2024-02-23T08:22:50.674Z

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Was Fortunen-Chefcoach Daniel Thioune über den Fortunen-Nachwuchs denkt.
Was Fortunen-Chefcoach Daniel Thioune über den Fortunen-Nachwuchs denkt. – Foto: Pressefoto Eibner

Das Talente-Potenzial bei Fortuna Düsseldorf

Die Jugendarbeit spielt für Coach Daniel Thioune eine wichtige Rolle. So schätzt er die Situation der Nachwuchsspieler ein.

Die fetten Jahre im Fußball sind vorbei – wer eine Chance haben will, oben mitzuhalten, der muss mit seinen Mitteln ordentlich haushalten. Die Nachwuchsarbeit der Klubs bekommt deshalb eine viel größere Bedeutung. Wer es schafft, kontinuierlich Talente zu entwickeln, kann sich einen klaren Vorteil verschaffen. In den vergangenen Jahren sind gleich eine Reihe von Talenten in Düsseldorf den nächsten Schritt gegangen. Nicht selbstverständlich, aber geradezu lebensnotwendig für den Verein.

Oder wie es Cheftrainer Daniel Thioune unlängst ausgedrückt hat: „Wir brauchen die maximale Breite im Kader, um auf besondere Situationen reagieren zu können. Aber vielleicht auch, um Jungs zu belohnen, wenn sie in ihrem Jahrgang oder ihrer Mannschaft gute Leistungen zeigen. Zur Wahrheit gehört aber auch, wir sind Tabellen-15. in der Regionalliga und haben jetzt nicht den Spieler in dem Kader, der in 17 Spielen vielleicht 14 Tore geschossen hat, acht Treffer vorbereitet hat.“

Thioune weiter: „Es sind Jungs, die bei uns im Training zeigen, dass sie Potenzial besitzen und denen wir die Chance geben wollen, bei uns einmal reinzuschnuppern. Ich bin aber weit davon weg zu sagen, dass ich dann auch einen Spieler habe, der dann in dem Moment einen Felix Klaus oder Christos Tzolis ersetzen kann. Ich finde, sie sind immer ein Faktor in unserem Spiel. Beim Christos ist es auch so, dass er immerin der Lage ist, ein Tor zu schießen. Ich habe in diesem Setting nicht unbedingt die Phantasie bei einem Spieler der U23, dass er uns sofort in dem Spiel das gibt, was wir uns wünschen.“

Eines dieser Talente: King Manu, der seit einigen Wochen immer wieder bei den Profis mittrainiert und auch zuletzt gegen den FC Schalke 04 im Kader stand. „Er hat einen tollen Eindruck bei uns im Training hinterlassen, vor fünf Monaten ist er aber noch aus der Oberliga abgestiegen“, sagt Thioune. „Im nächsten Schritt ist er nicht gleich ein Zweitliga-Spieler. Es ist ein Spieler, den ich gerne ranführen möchte. Wenn es Momente auch erlauben, sie spielen zu lassen. Ich bin ein Trainer, der sich auch während des Spiels immer an die Bank wendet und erklärt, was man in vielen Situationen machen kann. Ich glaube, es ist für viele auch eine Chance zu lernen.“

Beispiele wie Tim Oberdorf und nun auch Jona Niemiec stehen für den Weg von Fortuna der Durchlässigkeit. Sie sind die beste Werbung für den Standort Düsseldorf mit dem NLZ. „Es gibt in diesem Geschäft selten diesen einen bestimmten Moment. Es entwickeln sich Dinge, und dann steht man vor einer Entscheidung. Es gibt kein zu früh oder zu spät. Es ist für jeden der Jungs immer eine großartige Sache, da oben reinzustoßen“, sagt Stefan Vollmerhausen.

Der sportliche Leiter des NLZ sagt: „Dafür arbeiten wir alle hart. Es ist zum Beispiel eine tolle Sache für die Spieler aus der U23 und der U19, im Arena-Sportpark so nah an den Profis zu trainieren. Dieses Tempo, diese Wettkampfhärte zu erleben, das kann man einem nicht theoretisch beibringen. Man muss es selbst spüren.“

Thioune ist definitiv ein Cheftrainer, der bereit ist, Talente genau dieses Gefühl selbst spüren zu lassen. Der durchaus Ansprüche formuliert, aber auch Nachwuchskräften Raum bietet, um sich entwickeln zu können. Nur so wird Fortuna langfristig mithalten können.

Aufrufe: 029.11.2023, 18:00 Uhr
Gianni CostaAutor