Germania Okriftel besiegte Germania Weilbach im Spitzenspiel. Die ersten acht Plätze belegen allesamt MTK-Teams.
Germania Okriftel besiegte Germania Weilbach im Spitzenspiel. Die ersten acht Plätze belegen allesamt MTK-Teams. – Foto: Marcel Lorenz

Der Main-Taunus dominiert die Gruppenliga

Der Kreis stellt die derzeitigen acht Top-Teams der Liga +++ Weitere Auswärtsschlappe für Türkischer SV +++ Wörsdorf verliert beim Letzten

Region. Der Main-Taunus dominiert weiter die Gruppenliga: Mit Ausnahme von Germania Schwanheim (der seitherige Letzte fügte mit seinem zweiten Saisonsieg der TSG Wörsdorf mit 4:1 eine empfindliche Niederlage bei) und der SG Höchst (4:0 beim FC Bierstadt) belegen alle anderen Klubs aus dem Main-Taunus-Kreis die Plätze eins bis acht, für den Rest der Liga zählt nur der Klassenerhalt. Neben den Verlierern Wörsdorf und Bierstadt (treffen kommende Woche aufeinander) reihte der Türkische SV (0:6 bei TuRa Niederhöchstadt) ein weiteres Debakel in seine Geschichte der Auswärtsschlappen ein. Der SV Walsdorf ermöglichte der Reserve von Rot Weiß Hadamar im letzten Vorrundenspiel beim 1:1 im 16. Spiel erst die dritte Partie ohne Niederlage.

Weilbachs Coach Stefan Hoitz war ob der klaren Niederlage zwar angefressen, erkannte den auch in der Höhe verdienten Sieg des Tabellenführers jedoch neidlos an: „Eines der wenigen Spiele, wo wir richtig Lehrgeld zahlen mussten.“ Hochsattler, Kling und der eingewechselte Calosevic hatten bei den Gästen zwar auch gute Gelegenheiten, beim Chancenverhältnis von 11:3 fiel dies jedoch nicht ins Gewicht.

Germania Weilbach: Kara; Hochsattler (46. Paterno), Wölfel, Zimmermann, Jaquet, Torinomi (80. Winkler), Müller, Hame, Kling, Leberger (62. Özveren), Wuntke (30. Calosevic). – Tore: 1:0 Monteiro-Carvalho (20.), 2:0, 3:0 Göcek (30., 52.), 4:0 Almalqui (66.).

Eine Bildergalerie zum Spiel seht ihr hier.

Die Heimelf agierte vor dem Wechsel noch auf Augenhöhe, hatte dreimal gar die Möglichkeit zur Führung. Nach der ersten Höchster Ecke fiel dann das 0:1 und die Bierstadter Köpfe waren unten. „Wir hätten noch Stunden spielen können und hätten auch da nicht getroffen“, hofft Bierstadts sportlicher Leiter Christian Schirmer in der Winterpause mit zwei bis drei Zugängen auf neue Akzente. Höchst stand weiter tief in der Defensive und zeigte mit drei Kontertoren eindrucksvoll, wie es geht.

FC Bierstadt: Besier; Paradies, Keutmann (63. Köritzer), Bauschke (70. Mansoor Saeed, 76. Reese), Braig (86. Freimann), Beck, Hänsel, Kramer, Carrera, Gossner, Heidemann. – Tore: 0:1 Turan (48.), 0:2 Rodriguez (63.), 0:3 J. Antinac (74.), 0:4 Matthews (77.).

„Bei uns fehlte vielen die Einstellung, während beim kämpferisch und läuferisch überlegenen Tabellenletzten jeder gewinnen wollte“, war Wörsdorfs Macher Jupp Dietz von seinem Ensemble maßlos enttäuscht. Die Gäste kamen immer einen Schritt zu spät, verloren alle wichtigen Zweikämpfe und trafen erst zum 1:4, als Schwanheim gedanklich schon beim Feiern war. „Die Jungs sind nur außerhalb vom Platz ein Team“ grübelt auch Dietz, ob neue Spieler in der Winterpause verfügbar sind, um die magischen 45 Punkte zum vermeintlich sicheren Klassenerhalt zu stemmen.

