2024-04-20T08:00:28.265Z

Ligabericht
– Foto: volksfreund.de

Ein Quartett kämpft gegen das Abrutschen

Die Fußball-Bezirksligisten im Wintercheck, Teil 2: So ist die Lage im Ruwertal, in Schillingen, Zewen und  Lüxem.

SG Ruwertal (12. Tabellenplatz/19 Punkte aus 16 Spielen/22:29 Tore)

Ausgangslage: Nach nur zwei Zählern aus den ersten drei Partien gab es im Ruwertal bereits den ersten Trainerwechsel der Saison. Der vom Trier-Saarburger A-Ligisten FSV Tarforst II gekommene Daniel Will musste schon wieder gehen. Mit Benjamin Leis wurde sein Vorgänger auch sein Nachfolger. Im Anschluss daran holte der 34-Jährige mit der SG noch 17 Zähler. „Mit der Punkteausbeute bin ich nicht zufrieden. Gegen Ende der Hinrunde habe ich aber eine deutliche Leistungssteigerung ausgemacht“, sagt Leis. Ziel für das Frühjahr sei, den „Klassenerhalt zu fixieren und bei guter Entwicklung und Ausschöpfung aller Potenziale einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Mit einem starken Kader und einer positiven Mentalität sollte das möglich sein“.

Personal: Von einer langwierigen Schambeinentzündung genesen ist Jannis Hoffmann. Mit ähnlichen Problemen kämpfen Benedikt Bernarding (im Aufbautraining) und Fabian Regel, der bis zum Saisonende ausfällt. Das trifft auch auf Ruben Herres zu, der nach einem Arbeitsunfall an einer komplizierten Armverletzung laboriert. Leis steht definitiv auch in der neuen Saison an der Seitenlinie der Ruwertaler. „Doch wir müssen uns nach einem neuen Co-Trainer umsehen, denn Detlef Wackerhage wird am Saisonende aufhören. Die Gespräche laufen“, berichtet Leis.

Tests: Seit Mitte Januar läuft die Vorbereitung. Das erste Testspiel wurde beim A-Ligisten VfL Trier mit 2:3 verloren. Weitere Vorbereitungspartien gibt es beim SV Trier-Irsch (Sonntag, 15 Uhr), beim FC Hochwald Zerf, bei der FSG Ehrang/Pfalzel und gegen die DJK Pluwig-Gusterath. Das erste Punktspiel steigt am Samstag, den 25. Februar, 18 Uhr, beim Tabellendritten SV Schleid.

TuS Schillingen (11. Platz, 21 Punkte aus 17 Spielen/31:46 Tore)

Ausgangslage: Hopp oder Top heißt es bei den Hochwäldern: Sieben Erfolgen stehen zehn Niederlagen gegenüber. Unentschieden wurde bislang noch nicht gespielt. Nach einem guten Saisonstart ging dem Team zuletzt die Luft aus. Bemerkenswerten Ergebnissen (7:2 gegen Geisfeld, 3:0 in Konz) standen deutliche Niederlagen in Wittlich (0:8), gegen Geichlingen (1:6) oder gegen Schleid (1:5) gegenüber. „Wir haben in den direkten Duellen gegen die Kellerkinder zu wenig Punkte generiert, doch insgesamt ist das okay“, bilanziert Trainer Sascha Freytag. Oberste Priorität für den 40-Jährigen genießt ein „bestmöglicher Start nach der Winterpause, um nicht wieder in den Abstiegssog zu kommen und die Bilanz in den direkten Duellen zu verbessern“.

Personal: Freytag, der nach dann drei Jahren im Sommer geht (TV berichtete), plagen Personalsorgen. Denn neben den weiterhin verletzten oder nicht verfügbaren Maximilian Heib (Achillessehnenverletzung) und Jonas Meier fallen auch Marco Schuh (Operation am Ohr), Jan Bernheine (Prüfungsphase im Referendariat) und Christian Weber (Schambeinentzündung) längerfristig aus. Lukas Thome (berufliches Engagement in Hamburg) und Jan Zender (Aufbautraining) stehen dagegen wieder bereit. „Der Vorstand befindet sich in Gesprächen mit Kandidaten über eine Nachfolge. Nach einem Jahr Pause kann ich mir ein späteres Comeback vorstellen“, berichtet Freytag. Bereits jetzt steht fest, dass Angreifer Mark Münker den TuS im Sommer Richtung Saarland verlässt und dann beim Verbandsligisten SG Wadrill/Sitzerath spielt.

Tests: Seit dem 24. Januar befindet sich der TuS im Vorbereitungsmodus. Getestet wird auf den Kunstrasenplätzen des SV Bardenbach (heute, Mittwoch, 19 Uhr), der SG Scheuern-Steinbach, des SV Britten-Hausbach (alle Saarland) sowie beim SV Trier-Irsch. Die erste Partie 2023 steigt am Samstag, 25. Februar, 19.30 Uhr, bei der SG Daleiden.

