2024-04-16T09:15:35.043Z

Allgemeines
Beim HSV gab es für die Fortuna-Futsaler nichts zu holen.
Beim HSV gab es für die Fortuna-Futsaler nichts zu holen. – Foto: Christian Herbst

Fortunas Futsaler wachen zu spät auf

Fortuna liegt beim Hamburger SV zur Pause schon mit 0:4 zurück, ehe sie zur Aufholjagd bläst. Doch die kommt zu spät.

Wenn sich die Fortuna in der Futsal-Bundesliga derzeit auf etwas verlassen kann, dann ist das die hinter ihr liegende Konkurrenz. Sowohl das weiterhin punktlose Tabellenschlusslicht FC St. Pauli als auchder auf dem Relegationsrang neun liegende Stuttgarter FC setzten am Wochenende ihre Pleitenserie fort. Da schmerzte der Fortuna die eigene Niederlage nicht ganz so sehr. Dem neuen Tabellenzweiten Hamburger SV musste sich die Mannschaft von Shahin Rassi Sonntagnachmittag mit 3:7 beugen, bleibt aber dennoch dank eines Fünf-Punkte-Polsters auf Stuttgart als Achter auf Play-off-Kurs.

Zufrieden geben möchte sich Shahin Rassi damit alleine auf Dauer nicht. Aber Fortunas Trainer weiß um die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse in dieser Liga und schob die Partie beim HSV im Vorfeld daher gleich schon einmal in die Schublade „Bonusspiel“. Vielleicht war es am Ende aber auch ein bisschen zu viel Understatement, das die Rot-Weißen betrieben. Jedenfalls machte es die Fortuna dem HSV zu Beginn zu einfach. „Wir waren wieder viel zu naiv“, meinte Rasssi und zielte damit insbesondere auf die Entstehung der ersten Gegentore ab. Die deutschen Nationalspieler in Hamburger Reihen, Peter Grünberg, Onur Saglam und Spielertrainer Michael Meyer, nahmen die Geschenke dankend an.

Fortuna früh in Rückstand

So sah sich die Fortuna nach den Treffern von Grünberg (2.) und Saglam (7.) relativ früh mit 0:2 im Hintertreffen. Martin Vu im Fortuna-Tor durfte sich im ersten Abschnitt nicht über zu wenig Beschäftigung beklagen. Wie erwartet hatte der 19-Jährige nach seiner bärenstarken Vorstellung gegen den FC Liria zwischen den Pfosten erneut den Vorzug vor Nationaltorhüter Christian de Groodt erhalten. Doch im Gegensatz zur Vorwoche, als es der Fortuna nicht zuletzt dank etlicher Paraden von Vu gelang, das Geschehen lange offen zu halten, schien die Partie in der Sporthalle Wandsbek diesmal beim Stand von 0:4 aus Sicht der Gäste schon zur Pause vorentschieden.

Es konnte also nur besser werden aus Sicht der Flingeraner. Und tatsächlich zeigte die Rassi-Fünf im zweiten Abschnitt ein ganz anderes Gesicht. „Warum wir nicht von Beginn an mit dieser Körpersprache aufgetreten sind, ist mir ein Rätsel“, haderte Fortunas Coach. Die Dominanz, mit der sein Team nun zu Werke ging, drückte sich nicht nur in den Anschlusstreffern von Maziyar Behdani (26.) und Ramiz Chovdarov (28.) aus. Der HSV hatte früh die Grenze von fünf Teamfouls überschritten, so dass jedes weitere Vergehen einen Freistoß für die Fortuna zur Folge hatte. Und wer weiß, ob die Partie nicht noch einmal einen ganz anderen Verlauf genommen hätte, wenn Chovdarov oder Zugang Wesly Hesz einen von zwei unmittelbar aufeinander folgenden Freistößen zum 3:4 genutzt hätten. „Diese Situationen waren für mich der Knackpunkt“, meinte Rassi in der Nachbetrachtung. So war es ausgerechnet der frühere Düsseldorfer Eike Thiemann, der seinen ehemaligen Teamkollegen mit dem Tor zum 2:5 den Stecker zog. Nach gelb-rot für Chovdarov musste die Fortuna in Unterzahl auch noch das 2:6 hinnehmen (40.). Der zum Schluss als fliegender Torhüter eingesetzte Martin Vu trug sich danach zwar auch noch einmal in die Torschützenliste ein. Doch das letzte Wort hatte dann wieder der HSV.

Aufrufe: 015.1.2024, 19:00 Uhr
RP / Marcus GiesenfeldAutor