2026-03-13T07:45:35.464Z

Der Spieltag

Dübendorf muss bei Zürich City unten durch - Seefeld schliesst auf

2. Liga interregional, Gruppen 3/5: 15. Runde

von Sandra Trupo · Heute, 15:25 Uhr · 0 Leser
Zürich City fertigte Dübendorf klar mit 4:1 ab.
Zürich City fertigte Dübendorf klar mit 4:1 ab. – Foto: Kesselmark ¦ frozeninmo

In der Interregio-Gruppe 3 verliert der FC Dübendorf gegen Zürich City sowohl das Spiel als auch Verteidiger Ennajary - aber nicht sein Gesicht. Leader Thalwil gewinnt diskussionslos, während Bülach dank eines 3:2-Siegs über den Strich klettern kann. Lachen/Altendorf kassiert derweil zwei Platzverweise. In der Gruppe 5 profitiert Seefeld von Patzern der Konkurrenz und kann mit einem 4:1-Sieg in Arbon punktemässig zur Tabellenspitze aufschliessen. Seuzach trotzt Absteiger Linth 04 beim 2:2 einen Punkt ab - und betrauert im Spielbericht wortgewandt die mangelnde Präzision.

Gruppe 3

Deutliche Niederlage für Dübendorf im ersten Ernstkampf
Im Kantonsderby setzte sich Zürich City klar mit 4:1 gegen Dübendorf durch.

Die Gastgeber bestimmten die Partie von Beginn an und erspielten sich früh Vorteile. Bis zur Pause sorgten die drei Treffer von Etoundi (16.), Nseke (25.) und Sow (45.) für eine deutliche Führung, womit die Begegnung bereits vorentschieden war. Die Dübendorfer, für die es der erste Ernstkampf des Jahres war, fanden nur selten Entlastung und hatten insbesondere in der Anfangsphase Mühe, ins Spiel zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel verschärfte sich die Situation für die Gäste zusätzlich: Torhüter Sasha Blaser wurde nach einem unglücklichen Handspiel ausserhalb des Strafraums des Feldes verwiesen. In Überzahl erhöhte Zürich City wenig später auf 4:0.

Anzurechnen ist dem FCD, dass er trotz aussichtsloser Lage - zu der auch noch die Kopfverletzung und anschliessende Spitalbehandlung von Verteidiger Badreddine Ennajary hinzukam - bis zum Schluss dagegenhielt. Und so kamen die Glattaler in der 70. Minute durch einen verwandelten Foulpenalty von Eldin Omerovic immerhin noch zum Ehrentreffer. «Das war sehr schwierig heute», befand der scheidende FCD-Trainer Shaip Krasniqi nach dem Spiel gegenüber «zo-online.ch» kurz und knapp.

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Bülach hievt sich dank Sieg gegen Red Star über den Strich
Auch für Bülach und Red Star war es das erste Meisterschaftsspiel des Jahres - mit dem besseren Ende für die Zürcher Unterländer, die sich gegen den Kantonsrivalen 3:2 durchsetzen und dank der drei Punkte über den Strich klettern konnten.

Tim Bossart hatte mit seinem 1:0 in der 3. Minute schon früh die Weichen gestellt. Agon Morina konnte in der zweiten Halbzeit nachdoppeln - er traf einmal per Penalty, einmal aus dem Spiel heraus (62./67.). Die Rotsterne versuchten zwar noch zu reagieren, doch die Tore von Gérard Sigg (73.) und Milos Grujicic (89.) reichten nicht.

Leader Thalwil setzt sich deutlich gegen Kirchberg durch
Nach dem 0:0 im Spitzenduell gegen Zürich City von letztem Wochenende kehrt der FC Thalwil gegen Kirchberg auf die Siegerstrasse zurück und fertigt die Berner gleich mit 3:0 ab. Damit gelingt dem Team von Gianni Lavigna zugleich die Revanche für die 2:4-Niederlage im Hinspiel (die bisher einzige der Saison).

