2024-05-22T11:15:19.621Z

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Fortuna Düsseldorf will in den Play-offs überraschen.
Fortuna Düsseldorf will in den Play-offs überraschen. – Foto: Christian Herbst

Fortuna Düsseldorfs Futsaler sind in den Play-offs krasser Außenseiter

Futsal-Bundesliga: Im Play-Off-Spiel geht Fortuna Düsseldorf nur mit Außenseiterchancen ins Rennen.

Am Freitagabend um 18.45 Uhr begann die „Play-off-Reise“ von Fortuna Düsseldorfs Futsalern. Mit dem Zug machte sich der Bundesligist auf den Weg nach Weilimdorf, wo Samstagabend beim gastgebenden TSV das erste von maximal drei Viertelfinalspielen um die Deutsche Futsalmeisterschaft angepfiffen wird. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

Der Modus

Erstmals wird im Viertelfinale, Halbfinale und im Endspiel im Modus „Best-of-Three“ gespielt. Heißt: Wer zuerst zwei Spiele gewinnt, zieht in die nächste Runde ein. Das Torverhältnis spielt keine Rolle. Die Fortuna könnte heute Abend hoch verlieren. Wenn sie eine Woche später in eigener Halle den zweiten Vergleich mit 1:0 gewinnt, erzwingt sie ein drittes Spiel. Dieses würde dann wieder in Weilimdorf stattfinden. Der Bonus für die in der regulären Saison bestplatzierte Mannschaft. Unentschieden gibt es in den Play-offs nicht mehr. Steht eine Partie nach regulärer Spielzeit remis, gibt es zunächst eine Verlängerung. Fällt auch dort keine Entscheidung, folgt ein Sechs-Meter-Schießen.

Der Gegner

Der TSV Weilimdorf ist hierzulande aktuell das Nonplusultra im Futsal. Die mit Ausnahmekönnern gespickten Schwaben schlossen die Vorrunde mit sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger HOT 05 auf Rang eins ab. 105 geschossene Tore in 18 Spielen sind der Ausdruck für die offensive Wucht. Die Rollen scheinen demnach klar verteilt. „Wir sind der krasse Außenseiter“, sagt Fortunas Trainer Shahin Rassi. Ob das der Gegner auch so sieht? In der Vorrunde trennten sich beide Teams im Hinspiel 2.2. Das Rückspiel ging knapp mit 4:3 an den TSV. Und auch das Play-off-Viertelfinale der vergangenen Saison, in dem sich beide Klubs ebenfalls gegenüber standen, war keinesfalls ein Selbstläufer für den am Ende siegreichen TSV Weilimdorf.

Das Personal

Ausgerechnet Fortunas Kapitän wird das erste Viertelfinale verpassen. Fedor Brack muss aus beruflichen Gründen aussetzen. „Er hat einen neuen Job angenommen und bekommt leider kein frei“, sagt Rassi. Auch Maziyar Behdani (beruflich verhindert) und Emir Bunar (verletzt) fehlen im Aufgebot. Dafür ist Ante Danicic rechtzeitig zu den Play-offs wieder aus Kroatien nach Düsseldorf zurückgekehrt. „Er hat schon das Abschlusstraining mit uns absolvieren können“, freute sich Rassi. Der 37-jährige Danicic ist sowohl defensiv als auch offensiv ein elementarer Bestandteil in den Planungen des niederländischen Coaches.

Die Chancen

Auf dem Papier hat die Fortuna keine Chance. Aber gerade die letzten drei Aufeinandertreffen zwischen beiden Klubs haben aufgezeigt: Wenn jemand Weilimdorf ärgern kann, dann sind es wohl die Flingeraner. Ihnen spielt auch der neue Modus in die Karten. „Er ist sicher ein Vorteil für die Underdogs“, glaubt Shahin Rassi.

Aufrufe: 023.3.2024, 08:30 Uhr
RP / Marcus GiesenfeldAutor