2024-05-22T11:15:19.621Z

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Immer wieder Simon Nußrainer: Der Lengdorfer (r.) erzielte alle drei Tore für den FCL beim 3:2-Sieg. Hier trifft er gerade zum 2:1. Johannes Lenz, Bastian Fischer, Michael Schrödl, Torwart Noah Mpatsios, Maximilian Mayer und Andreas Kostorz (v. l.) sind nur Statisten.
Immer wieder Simon Nußrainer: Der Lengdorfer (r.) erzielte alle drei Tore für den FCL beim 3:2-Sieg. Hier trifft er gerade zum 2:1. Johannes Lenz, Bastian Fischer, Michael Schrödl, Torwart Noah Mpatsios, Maximilian Mayer und Andreas Kostorz (v. l.) sind nur Statisten. – Foto: Christian Riedel

Der Spitzenreiter und sein Billardtor in letzter Minute – FCM sammelt Big-Points – Viererpacker Breu

Schlusslicht Kirchasch kaum noch zu retten

Die SpVgg Altenerding jubelt in letzter Minute. Dank des Freistoßtreffers von Leart Bilalli bleiben die Erdinger auf dem ersten Platz.

FC Moosburg - SC Kirchasch 1:0

Man muss wohl schon ein Fußball-Enthusiast sein, um noch an das Wunder von Kirchasch zu glauben. Und auch beim Sportclub selbst ist man sich der Lage mittlerweile bewusst. „Spätestens nach dieser Niederlage jetzt müssen wir wohl damit rechnen, dass es nächstes Jahr nicht in der Kreisliga weitergeht“, gab Pressesprecher Stefan Hackl zu und nannte das Problem: „Wir sind vorne einfach viel zu harmlos.“ Nicht einmal im Kellerduell gegen Moosburg gelangen Punkte, obwohl der Gegner noch im ersten Durchgang dezimiert wurde. Nach zwei eher harmloseren Fouls sah Maximilian Denteler noch vor dem Seitentausch die Ampelkarte (39.).

„Hier hat mir das Fingerspitzengefühl gefehlt“, mahnte FC-Sprecher Gerhard Heilmaier an. Doch aus der Bahn warf die Moosburger das nicht, und die Sinicki-Elf schlug noch im ersten Durchgang zu. Nach einer feinen Kombination über Links flankte Matthias Holzinger ins Zentrum, wo Thomas Vogl aus kurzer Distanz einnickte (44.). Nach dem Seitentausch musste Moosburg freilich zittern, Kirchasch wurde bei einem Freistoß gefährlich. Ansonsten verstand es der KSC nicht, mit einem Mann mehr auf dem Feld Akzente zu setzen, auch mit fast 70 Prozent Ballbesitz.

SV Kranzberg - SV Walpertskirchen 0:2

Ein hartes Stück Arbeit war für den SVW nötig, um weiter fleißig Punkte zu sammeln für mindestens Tabellenplatz zwei. Denn vor allem Durchgang eins ging klar an Kranzberg, Florian Kleidorfer verpasste aber die größte Chance nach einer Hereingabe von Basti Walter. Die Gäste dagegen konnten vor dem Tor nicht in Erscheinung treten. Nach dem Seitentausch bekam Walpertskirchen mehr Zugriff auf die Partie und trat engagierter auf. Bei Kranzberg war dagegen der Mumm etwas weg, lediglich Thomas Kopp war einmal per Kopf gefährlich dran. Die Gäste spielten es nun eiskalt und sorgten binnen zehn Minuten für die Entscheidung. Adrian Alexy flankte nach einer Balleroberung im Mittelfeld passgenau auf den langen Pfosten, wo Christian Käser einnickte (50.). Und bald war die Messe gelesen, nach einer Freistoßflanke wollte Luca Fellermeier gegen die Laufrichtung köpfen, traf aber den Rücken eines Verteidigers, von wo der Ball dann ins Tor prallte (60.). „Den Sieg heute haben wir uns hart erarbeitet und erkämpft“, lobte Trainer Josef Heilmaier seine Mannen, die damit in großen Schritten Richtung Bezirksliga-Relegation marschieren.

SpVgg Altenerding - SVA Palzing 2:1

Dem Aufstieg in die Bezirksliga immer näher kommen die Altenerdinger Kicker, die sich auch nicht von den formstarken Palzingern aufhalten ließen. Insbesondere im ersten Durchgang investierte der SVA viel, erarbeitete sich viele Chance und kam zur frühen Führung. Nach einem langen Ball wollte Tobias Wirth zurück zunächst zum Torwart köpfen, Julian Schaumaier spurtete aber dazwischen und schloss ab (1.). Das 1:1 fiel nach einer guten halben Stunde. Nach gutem Umschaltspiel drosch Fabian Radlmaier das Spielgerät aus 20 Metern in die Maschen (35.).

