Der FV Delkenheim zelebrierte nach dem gewonnen Relegationsspiel noch bis spät in die Nacht den Aufstieg in die Kreisoberliga.
Der FV Delkenheim zelebrierte nach dem gewonnen Relegationsspiel noch bis spät in die Nacht den Aufstieg in die Kreisoberliga. – Foto: FVD

Relegation: Delkenheim macht den Aufstieg klar

Zweistelliger Sieg im Rückspiel beim FC Freudenberg +++ Kreisoberliga-Rückkehr nach acht Jahren

Freudenberg. Der 21. Juni war der längste Tag des Jahres - und für einige Spieler und Funktionäre des FV Delkenheim war es vermutlich auch die längste Nacht des Jahres. Denn mit dem 10:0-Kantersieg im Relegations-Rückspiel beim FC Freudenberg machte der Club aus dem Ländchen die umjubelte Rückkehr in die Kreisoberliga Wiesbaden klar. Zuletzt war der FV in der Saison 13/14 in der höchsten Liga der Stadt unterwegs. Die Gastgeber müssen dagegen den Neuaufbau in der A-Liga starten.

Die Resthoffnungen der Freudenberger, nach der 2:6-Niederlage aus dem Hinspiel nochmal neue Hoffnungen entfachen zu können, wurden bereits in der Anfangsphase erstickt: Tim Basic, Mika Leifermann und Nicklas Feidt schossen bereits nach elf Minuten eine komfortable 3:0-Führung der Gäste heraus, die nach knapp einer Stunde gegen teils leblos verteidigende Freudenberger auf einen Neun-Tore-Vorsprung angewachsen war. Giuseppe Pagano sorgte kurz vor dem Abpfiff für den zweistelligen Sieg.

Freudenberg
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Delkenheim

"Nachdem wir uns im Hinspiel noch schwergetan und eher unverdient so hoch gewonnen haben, war das nun eine spielerische Offenbarung", fand Delkenheims Spielertrainer Pascal Bender, der auch vom Support in Freudenberg angetan war. "Gefühlt waren dreimal so viele Delkenheimer da", sagte er. Nach dem Abpfiff feierte das Team noch auf dem Platz, ehe die Party später ins Vereinsheim verlegt wurde und dort bis in die frühen Morgenstunden weiterging. Der Auftakt für einen Feier-Marathon, der ab Donnerstag bei der Abschlussfahrt in Bulgarien weitergehen soll.

Enttäuschung bei Freudenberg groß

Bei den Gastgebern war die Enttäuschung hingegen groß, auch noch am Tag nach dem Spiel. "Zehn Stück zu kassieren - das tut weh und darf nicht passieren", sagte FC-Sprecher Reginald Kosinski, der noch auf ein Aufbäumen seiner Mannschaft gehofft hatte. Vergeblich. "Andererseits muss man auch sehen, wer gestern bei uns gespielt hat. Da waren nur noch drei aus der Ersten Mannschaft dabei", sagt Kosinski angesichts einiger Gesperrter und Verletzter. Besonders Leid tue es ihm für Trainer-Oldie Walter Kress, der sich nun mit einem Abstieg aus Freudenberg verabschiedet.

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Aufrufe: 022.6.2022, 11:30 Uhr
Philipp DurilloAutor