2024-02-21T13:48:47.272Z

Ligavorschau
Auch FuPa schaut gespannt aufs Jahresfinale
Auch FuPa schaut gespannt aufs Jahresfinale – Foto: Marwin Wolf

Führungsquartett zum geplanten Jahresendspurt unter sich

6 Nachholspiele aufgrund der Wetter- und damit Platzverhältnisse überhaupt möglich? +++ Erster gegen Vierter +++ Zweiter gegen Dritter

Sofern es der Wettergott und die Platzverhältnisse zulassen, wartet der Abschluss des Fußballjahres 2023 mit großer Spannung auf. Hier wird es in Nachholung des 10. Spieltages nämlich zum Showdown zwischen den ersten Vier in der Tabelle kommen. Der Erste FC Karlsdorf II empfängt den Vierten FC Forst II und der Zweite FC Huttenheim begrüßt den Dritten TSV Langenbrücken. Ebenfalls aus dem 10. Spieltag nachgeholt werden die Duelle TuS Mingolsheim II (5ter) gegen FC Weiher II (13ter) und Spvgg Oberhausen II (10ter) gegen VfR Rheinsheim (6ter). Darüber hinaus treffen noch aus Spieltag 11 der TSV Rheinhausen II (neuer Tabellenletzter) auf die SpG Graben-Neudorf II (8ter) sowie aus Spieltag 13 der FC Untergrombach II (9ter) auf den FV Wiesental II (7ter). Bereits in der Winterpause befinden sich der VfR Kronau II (11ter) und der TSV Wiesental II (12ter). Können die vorgenannten 6 Paarungen stattfinden, komplettieren diese dann die Vorrunde und alle für dieses Jahr geplanten 14 Spieltage. Die B-Klasse Staffel Hardt würde damit im Fußballkreis Bruchsal die Ausnahme darstellen, denn in allen anderen Klassen/Staffeln mussten bereits Nachholspiele ins kommende Jahr verlegt werden.

Mit dem 0:1 gegen den FC Forst II musste der TSV Rheinhausen II die 6. Niederlage hintereinander hinnehmen und ist bei nur einem von zuletzt möglichen 24 Punkten auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht; dies erstmals seit knapp eineinhalb Jahren. TSV-Spielausschuss Stefan Neher konnte der Begegnung gegen das Spitzenteam Forst II jedoch viel Positives abgewinnen: „Gegen Forst haben wir unser bisher bestes Spiel gemacht. Leider standen wir am Ende aber wieder mit null Punkten da. Ein Punkt wäre für diese Leistung der Mannschaft verdient gewesen. Nichts desto trotz kann man auch sagen, dass der Sieg von Forst durchaus in Ordnung ging." Gegen Graben-Neudorf II kann man nun beweisen, dass die positiven Eindrücke gegen Forst auch tatsächlich Hoffnung machen. Neher ist aber eher skeptisch, dass der zweite Versuch dieser Begegnung diesmal gelingen mag, zu unsicher ist die Wettervorhersage und zu kritisch die Platzsituation: „Am Sonntag soll es zum Nachholspiel gegen die SpG Graben-Neudorf II kommen, sofern es die Platzverhältnisse zulassen. Mit zurzeit, wenn überhaupt, nur einem bespielbaren Platz ist dies wohl eher unwahrscheinlich. Falls gespielt werden kann, wollen wir die schwarze Serie beenden und die Punkte am Rhein behalten."

