die „Diamantenen“ in Überzahl in Führung (Daisuke Fukuhara, 62.), als Innenverteidiger Silas Köllmer, der bereits früh Gelb gesehen hatte, nach Foulspiel eine Zehn-Minuten-Strafe verbüßen musste. Effgen: „In Gleichzahl kassieren wir dieses Tor nicht.“

Gegen Ende gab es gehörig Diskussionsbedarf rund um den Unparteiischen aus der Pfalz.
Gegen Ende gab es gehörig Diskussionsbedarf rund um den Unparteiischen aus der Pfalz. – Foto: Mario Luge

Doch erneut kamen die Bad Kreuznacher zurück, wieder traf Mukamba – diesmal nach Vorarbeit von Jan Wingenter – zum Ausgleich (72.). Nach dem 2:2 wollten beide Teams den Dreier – genau deswegen hatte diese ansehnliche Partie auch keinen Verlierer verdient. Die Endphase bei Minustemperaturen, in der die SGE „all in“ ging, mündete in hitzigen Diskussionen rund um den Schiedsrichter. Was am – für die Eintracht mehr als unbefriedigenden und ungerechten – Ergebnis freilich nichts mehr änderte.

SG Eintracht: Basting – Köllmer (86. Schimmer), Brunswig (90. Bilanzija), Simioanca, Wein (67. Flühr), Stavridis, Baumann, Strunk (67. Wingenter), Celebi (83. Fakas), Nauth, Mukamba.

Aufrufe: 026.11.2023, 08:00 Uhr
Mario LugeAutor