Der Seeklub übernahm von Beginn an die Spielkontrolle und kam früh zu ersten Abschlüssen. Das vermeintliche 1:0 durch Denis Haliti in der 4. Minute wurde jedoch vom Schiedsrichter wegen Abseits aberkannt. In der 15. Minute dann die verdiente Führung: Nach einem Eckball traf Erlind Gjukaj per Kopf zum 1:0. In der Folge blieb Thalwil spielbestimmend, liess jedoch weitere Möglichkeiten ungenutzt. Ein Treffer von Adriano Sodano wurde wegen eines Offensivfouls annulliert.

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Nach der Pause versuchte Kirchberg phasenweise offensiver aufzutreten, ohne dabei entscheidend gefährlich zu werden. Thalwil blieb insgesamt die aktivere Mannschaft und erhöhte in der Schlussphase: Adriano Sodano traf ebenfalls nach einem Eckball per Kopf zum 2:0 (70.), ehe Denis Haliti wenig später nach einer sehenswerten Kombination mit dem 3:0 für die Entscheidung sorgte (76.).

Defensiv liess Thalwil über weite Strecken wenig zu und brachte den Vorsprung ohne grössere Probleme über die Zeit.

Drei Platzverweise bei Lachen/Altendorf gegen Ajoie-Monterri
In der intensiven Partie zwischen Lachen/Altendorf und Ajoie-Monterri gab es mehr (Gelb-)Rote Karten als Tore und definitiv mehr Strafpunkte als Punkte. Die beiden Teams trennten sich 1:1 unentschieden.

Die Partie begann ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste aus dem Jura gingen nach rund 20 Minuten durch Vincent Voisard etwas überraschend in Führung. Sein Distanzschuss war unglücklich abgefälscht worden. Lachen reagierte jedoch rasch: Nach einem Eckball von Nino Egli erzielte Levi Egli per Kopf den Ausgleich (27.).

Kurz vor der Pause sah Torschütze Voisard die Gelb-Rote Karte, wodurch die Gastgeber die zweite Halbzeit in Überzahl beginnen konnten - ein Entscheid, der gemäss Matchbericht des FCLA sowohl bei den Gästen als auch bei den Lachnern für Verwunderung sorgte. Die Märchler übernahm danach mehr Spielkontrolle, ohne sich zunächst klare Torchancen zu erarbeiten.

Im weiteren Verlauf wurde die Partie zunehmend von Unterbrüchen geprägt. Nach einer Roten Karte gegen Besart Islamaj (63.) spielten beide Teams zu zehnt. In der 80. Minute bot sich Ajoie-Monterri die grosse Chance zur erneuten Führung, doch Torhüter Janis Truniger parierte einen Penalty von Danny Rethy Chi und hielt sein Team im Spiel.

In der Schlussphase (84.) kassierte auch noch Lachens Torschütze Levin Egli die zweite Verwarnung, sodass die Gastgeber die Partie in Unterzahl beendeten.

Gehrig rettet Uster einen Punkt in Binningen
Der FC Uster und der SC Binningen trennten sich torlos 0:0, womit die Zürcher Oberländer auch im zweiten Meisterschaftsspiel des Jahres ohne Sieg bleiben.

Uster übernahm von Beginn an die Spielkontrolle und verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz. Die Gäste drängten den Baselbieter Gegner phasenweise in die eigene Hälfte, fanden jedoch nur selten Lösungen im letzten Drittel. Torchancen blieben insgesamt Mangelware. Die besten Möglichkeiten boten sich Caner Türkmen sowie Diego Kappler, der nach einer Flanke den gegnerischen Torhüter nicht überwinden konnte.

Nach der Pause erhöhte Uster den Druck weiter. Doch trotz optischer Überlegenheit fehlte es weiterhin an Durchschlagskraft im Angriff, sodass klare Abschlüsse selten blieben. In der Schlussphase hätte die Partie beinahe noch eine Wendung genommen: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kam Binningens Nico Hug frei vor Torhüter Adrian Gehrig aus kurzer Distanz zum Abschluss. Gehrig gelang es jedoch, den Ball unter sich einzuklemmen, womit er seinem Team den einen Punkt sicherte.