Durch zwei Siege binnen 5 Tagen, darunter am vergangenen Sonntag einem 4:1-Erfolg bei Untergombach II, hat die SpG Graben-Neudorf ihren 2-Punkte-Vorsprung zum Tabellenende auf nun 8 Zähler ausgebaut und bewegt sich damit in sicheren Gefilden. Der spielende Co-Trainer Zoran Marinkovic zum dreifachen Punktgewinn beim Tabellennachbarn Untergrombach II: „Wir waren ab der ersten Minute hellwach und konzentriert auf dem Platz. Die ersten 30 Minuten haben wir sehr gut kontrolliert. In Folge dessen gingen wir durch ein schön herausgespieltes Tor in Führung. Wir ließen Untergrombach jedoch immer mehr ins Spiel kommen. Durch einige Fehlpässe und fehlende Leidenschaft in den Zweikämpfen fingen wir uns kurz vor dem Halbzeitpfiff das 1:1 ein. In Halbzeit Zwei konnten wir uns wieder fangen, gingen energisch in die Zweikämpfe und erspielten uns wieder gute Torchancen. Durch drei weitere Treffer unserseits konnten wir das Spiel in Ruhe runterspielen und die wichtigen drei Punkte mit nach Hause nehmen.“ Im Nachholspiel geht es nun zum neuen Tabellenletzten Rheinhausen II. Marinkovic schätzt diese Aufgabe so ein: „Mit Rheinhausen erwartet uns ein zweikampfstarker Gegner. Das wird sicherlich ein unangenehmes Spiel für uns. Wir werden aber alles dafür geben, vor der Winterpause die letzten drei Punkte zu erkämpfen!“

Prognose: Bereits vor der Erstansetzung hatten wir geschrieben, dass Rheinhausen dringend wieder den Bock umstoßen muss. Die Situation hat sich für den TSV seither sogar noch verschlechtert. Mit 2 Siegen im Rücken sind die Gäste aus Graben-Neudorf favorisiert.

Seine Ausführungen zur 1:4-Heimniederlage gegen Graben-Neudorf II beginnt Jonas Braunbarth vom FC Untergrombach II mit dem Hinweis auf durch den zeitgleichen Ausfall der Kreisligabegegnung der FVgg Neudorf wohl verstärkte Gäste: „Da Graben-Neudorf mit fünf Spielern der Ersten Mannschaft angetreten ist, war uns bereits vor dem Anpfiff klar, dass wir ein ganz anderes Spiel als im Hinspiel erwarten müssen. Wir haben uns daher auf das Verteidigen konzentriert und versucht, durch Konter zu Chancen zu kommen. Durch das frühe Gegentor haben wir uns nicht verunsichern lassen und sind kurz vor der Pause zum verdienten Ausgleich gekommen. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit recht schnell zwei vermeidbare Gegentore kassiert und konnten nicht noch ein zweites Mal zurückkommen.“ Nach drei Wochen auf Tabellenplatz 8 hat Untergrombach einen Rang eingebüßt. Für das nun Duell gegen den Tabellensieben FV Wiesental II sieht Braunbarth gute Chancen: „Aufgrund der Tabellensituation erwarten wir ein eher ausgeglichenes Spiel gegen den FV Wiesental II. Auch wenn wir in den letzten beiden Spielen keine Punkte einfahren konnten, waren wir mit den gezeigten Leistungen durchaus zufrieden. Daher gilt es, an diese Leistungen anzuknüpfen und wieder drei Punkte zuhause zu behalten, um auch mit einem Sieg in die Winterpause gehen zu können.“

Der FV Wiesental II holte bei heimstarken Mingolsheimern ein respektables 1:1-Unentschieden, welches Zwölfer-Coach Marcel Brennei wie folgt bewertet: „Das Spiel in Mingolsheim war das erwartet schwere. Wir konnten sehr früh in Führung gehen und haben es dann auch recht gut verteidigt. Mingolsheim hatte zwar deutlich mehr Spielanteilen und Ballbesitz, aber keine richtige Torchance in der ersten Halbzeit. Wir hingegen hätten den einen oder anderen Konter sauberer zu Ende spielen müssen und wären somit dann nicht nur mit einem 1:0 in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit war es dann so, dass Mingolsheim aufgrund der oben angegebenen Spielanteile nicht unverdient zum Ausgleich gekommen ist. Bei uns haben die Kräfte etwas nachgelassen und alles in allem ist das 1:1 für mich absolut in Ordnung.“ In Brenneis´ Worten „Ich gehe mal nicht davon aus, dass wir am Sonntag spielen werden.“ spiegelt sich die Skepsis wieder, die viele Fußballer im Hinblick auf das kommende Nachholwochenende in sich tragen. Dennoch bereitet er seine Mannschaft auf die Austragung der Nachholbegegnung in Untergrombach wie gewohnt vor: „Gegen Untergrombach wird es definitiv nicht einfacher wie gegen Mingolsheim. Ich erwarte ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Wir wollen natürlich mit einem guten Auftritt in die Winterpause gehen. Ob dies gelingen wird, werden wir am Sonntagmittag sehen.“