TSG Wörsdorf: Hollmann; Bell Bell, Groß, Nikolic, Yilma, Junior Toure, Njie (46. Muric), Hoffmann, Czepecha, Ay, Presber (46. Demmerle). – Tore: 1:0, 4:0 (28., 84.), 2:0, 3:0 Eichfelder (62., 78.), 4:1 Hoffmann (85.).

Walsdorf war beim schnellen Hadamarer Kopfballtreffer noch nicht im Bilde, fand dann aber zum Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Die Hessenliga-Reserve hätte dann allerdings bei zwei Alu-Treffern kurz vor und nach der Pause erhöhen können. Zehn Minuten vor dem Abpfiff war dann Lukas Ernst nach einer Flanke zur Stelle und sicherte seinem Team zumindest einen Teilerfolg. „Hadamar setzt alles daran, um mit einem Dreier eine Aufholjagd zu starten, wir wollten aber auch gewinnen. In der zerfahrenen Partie war das Resultat dann wohl gerecht“, so Walsdorfs Karl Urban.

SV Walsdorf: M. Azar; Lehmann, Engering, Ott, T. Azar (67. Borchwaldt), Hanzel, Zapp (50. Ernstberger), Giordano, Herber, Ernst, De Oliveira Neto. – Tore: 1:0 Trosch (4.), 1:1 Ernst (80.).

Nachdem der TSV wieder mal in der Anfangsphase nicht aufmerksam war, musste man einem 0:2 hinterherlaufen. Bis zur Pause agierten die Gäste dann auf Augenhöhe, ehe Akim Arndt Gelb-Rot sah (41.) und seinem Team damit alle Punkt-Hoffnungen nahm. „Das war zum zweiten Mal in kurzer Zeit, dass Akim innerhalb von ein paar Minuten zweimal Gelb sah“, war TSV-Chef Ilkay Candogan nicht gut auf seinen Angreifer zu sprechen. Nach Wiederanpfiff ging der Auswärtsspuk der Türken dann weiter: „Niederhöchstadt machte uns vor, wie neunzig Minuten kämpfen aussieht“, sieht Candogan bei seinem TSV hier Verbesserungsbedarf.

Türkischer SV: Zeeb; Karaahmet, Battal, Daudi, Lamsamri (42. A. Bektas), Nocera (64. Khababa), Raspaglia, Gür (77. B. Bektas), Barin, Arndt, Uludag (58. Tutkun). – Tore: 1:0 Fries (3.), 2:0 Özdemir (15.), 3:0, 4:0 Ünlüciftci (55., 73.), 5:0 Pekgüzelyigit (78.), 6:0 Krekovic (85.).

„Irre, was der Liederbacher Keeper Patrick Rühl alles gehalten hat“, war für Diedenbergens sportlichen Leiter Jürgen Malter damit die wesentliche Geschichte des Spiels schnell erzählt. Während Milicic, Derevenko und Wartusch mit besten Gelegenheiten am Tausendsassa im VfB-Tor scheiterten, zeigten die Gäste bei ihren wenigen Chancen, wie es funktioniert. Da nutzte den Platzherren auch ein Sam Wartusch in Bestform wenig. „Zumindest einen Punkt hatten wir uns allemal verdient“, sieht Malter die Gäste immer noch als einen Aufstiegsaspiranten.

Nassau Diedenbergen: Wagner; Jozic (73. Müller), Friedrich, Milicic, Derevenko, Weller (63. Luckhardt), Bentaayate, Raab, Aleixo da Silva, Wartusch, Korominas (55. Sugihara). – Tore: 0:1 Miric (4.), 0:2 Bianco (48.).

Simon Schaef brachte Hornau bereits in der fünften Minute in Front. Nach der Pause erhöhten die Gäste nach der Pause in Front. Dennis Wohl und Felix Erbe stellten den Endstand her.

Deniz Krebs und Janic Pessel brachten die Gäste vor der Pause in Front. Krebs war es auch, der nach gut einer Stunde auf 3:0 erhöhte. Den Anschusstreffer durch Bahri Eyüp (Elfmeter) konterte Phil Reuter postwendend. Den finalen Treffer erzielte erneut Eyüp. Durch die Niederlage verliert Oberliederbach allmählich den Anschluss nach ganz oben. Die Gäste von der Staustufe distanzieren sich durch den Sieg ein wenig von den Abstiegsrängen.

Aufrufe: 020.11.2022, 20:30 Uhr
Hartmut Steindorf und Philipp DurilloAutor