Gruppe 5

Seefeld siegt und schliesst zur Spitze auf
Beim abstiegsgefährdeten FC Arbon liess der FC Seefeld nichts anbrennen und siegte standesgemäss mit 4:1.

Ein Doppelpack von Minel Saipi in der 14. und 32. Minute brachte die Stadtzürcher in Front. Lange Zeit blieb es beim 2:0, ehe Arbons Joel Haltinner zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verkürzen konnte. Seefeld hatte aber eine Antwort parat und stellte den 2-Tore-Vorsprung in der 88. Minute durch Xeno Fresneda wieder her. In der 5. Minute der Nachspielzeit setzte schliesslich Elias Luminati dem Resultat noch die Sahnehaube auf.

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Gefreut haben dürften sich die Stadtzürcher auch über die überraschende 0:2-Niederlage von Leader Weesen in Chur und das Remis des zweitplatzierten Gossau in Uzwil. Noch immer liegt der FCS auf Rang 3, neu jedoch punktgleich mit Gossau und Balzers und nur einen Punkt hinter Weesen.

«Wenn der Ball nicht rein will, wird er halt später überredet…»
Einen spannenden Schlagabtausch lieferten sich Aufsteiger Seuzach und Absteiger Linth 04 auf dem Rolli. Das 2:2-Schlussresultat liess das Heimteam mit leiser Enttäuschung zurück: «Mit etwas mehr Wettkampfglück, einer halben Schuhgrösse mehr Präzision oder einem gnädigeren Fussballgott wären hier auch drei Punkte drin gelegen», schreibt der Verein in seinem Instagram-Post zum Spiel.

Überhaupt liest sich dieser so poetisch-amüsant, dass wir am besten einfach daraus zitieren: «'Wenn der Ball nicht rein will, wird er halt später überredet…' Der FC Seuzach und Linth 04 lieferten sich auf heimischem Rasen ein Spiel, das irgendwo zwischen Schachpartie und Nervenzusammenbruch angesiedelt war. Erste Halbzeit? Viel Ballbesitz, viel Wille, aber der Ball hatte offenbar andere Wochenendpläne und weigerte sich konsequent, das Netz zu besuchen. 0:0 zur Pause, die Zuschauer schon leicht am googeln, ob es noch Bratwurst gibt.

Nach dem Seitenwechsel dann endlich Bewegung im Karton: Linth fand den ominösen Dosenöffner und ging nicht ganz verdient in Führung. Doch wie so oft im Fussball gilt: Wer sie nicht macht, kassiert. Seuzi nutzte einen kurzen Powernap der Linthemer und glich postwendend aus, vermutlich während einige noch überlegten, ob sie jetzt jubeln oder reklamieren sollen.

Das Spiel nahm Fahrt auf, plötzlich war Feuer drin! Seuzach dann mit der Führung, diesmal mit mehr Überzeugung als beim Parkplatzsuchen an einem Samstagmorgen im Rosenberg. Gut von 11m auch nicht ganz so schwer. Doch Linth hatte etwas dagegen und stellte wieder auf Gleichstand. 2:2.

Und dann… die Schlussphase. Hektik, Emotionen, Chancen auf beiden Seiten, Herzfrequenzen im roten Bereich, aber kein weiterer Treffer. Aus. Die. Maus.»

Dem gibt's fast nichts hinzuzufügen - ausser vielleicht noch die Torschützen: 54. Bahadir Yesilcayir 0:1, 58. Gabriel Auer 1:1., 72. Gabriel Auer (Foulpenalty) 2:1., 74. Abd El Raouf Djezari 2:2.

Schaffhausen mit deutlicher Niederlage
Die zweite Mannschaft des FC Schaffhausen hat ihr Heimspiel gegen Dardania St. Gallen mit 2:4 verloren.

Jonathan Egger (38.) und Arianit Preniqi (45.+1.) hatten die Gäste zum Ende der ersten Halbzeit in Führung geschossen, ehe Schaffhausens David Kralovec nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer gelang (55.). Doch ein Doppelschlag von Diego Cassani (70./83.) zerstörte die Hoffnung der Munotstädter. Leandro Müllers Treffer in der Nachspielzeit war nur noch Resultatkosmetik.

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