Prognose: 14 Tage nach der Erstansetzung gibt es nun Versuch Nr. 2. An den Voraussetzungen hat sich seither kaum etwas geändert. Es liegen weiterhin 2 Tabellenplätze hinter den beiden Kontrahenten, nur der Vorsprung ist zum Vorteil Wiesental um einen Zähler auf 7 Punkte angewachsen. Eine Einschätzung ist diesmal doppelt schwer. Beide Erste Mannschaften spielen am Wochenende nämlich nicht und wer weiß, was dies für die Kader der beiden Zweiten bedeuten wird.

Nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke, die von Rang 1 auf Position 13 geführt hatte, hat sich die Spvgg Oberhausen II zum Jahresende wieder gefangen und 7 der zuletzt möglichen 12 Punkte eingefahren, auch dank des 2:1-Sieges am Sonntag in Weiher. Mit "Das vorgegebene Motto 'Verlieren Verboten' hat die Mannschaft zu unserer allen Erleichterung erfolgreich umgesetzt." leitet Spvgg-Coach Christoph Becker den Rückblick ein und verweist auf die Worte von Spielausschuss Frank Rathnau: „Kampfgeist und Wille haben das Spiel unserer Zweiten geprägt. Ohne Spielertrainer Asmon Sahiti trat die Mannschaft vom Trainerteam Becker/Sahiti auf schwerem Geläuf in Weiher an. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem jeder Zweikampf von beiden Seiten angenommen wurde. Mit leichten spielerischen Vorteilen auf Seite der Becker-Truppe wurden immer wieder gute Spieleröffnungen über Alessandro Heinz aus der Innenverteidigung oder übers Mittelfeld über die Außenstürmer eröffnet. Ein über die linke Außenseite vorgetragener Angriff vom wiedergenesenen Pascal Horn und dessen scharfe Flanke wurde von einem Weiherer Abwehrspieler ins eigene Tor zur 1:0-Führung für unsere Spvgg abgelenkt. Der Gastgeber drängte nun natürlich auf den Ausgleich, jedoch fanden Bälle in Richtung Tor bei unserem Keeper Ardijan Ibisovic ihren Meister. In der Halbzeit Zwei entschied der Schiedsrichter nach einem Foulspiel in der verbotenen Zone auf Strafstoß, welcher zum 1:1 unhaltbar verwandelt wurde. Als dann nach langer Verletzungspause Mikail Toprak eingewechselt wurde, schlug dessen große Stunde. Sein Zauberschuss aus circa 25 Metern schlug über dem Torwart als Chip-Ball unter der Latte zum vielumjubelten Siegtreffer ein. Mit dieser weiteren geschlossenen Mannschaftsleistung hält der Formanstieg der Mannschaft an und diese verdiente sich den Dreier im Reise-Gepäck zurück nach Oberhausen.“ Mit nun 5 Punkten Vorsprung auf die möglichen Abstiegsplätze können die Oberhausener das letzte Spiel des Jahres etwas relaxter angehen. Becker blickt voraus: „Im letzten Spiel vor der Winterpause gegen den VfR Rheinsheim gehen wir als klarer Außenseiter ins Spiel. Nichts desto trotz werden wir erneut versuchen, an unsere Grenzen zu gehen und mit etwas Glück vielleicht doch etwas Zählbares einzufahren. Der VfR scheint ergebnistechnisch etwas durchzuhängen. Mal schauen."