SG Zewen/Igel-Liersberg/Langsur (10. Platz/23 Punkte aus 18 Partien/26:39 Tore)

Ausgangslage: „Als Aufsteiger haben wir uns den nötigen Respekt der Konkurrenz erarbeitet, auch punktemäßig sind wir im Soll. Das 0:0 gegen Primus Rot-Weiß Wittlich war ein Highlight, doch die Niederlagen gegen die drei Mannschaften vom Tabellenende ärgern mich“, resümiert Patrick Zöllner. Ziel des 47-jährigen Übungsleiters ist, so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen. Für uns geht es insbesondere auch darum, die Leistungen aus den ersten 18 Spielen zu bestätigen und, wenn möglich, noch einmal genau so viele Punkte einzufahren.“

Personal: Während Josef Schumacher beruflich nach Herzogenaurach verzogen ist, kam der Bezirksliga-erfahrene Moritz Neufang von der Mosella Schweich neu ins Team. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist „eine absolute Bereicherung für uns. Moritz ist schnell, laufstark und hat einen guten linken Fuß. Er wollte unbedingt in der Bezirksliga weiterspielen“, so Zöllner. Während Ismail Bierig, Alexander Dauns, Carsten Hein, Daniel Maes (alle verletzt), Jonathan Oberbeck (Studium), Darius Deutschen (berufliche Gründe) sowie Denis Hansen (zweite Mannschaft) nicht zur Verfügung stehen, sind Marcel Krames (nach Verletzung) und Pascal Lochen (aus der zweiten Mannschaft) wieder bereit. Weil sich die Jugendarbeit deutlich verbessert hat, es auch mit der zweiten Mannschaft bergauf geht, sieht Zöllner gute Perspektiven und er hat signalisiert, auch „über den Sommer hinaus den Weg des Teams zu begleiten. In der gesamten SG hat sich einiges entwickelt“.

Tests: Das Team ist schon seit dem 13. Januar in der Vorbereitung. Gegen den Eifeler A-Ligisten SG Mötsch wurde 11:0 gewonnen. Weitere Tests stehen beim SV Tawern (Samstag, 18 Uhr), gegen den SV Trier-Irsch und gegen den FSV Tarforst auf dem Programm, bevor es zum Auftaktspiel am 25. Februar, 17 Uhr, bei der SG Kyllburg wieder um Punkte geht.

SV Lüxem (9. Platz/23 Punkte aus 17 Spielen/42:41 Tore)

Ausgangslage: Nach durchwachsenem Beginn und einigen knappen Niederlagen hat sich das Team aus dem Lüxemer Grünewald stabilisiert. Torgarant Nils Thörner erzielte 20 der 42 und damit knapp die Hälfte aller Lüxemer Treffer. „Es war eine Berg- und Talfahrt mit positiver Tendenz, da wir nicht mehr so im Abstiegskampf stecken und einen Puffer zu den fünf unteren Teams haben. Es war deutlich mehr drin, wir haben viele Punkte unglücklich und aus mangelnder Erfahrung verschenkt“, berichtet Trainer Oliver Hongla. Für das Frühjahr gilt das Ziel, „nichts mit dem Abstiegskampf mehr zu tun zu haben und eine Weiterentwicklung auf fußballerischem Niveau zu sehen“.

Personal: Neu im Team sind der vom Stadtrivalen SV Wittlich gekommene Jan Smyczek (früher unter Hongla beim TuS 05 Daun), der vom FC Bitburg gewechselte Narottam Morbach sowie Luca Henrichs vom JFV Wittlicher Tal. Nach Verletzungen beziehungsweise berufsbedingten Ausfällen stehen Janek Laas, Leon Backes, Jeremy Nazarov, Benedikt Schlösser sowie Torwart Josef Mertes wieder zur Verfügung. Hongla selbst ist „offen für eine weiterführende Zusammenarbeit, denn sowohl vom Verein als auch von meiner Seite passt es. Wir werden jetzt zeitnah Gespräche führen“.

Tests: Der SV Lüxem startet am heutigen Mittwoch in die Vorbereitung, hat Testspiele beim Mitte-Bezirksligisten TuS Rheinböllen (Sonntag, 14.30 Uhr), gegen die SG Schneifel Stadtkyll, den SV Sirzenich, die SG Burgen/Veldenz sowie den SSV Jan Wellem 05, einen A-Ligisten aus Bergisch Gladbach, vereinbart, bevor es am 5. März um 15 Uhr mit dem Gastspiel bei der SG Wallenborn ernst wird.

Aufrufe: 031.1.2023, 18:50 Uhr
Lutz SchinköthAutor