2024-06-24T10:12:48.875Z

Querpass
Ist mit seinem Team auf dem Vormarsch: Baldenau-Trainer Max Feuerecker
Ist mit seinem Team auf dem Vormarsch: Baldenau-Trainer Max Feuerecker – Foto: FuPa

Der Aufschwung bei der SG Baldenau ​

Kreisliga B12: Wie die Elf von Trainer Max Feuerecker die Kurve bekam, und warum es das nächste Spiel in sich hat.​

Vor rund vier Wochen standen die Kicker der SG Baldenau noch mit zwei Punkten abgeschlagen am Tabellenende der Kreisliga B12. Der Katastrophenstart mit zehn Partien ohne Dreier kehrte sich nach einem 4:3-Erfolg gegen die SG Altrich II in eine kleine Erfolgsserie um, als in den folgenden Partien ein weiteres 4:3 bei der SG Mittelmosel Bernkastel-Kues gelang und 0:0 gegen den SV Longkamp gespielt wurde. Zuletzt gab es ein 0:2 gegen den neuen Primus SV Lüxem II. ​

Nach frühem 0:1-Rückstand in der 15. Minute hielten die Hunsrücker die Partie hier über die weitere Spielzeit offen. Während Torwart Dennis Senz zwischen die Pfosten zurückkehrte und der bis dato einige Male im Kasten stehende Trainer Max Feuerecker wieder lautstark von der Seitenlinie coachte, blieben die Lüxemer Möglichkeiten begrenzt. Senz parierte in der 90. Minute sogar einen Elfmeter von Lewin Michels, war in der fünften Minute der Nachspielzeit gegen Ferhat Bayindir aber machtlos. Doch alle Zuschauer waren sich darin einig, dass die Vereinigten aus Bischofsdhron, Hinzerath und Hundheim dem Tabellenführer einen beherzten Kampf geliefert hatten. „Schon im Hinspiel hatten wir sie am Rande einer Niederlage, als wir bis fünf Minuten vor Schluss 1:0 führten, Lüxem II aber in der Nachspielzeit schließlich noch das 2:1 erzielte. Wir haben ihnen das Leben erneut sehr schwer gemacht und waren dem 1:1 näher als Lüxem dem 2:0“, sah der Trainer eine „sehr unglückliche Niederlage“.

Die Hoffnung, noch vor der Winterpause auf einen Nichtabstiegsplatz vorzurücken, ist berechtigt. Nun folgt am Sonntag, 14.30 Uhr, das Match bei der DJK Morscheid. „Wir wollen mutig sein und das Derby für uns entscheiden. Nach dem 2:3 im Hinspiel haben wir definitiv noch etwas gutzumachen“, weiß der 25-Jährige. Im Vorjahr siegte die Baldenau in einem verrückten Spiel mit 5:4 in Morscheid. Feuerecker setzt auf den Steigerungsfaktor und die Comeback-Qualitäten seines Teams. „In Mülheim lagen wir 0:2 zurück, haben uns in der Kabine gesammelt, alles auf Null gestellt und kamen zum 2:2. Nach dem neuerlichen Gegentor zum 2:3 sind wir nochmals zurückzukommen. In der 89. Minute glichen wir wieder aus, und mit der letzten Aktion haben wir nach einem Eckball das 4:3 gemacht. Die Moral hat gestimmt“, erinnert sich Feuerecker an die geniale Aufholjagd bei der SG Mittelmosel.

Um die Abstiegsränge spätestens im Frühjahr verlassen zu können, fordert der Trainer, die individuellen Fehler zu minimieren. „Wir können insgesamt gut mithalten, müssen es aber schaffen, die Leistung über 90 Minuten auf den Platz zu bringen und nicht nur in gewissen Phasen.“ Zwei Spieler hat Feuerecker auf für sie neue Positionen gestellt: Der etatmäßige Angreifer Moritz Weirich wurde vom Coach wegen seiner Schnelligkeit und seines Tempos in die Abwehrkette beordert. Und Niklas Zerwes, der im Vorjahr noch in der A-Jugend unterwegs war, und eine Bomben-Vorbereitung absolvierte, ist aktuell als Zielspieler im Sturm gesetzt, weil auch er extrem schnell ist. „Beide machen das super gut“, lobt der Coach. Nach der Winterpause kehren die Langzeitverletzten Pascal Lichter (nach Meniskusriss), Tobias Kimmlingen (nach Hüftverletzung) und auch Erik Klassen (Bizepssehnenriss) zurück in den Kader.

Aufrufe: 017.11.2023, 18:30 Uhr
Lutz SchinköthAutor