Lange Zeit musste Trainer Marcel Gentner beim Gastspiel beim TSV Wiesental II warten, ehe das überfällige Tor seines VfR Rheinsheim zum zumindest 1:1-Punktgewinn fiel: „Mit dem Spiel meiner Mannschaft war ich zufrieden, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Trotz wirklich miserablem Platzverhälnissen hatten wir das Spiel komplett in unserer Hand. Zum Schluss war der Punkt hochverdient, aber auch glücklich, da unser Ausgleichstreffer erst in der Nachspielzeit fiel. Was dann aber auch die Moral des Teams aktuell zeigt." Gentner hat den Aufschwung des kommenden Gastgebers Oberhausen II verfolgt, will mit seinem Team dort aber auf jeden Fall punkten: „Zum Jahresschluss geht es nach Oberhausen. Keine leichte Begegnung, da sich Oberhausen in den letzten Spielen stark verbessert zeigt. Nichts desto trotz wollen wir das letzte Spiel des Jahres nicht verlieren und mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen."

Prognose: Nachdem diese Begegnung am 10. Spieltag ausgefallen war, hat Oberhausen seither 2 von 4 Spielen gewinnen können. Rheinsheim ging zunächst gegen zwei Spitzenteams leer aus, holte aber zuletzt 4 von 6 möglichen Punkten. Beide Teams sind damit zum Jahresende nicht schlecht drauf, ob seiner höherklassigen Vergangenheit ist der VfR Rheinsheim aber leicht favorisiert.

Der TuS Mingolsheim II büßte beim 1:1 gegen den FV Wiesental II erst zum 2. Mal in dieser Saison Heimpunkte ein. TuS-Trainer Kai Schrumpf sah Möglichkeiten seiner Mannschaft auf mehr: „Wiesental stand von Anfang an tief in der eigenen Spielhälfte und hat uns die Spielanteile überlassen. Durch einen Fehler im Spielaufbau sind wir in der 4. Minute mit 1:0 in Rückstand geraten. Das frühe Tor hat Wiesental in der Spielweise, sich hinten reinzustellen, natürlich in die Karten gespielt. In der 8. Minute hatten wir die Chance auf das 1:1, haben diese aber leider nicht genutzt. Bis zur Halbzeit sind wir immer wieder angerannt und haben es bis 20 Meter vor dem Tor gut gespielt, aber der letzte Pass oder die letzte Aktion wollten einfach nicht gelingen. In der zweiten Halbzeit haben wir den Druck weiter aufgebaut und auch im letzten Drittel bessere Entscheidungen getroffen. So war es folgerichtig, dass wir in der 65. Minute den Ausgleich erzielt haben. Nach dem Ausgleich hatte Wiesental bis zum Ende des Spiels noch eine gefährliche Aktion auf unser Tor. Wir waren weiter spielbestimmend, haben aber die uns bietenden Chancen nicht nutzen können und müssen mit dem Punkt am Ende leben.“ Mingolsheim II führt als Fünfter weiterhin das Tabellenmittelfeld an. Bei einem Vorsprung von 3 Punkten auf Platz 6 besitzt man gute Aussichten, auf diesem 5. Rang zu überwintern. Voraussetzung dafür ist es, nun gegen Weiher II etwas zu holen. Schrumpf dazu: „Zum letzten Spiel im Jahr 2023 kommt der FC Weiher zu uns zum dritten Heimspiel in Folge. In den letzten Spielen von Weiher hat meist ein Tor über Sieg oder Niederlage entschieden. Die Abwehr steht auch mit Abstand am besten von den Mannschaften, die sich im Tabellenkeller befinden. Wir wollen unsere aktuelle Serie von acht ungeschlagenen Spielen am Stück noch einmal ausbauen und mit in die Winterpause nehmen. Meine Mannschaft wird auf jeden Fall alles daransetzen, dass mindestens ein Punkt im heimischen Sportpark bleibt. Einfach wird es nicht werden, da wir von der letzten Saison wissen, wie schwer es ist, gegen Weiher Tore zu schießen.“

