2026-04-20T12:45:22.080Z

Allgemeines

Die nächsten Schritte in der Entwicklung der SG Essen-Schönebeck

Die SG Essen-Schönebeck konnte in Sachen Transfers vielleicht nicht aus dem obersten Regal greifen, stellt jedoch schon jetzt eine schlagfertige Mannschaft für die kommende Saison.

von Markus Becker · 10.08.2024, 08:00 Uhr · 0 Leser
Die SG Essen-Schönebeck kann auf eine grundsätzlich erfolgreiche Vorbereitung zurückblicken.
Die SG Essen-Schönebeck kann auf eine grundsätzlich erfolgreiche Vorbereitung zurückblicken. – Foto: Marc Pastoors

Um mit der finanzstarken Konkurrenz in der Landesliga mitzuhalten, hat die SG Essen-Schönebeck den einzig logischen Weg in puncto Transfers eingeschlagen und sich mit einer Reihe talentierter und auch entwicklungsfähiger Spieler verstärkt. Für Trainer Olaf Rehmann geht es mit seiner jungen Truppe auch zunächst nur um den Klassenerhalt, wenngleich er seiner Mannschaft einiges zutraut.

Zugänge sind Talente

Mit Nabil El-Hany (ETB Schwarz-Weiß Essen) und Dennis Wibbe (TSV Bockum) sind die beiden besten Torschützen aus der Vorsaison bei neuen Vereinen untergekommen. Wenn man auf der anderen Seite von 'hochkarätigen' Neuverpflichtungen spricht, erwartet man auf dem Niveau der Landesliga sicherlich auch höherklassige Erfahrung, sprich aus der Oberliga und darüber. Essen-Schönebeck setzte stattdessen auf viele junge Spieler auf der Zugangsseite, mit Jesse Arthur (VfB Speldorf) und Yasar Cakir (Türkiyemspor Essen) zeigten sich zwei Neulinge in der Vorbereitung auch schon in Torlaune, während in der Defensive der junge Antony Brai ein potenzieller neuer Anker in der Innenverteidigung steht.

"Haben wir sicherlich" entgegnete deshalb SG-Coach Olaf Rehmann auf die Frage, ob man nun einen Schritt im Vergleich zur Vorsaison nach vorne gemacht hat: "Ich glaube wir sind von der Qualität, von der Breite, deutlich stärker geworden als letztes Jahr, auch was die Flexibilität im Spiel angeht, sind wir viel besser geworden."

Die ersten Früchte der Arbeit lassen sich auch schon an den Testspielergebnissen ablesen, wenngleich man diese natürlich nicht allzu hoch hängen sollte. Als kleineres Manko kassierte Essen-Schönebeck in direkten Duellen mit den klassentieferen Bezirksligisten noch zu viele Gegentore. Beim 6:3-Sieg gegen den SV Burgaltendorf, dem 5:4-Erfolg gegen den SC Weitmar oder dem 4:3 gegen die DJK Sportfreunde Katernberg verbuchte der Landesligist trotzdem auch einige Treffer auf der richtigen Seite: "Wir haben zu viele Gegentore bekommen, aber wir haben auch viele Tore geschossen, das ist eben die Qualität, die die Mannschaft auszeichnet. Ich als Trainer wäre blöd, wenn ich die offensive Power, die wir haben, nicht nutzen würde. Mit der Konsequenz, dass du auch mal ein Tor mehr kassierst als du es Trainer gerne hättest", verriet Rehmann und warnte dabei auch vor einer potenzielle Gefahr der offensiven Ausrichtung: "Das darf nur keine Dynamik entwickeln, dass wir regelmäßig in Rückstand geraten, dann wird es schwer. Wenn die Tore ausgeglichen fallen, du mal führst, mal ein Spiel zurückliegst und wieder ins Spiel kommen kannst – alles in Ordnung. Wenn du aber drei, vier, fünf Spiele in Folge das Gefühl hast, du liegst immer zurück, dann müssen wir umstellen."

Im ersten Testspiel gegen Rot-Weiss Essen verkaufte sich die SG teuer.
Im ersten Testspiel gegen Rot-Weiss Essen verkaufte sich die SG teuer. – Foto: Marc Pastoors

Pokalspiel als Standortbestimmung

Doch danach sieht es aktuell noch nicht aus. Gegen die Bezirksligisten sah Rehmann auch eine über weite Strecken dominante Vorstellung seiner Schützlinge. Nun geht es im nächsten Entwicklungsschritt schlichtweg darum, noch einmal mehr auf eigenen Ballbesitz zu setzen und den Gegner über den Spielverlauf länger laufen zu lassen. Sicherlich kann das auch phasenweise noch nach hinten losgehen, doch gerade dafür nutzte Rehmann die Testphase, um diese Ansätze auszuprobieren.

Bevor es in der Liga also losgeht, steht mit dem Duell gegen den VfL Jüchen-Garzweiler noch ein hochanspruchsvolles Duell im Niederrheinpokal an. Rehmann wertet dieses zwar als "letztes Vorbereitungsspiel", sieht gleichzeitig aber auch einen enormen Wert im ersten Pflichtspiel: "Das Pokalspiel passt für uns hervorragend, weil wir eine etwas andere Mentalität auf dem Platz haben werden, auch vom Gegner und das bereitet uns gut auf die Saison vor."

Über den Gegner weiß er wiederum abgesehen von der letztjährigen Platzierungen und der Tatsache, dass dort einige erfahrene Spieler zugegen sind, nicht sonderlich viel. Zwar wird Jüchen mit einigen personellen Rückschlagen in die Partie gehen, doch trotzdem ist ein qualitativ hoch angesiedelter Gegner zu erwarten. Umso mehr kann man im Pokalspiel vielleicht auch schon festmachen, wie weit die Entwicklung der SG Essen-Schönebeck vorangeschritten ist.

____

📰 Das sind die aktuellen News aus Essen

____