Nach dem Wechsel konnte Palzing die Bälle nicht mehr vernünftig behaupten, verteidigte es aber weiter richtig gut, und alles rechnete mit einem Remis. Einzig Leart Bilalli und Wiam Tukrari hatten das 2:1 auf dem Schlappen. Das fiel dann doch noch, aber quasi in allerletzter Minute. Bilalli zirkelte einen Freistoß mithilfe beider Innenpfosten zum 2:1 ins Tor (89.).

FCA Unterbruck - FC Finsing 1:4

„Am Ende haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen“, fasste es Finsings Trainer Thomas Bonnet zusammen. Im ersten Durchgang konnten die Hausherren jedoch noch mithalten. Zwar gelang Philipp Toll, nachdem sich zwei FCA-Verteidiger nicht einig gewesen waren, nach einem Steckpass die Führung (11.). Doch Unterbruck antwortete. Nach einem eigentlich missglückten Zuspiel von Andreas Pallauf war Pascal Preller zur Stelle und schloss flach ab (29.). Nach dem Seitenwechsel war der Zahn dann aber schnell gezogen und Finsing klar besser. Bei Unterbruck, das stark ersatzgeschwächt angetreten war, schwanden auch die Kräfte. Zunächst traf Florian Hölzl nach einer Hereingabe von Links zum 2:1 (59.). Und auch das 3:1, dieses Mal vollendete Josef Weber, fiel nach einer Flanke von links (66.). Kurios fiel das 4:1. Weber hatte von der Mittellinie und mithilfe des Pfostens getroffen (76.).

FC Eitting - FC Lengdorf 2:3

Der wohl größte Befreiungsschlag des Wochenendes gelang den Lengdorfer Kickern, die erstmals seit langem wieder über dem Relegationsstrich stehen. „Das war heute hochverdient“, jubelte Fußball-Vize Dietmar Fischer. Vor allem in der ersten halben Stunde waren die Gäste klar besser, Maximilian Mayer und Bernhard Heilmaier ließen jedoch beste Chancen liegen. Dass es am Ende dann doch zum Sieg reichte, war vor allem einem zu verdanken: Simon Nußrainer, der alle drei Lengdorfer Treffer erzielte. Zum 1:0 hatte zunächst Martin Lechner nach einem Ballgewinn im Mittelfeld wunderbar serviert (43.).

Doch Eitting antwortete. Nachdem FC-Keeper Johannes Preis zu weit rausgelaufen war, konnte Florian Huber über den Tormann lupfen (51.). Die Gäste ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und lagen bald wieder vorne. Nachdem Martin Lechner und Franco Soave einen Freistoßtrick ausgepackt hatten, stand Nußrainer völlig frei und zog ab (72.). Und nur Minuten später das 3:1: Nußrainer schaltete im Gewühl vor dem Strafraum am schnellsten und zog ab (76.). Doch es wurde noch einmal spannend, weil Maximilian Gröppmaier drei Minuten vor dem Ende nach einem Abpraller abstaubte (87.). Doch Lengdorf warf alles rein und rettete den wichtigen Sieg über die Zeit.

FC Moosinning II - SC Moosen 2:4

Grund zum Feiern gab’s gestern auch beim SC Moosen, der eine tolle Aufholjagd hinlegte. 2:0 führten die Hausherren schon nach 25 Minuten. Es war ein Doppelschlag, Stefan Erl hatte nach einem Steckpass abgeschlossen, und vor dem zweiten Treffer, den Manuel Gröber erzielte, hatten die Hausherren einen Freistoß abgefangen. Doch dann kam die Halbzeitpause – und eine saftige Ansprache in der Moosener Kabine. „Wir haben die Charakterfrage gestellt“, berichtete Dominik Slawny, „so konnten wir uns nicht präsentieren“.

Und das fruchtete, denn Moosen war nun kaum wiederzuerkennen. Mann der zweiten Halbzeit: Thomas Breu, der alle vier Treffer beisteuerte. Der Dosenöffner war zunächst ein satter Freistoß (70.), vor dem 2:2 hatte FC-Keeper Quirin Fendt im Strafraum Maximilian Bauer gefoult, es gab Elfmeter (75.), den der Ex-Buchbacher verwandelte. Das 3:2 (83.) und 4:2 (89.) waren dann klassische Konter, die der ehemalige Regionalliga-Spieler verwertete. „Für uns war’s bitter heute, weil wir zwei unterschiedliche Halbzeiten gezeigt haben“, analysierte FC-Spielertrainer Manuel Gröber. (Matthias Spanrad)

Aufrufe: 015.4.2024, 14:24 Uhr
Matthias SpanradAutor