Zuhause gegen zuvor nur 2 Punkte vorausliegende Oberhausener hat es der FC Weiher II verpasst, den Aufschwung der letzten Wochen mit dem Sprung auf Tabellenplatz 10 zu veredeln. Stattdessen ist man durch die 1:2-Niederlage wieder auf den vorletzten Rang abgerutscht. Entsprechend enttäuscht äußert sich FCW-Coach Raphael Kiwus: „Unser Heimspiel gegen Oberhausen verlief sehr enttäuschend. Wir hatten uns viel vorgenommen und unser Kader war nominell sehr gut besetzt. Damit gute Voraussetzungen, um sich im Kampf um den Klassenverbleib etwas Luft zu verschaffen. Es gelang uns in der ersten Halbzeit jedoch nicht, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wir agierten mitunter zu pomadig, die Entschlossenheit in den Aktionen in der gegnerischen Hälfte fehlte ein wenig und Zuspiele waren zu ungenau, was den Spielfluss stark beeinträchtige. Ein individueller Fehler im Spielaufbau und ein missglückter Klärungsversuch bedeuteten den Rückstand. Mit mehr Nachdruck gingen wir in die zweite Hälfte. Torchancen, teilweise hochkarätige, waren die logische Konsequenz. Jedoch vermochten wir es nicht, diese zu nutzen. Ein Strafstoß brachte schließlich den überfälligen Ausgleich. Wir drängten auf das zweite Tor und scheiterten weiterhin bei diesem Vorhaben. So kam es wie es kommen musste. Ein Sonntagsschuss in Verbindung mit einem weiteren individuellen Fehler besiegelte unsere Niederlage.“ Zum Jahresabschluss geht es für Weiher II nun zum heimstarken Tabellenfünften und seit 8 Spielen ungeschlagenen TuS Mingolsheim II. Kiwus weiß um die Schwere dieser Aufgabe: „Im Nachholspiel beim TuS Mingolsheim werden wir sicherlich mächtig zu tun bekommen. Es erwartet uns ein starker Gegner, welcher spielerisch sicherlich zu den stärksten in dieser Liga zählt. Es muss schon viel zusammenkommen, um da etwas ausrichten zu können. Aber wir wollen und müssen es versuchen. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden.“

Prognose: Mingolsheim wird auch im 9. Spiel hintereinander ungeschlagen bleiben und besitzt darüber hinaus gute Chancen auf den 5. Heimsieg.

Nur kurzzeitig war der FC Huttenheim gegenüber Rang 1 um bis zu 6 Punkte in Rückstand geraten. Durch das am Sonntag Unentschieden von Langenbrücken und Karlsdorf II und selbst zwei Siege binnen 5 Tagen, ist man jedoch ganz schnell wieder oben dran. FCH-Sportvorstand Levent Özcelik zum am Sonntag 6:1-Heimsieg gegen Kronau II: „Unsere Mannschaft hat sich über das gesamte Spiel mit vollem Einsatz und Willen, gepaart mit der nötigen Geduld und der Ruhe auf dem Platz präsentiert. Selim Bogocli brachte uns in der 17. Minute mit 1:0 in Führung, die Timo Haxhibeqiri in der 22sten auf 2:0 erhöhte. Wiederum konnte Bogocli mit seinem zweiten Treffer in Minute 26 zum 3:0 nachlegen. Ebenfalls reihte sich Fionn Haag in der 37sten bei den Torschützen ein und erzielte das 4:0, was auch der Halbzeitstand war. Nach dieser ersten Hälfte war klar, dass Kronau II dieses Spiel kaum noch drehen würde. Zumal in der zweiten Hälfte Luca D’Oria schon in der 50. Minute durch einen sehenswerten Kopfball zum 5:0 einnickte. Denis Delic schraubte sich dann in der 70sten im Fünfmeterraum hoch und platzierte die eingegangene Flanke ebenfalls mit dem Kopf zum 6:0 im Netz. Kurz vor Schluss konnte Kronau II noch einen vermeidbaren Treffer erzielen. Insgesamt war das eine gnadenlose Vorstellung unserer Mannschaft, die sich zu keiner Zeit im Spiel zurückgenommen und um jeden Ball gekämpft hat. Hatten wir durch die vierzehntägige Zwangspause, die für uns von Nachteil war, noch ein kleines Leistungstief, ist die Mannschaft nun aktuell voll in ihrem Element und spielt so, wie wir es uns alle wünschen, nämlich richtig krassen Fußball mit hundertprozentigem Willen.“ Für die Huttenheimer Euphorie scheint das abschließende Spitzenheimspiel gegen die mit einem Punkt weniger anreisenden Gäste aus Langenbrücken zur richtigen Zeit zu kommen. Özcelik ist voller Vorfreude und Spannung: „Wer hätte es gedacht, dass sich die Herbstmeisterschaft am letzten Spieltag in diesem Jahr entscheiden wird. Mit vier Teams, die lediglich zwei Punkte trennen, gibt es gleich zwei Topspiele, bei denen sich die Top 4 der Liga in zwei Partien gegenüberstehen werden. Langenbrücken konnte gegen Karlsdorf II ein sehr gutes Unentschieden erreichen, was die Teams an der Tabellenspitze punktuell noch enger hat zusammenrücken lassen. Hoffen wir, dass das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht und die Spiele auch stattfinden können. Gerne empfangen wir den TSV Langenbrücken am Sonntag im Molzaustadion und freuen uns auf eine spannende Begegnung. Hierzu nehmen wir den Rückenwind von zwei zuletzt erreichten Siegen mit. Vor allem haben unsere Jungs aber auch richtig Bock drauf, zu kicken, was man gegen Kronau II bereits eindeutig gemerkt hat. Jeder will, jeder rennt, jeder gibt alles! Ob und wie wir Langenbrücken Paroli bieten können, wird sich am Sonntag zeigen. Auf jeden Fall sind wir bereit für diese tolle Begegnung.“

Aus den Worten von Sascha Zielinski, Coach des TSV Langenbrücken, lässt sich schließen, dass die 1:1 endendete Spitzenbegegnung Zweiter gegen Erster, sprich gegen Karlsdorf II, nicht nur auf hohem Liganiveau stattfand, sondern auch durchaus hitzig gewesen sein muss: „Das Spiel gegen Karlsdorf II war das erwartete Spitzenspiel. Trotz Personalsorgen waren wir taktisch sehr gut vorbereitet und meine Mannschaft hat dies überragend umgesetzt. Wir kamen wie immer gut in die Partie und standen sehr kompakt. Karlsdorf fand keine spielerische Lösung gegen unsere gute Defensivarbeit. Wir selbst kamen durch schnelle Umschaltmomente immer wieder gefährlich vor das Tor, verpassten aber die Führung. In der 32. Minute mussten wir nach einem schweren Foul unseren letzten etatmäßigen Innenverteidiger auswechseln. Dass hier eine Verletzung in Kauf genommen und beabsichtigt war, um uns zu schwächen und dies noch ohne Karte passierte, ist völlig unverständlich. Dies passte an diesem Tage aber zu der sehr einseitigen und verwunderlichen Leistung des Unparteiischen. Danach war unser Spiel natürlich instabiler. Trotzdem blieben meine Jungs hellwach und ließen keine einzige Torchance zu. Im Gegenzug verpassten wir zwei Hundertprozentige, bei denen wir nur noch hätten einschieben müssen, aber beide knapp vorbeigingen. In der 71. Minute kam der FC Karlsdorf zu seiner ersten Torchance und dem damit verbundenen 0:1, dem aber wiederum ein klares Foulspiel im Mittelfeld vorausgegangen war, welches nicht geahndet wurde. Gegen den 0:1-Rückstand zeigte das Team wie in der letzten Zeit, Moral und wir kamen nach einer schönen Ecke nur ein paar Minuten später zum mehr als verdienten Ausgleich. Danach gab es keine nennenswerten Chancen mehr. Ein theatralisches Schauspiel auf Kreisklassenniveau bescherte uns dann noch eine völlig sinnfreie Rote Karte, die eigentlich in der ersten Hälfte angebracht gewesen wäre. Alles in allem kann Karlsdorf mit diesem Punk mehr als zufrieden sein. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können und zurecht da oben stehen.“ Nach dem Spitzenspiel ist vor dem nächsten. Nur eine Woche später geht es nun als Tabellendritter zum Zweiten Huttenheim, der einen Zähler mehr aufweist. Zielinski beschäftigt sich weniger mit dem, was man selbst eh kaum beeinflussen kann, sondern richtet den Blick gezielt auf die letzte Begegnung des Jahres: „Mit Huttenheim kommt gleich der nächste Gegner aus der oberen Reihe. Mit deren erst sieben Gegentreffern wird es für uns nicht einfach, diese Verteidigung zu brechen. Aber auch hier werden wir diese Woche nutzen, um uns vorzubereiten, um noch einmal alles herauszuholen damit wir die Punkte mitnehmen werden. Wir schauen auf uns und werden nicht auf Karlsdorf und Forst sehen. Wir tun gut daran, den Fokus auf uns zu legen. Die weitere Frage wird sein, wie wir die Verletzungen kompensieren können und ob das Spiel bei der vorhergesagten Wetterlage überhaupt stattfinden kann.“

Prognose: Die Begegnungen der Top 4 untereinander endeten zumeist ausgeglichen und knapp. Huttenheim hat bei seinen bisher zwei Topduellen jeweils Unentschieden gespielt, Langenbrücken zählt aus drei Aufeinandertreffen einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Ob dieser Statistik liegt es nahe, zwischen Huttenheim und Langenbrücken auf ein Remis zu tippen.

Saisonübergreifend 24 Spiele ohne Niederlage – der FC Karlsdorf II spinnt seine beeindruckende Serie unbeirrt fort. Beim vorwöchigen Topduell Zweiter gegen Erster in Langenbrücken, war man stark gefordert und die Serie hat durchaus gewackelt, aber eben auch diese Herausforderung hat man mit einem 1:1-Remis bestanden. Außen und auf dem Platz scheint es derweil heiß zugegangen zu sein. War dies bereits aus den vorstehenden Worten der Langenbrückener Seite zu entnehmen, so spart dies auch FCK-Trainer Tobias Weschenfelder in seinem Rückblick nicht aus: „Gegen Langenbrücken kamen wir anders als sonst nicht so gut ins Spiel. Die ersten 15 Minuten gingen klar an Langenbrücken inklusive einer großen Chance. Danach haben wir über die restliche Spielzeit die Kontrolle über das Spiel übernommen. Trotzdem ist Langenbrücken immer wieder gefährlich vor das Tor gekommen. Beide Mannschaften haben vorne große Chancen liegengelassen, ehe unser Torjäger P. Reineck sehenswert zum 1:0 treffen konnte. Danach das gleiche Bild. Langenbrücken überließ uns den Ball, jedoch haben wir dann mal wieder aufgrund eines individuellen Fehlers, einen Eckball hergeschenkt, bei dem dann einer unserer Spieler seinen Gegenspieler komplett freigelassen hat. Dieser konnte aus kürzester Distanz dann auch das Ding verwerten. Am Ende muss man sich vorwerfen, aus dem vielen Ballbesitz nicht mehr gemacht zu haben. Hier hat uns einfach die Tiefe im Spiel gefehlt. Wahrscheinlich ist das Ergebnis schon okay, wenn man die Chancen betrachtet. Allerdings fühlt es sich trotzdem sehr bitter an, denn am Ende war das Gegentor mal wieder ein Geschenk an den Gegner. Des Weiteren haben sich die nächsten beiden Spieler verletzt, leider sind wir in den letzten Wochen da vom Pech verfolgt. Gute Besserung an Frank und Yannik! Ich hoffe, das sind die letzten Genesungswünsche für diese Saison. Eines möchte ich aber noch loswerden und dies unabhängig davon, was auf dem Platz passiert ist, denn dies möchte ich gar nicht erst kommentieren. Aber was die Zuschauer außerhalb des Platzes so von sich gegeben haben, hat weder auf dem Sportplatz noch in einer gesitteten Gesellschaft etwas zu suchen. Das warf auf den TSV ein ganz schlechtes Bild. Ich bin froh, dass unsere Fans und Unterstützer wissen, wie man sich vernünftig artikuliert.“ Sogleich stehen die tabellenführenden Karlsdörfer vor dem nächsten Spitzenspiel, gegen mit 2 Punkten weniger auf Rang 4 lauernde Förster. Weschenfelders Aufzählung der Fakten verspricht eine gutklassige Begegnung: „Am Nachholspieltag wartet Forst auf uns. Nicht nur aufgrund der Personalsorgen wird dies ein ganz knackiges Spiel. Hier treffen die zwei formstärksten Mannschaften aufeinander. Uns trennen zwei Punkte voneinander. Und der letzte Punkt: Die Beste Offensive trifft auf die beste Defensive der Liga. Ich denke, dies zeigt, wie offen auch dieses Spiel sein wird. Hoffen wir mal, dass beide Mannschaften fair miteinander umgehen und wir eine sportliche Entscheidung zwischen zwei guten Zweiten Mannschaften sehen werden.“

Nach dem 11. Spieltag 4 Zähler zurück, hat der FC Forst II durch drei Siege mit 7:0 Toren den Rückstand auf die Spitze auf wieder zwei Punkte verkürzt. FCF-Coach Brian Gerber zum zuletzt 1:0-Sieg bei Rheinhausen II: „Knapper, aber verdienter Sieg! Wir haben am Sonntag mal wieder kaum Chancen zugelassen und haben jeden Zweikampf angenommen. Somit steht ein weiteres Spiel ohne Gegentor auf dem Konto. Es hätte dennoch deutlicher ausgesehen können. Aber wer seine Überzahlsituationen nicht konsequent ausspielt, der darf sich auch nicht beschweren, wenn am Schluss nur knappe Ergebnisse herauskommen. Im Großen und Ganzen bin ich trotzdem zufrieden mit der Mannschaft, da sie gewillt war, nach vorne zu spielen und dies des Öfteren auch sehr gut aussah.“ Zum Knaller geht es nun für die viertplatzierten Förster zu Tabellenführer Karlsdorf II. Gerber und sein Team wollen diversen Ausfällen trotzen und ziehen auch aus anderer Hinsicht Motivation für diese Begegnung: „Am kommenden Sonntag steigen gleich zwei Topspiele. Der Zweite spielt gegen den Dritten und wir im Duell Erster gegen Vierten. Nur zwei Punkte trennen uns von Karlsdorf. Einige sind leider durch Verletzungen oder Krankheiten raus oder schon im Urlaub. Die Favoritenrolle nimmt ganz klar der FC Karlsdorf ein, dies hatte dieser ja auch in der Vorschau für den Ersttermin erwähnt. Da wurde unsere Spielweise kritisiert, da diese anscheinend nicht schön aussehe oder wir vielleicht zu wenig Tore schießen. Ich glaube, diese Bewertung rührt auch nur daher, wie man die Tabelle liest. Ich bin ziemlich heiß auf dieses Duell und die Mannschaft zu einhundert Prozent auch, vor allem nach dieser Bewertung. Die Karlsdörfer sind weiterhin ungeschlagen, es gibt, so glaube ich, keinen besseren Gegner als uns zum Jahresabschluss.“

Prognose: In der vorstehenden Prognose zum anderen Spitzenspiel sind wir bereits darauf eingegangen, hier möchten wir die Statistik der direkten Duelle zwischen den Top 4 fortführen: Karlsdorf II weist von den Vier mit einem Sieg und zwei Remis die beste Bilanz auf. Forst die „schwächste“ mit noch ohne Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage. Diese beiden Duelle des FCF fanden aber bereits an zwei der ersten drei Spieltage statt und sind damit wenig aussagefähig. Überhaupt ging es eben zwischen den Spitzenteams immer mega eng zu. Dies dürfte nun auch in Karlsdorf nicht anders sein. Und dennoch möchte sich FuPa nicht scheuen, wenigstens hier auf ein Ergebnis zu tippen: 1:0 für Karlsdorf.

Aufrufe: 01.12.2023, 12:00 Uhr
Eric WagnerAutor