Ibo Cöl will mit dem SC Unterbach den ersten Heimsieg.
Ibo Cöl will mit dem SC Unterbach den ersten Heimsieg. – Foto: Frank Vieten

Cöl fordert den ersten Heimsieg des SC Unterbach

Der Trainer hat beim Schlusslicht der Bezirksliga wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Die Unterbacher müssen aber effizienter werden und sich belohnen.

SC Unterbach – TV Kalkum-Wittlaer. Beim Schlusslicht der Bezirksliga, Gruppe 1, gibt noch niemand den Kampf um den Klassenerhalt auf. Klar, im Abstiegskampf spielt die Hoffnung auf bessere (Fußball-) Zeiten eine sehr wichtige Rolle. Und der Glaube daran, dass längst noch nichts entschieden ist. Davon geht Ibo Cöl vor der Heimpartie am Sonntag gegen den TV Kalkum-Wittlaer (15 Uhr – Sportplatz Niermannsweg) allemal aus.

„Wir konzentrieren uns auf das jeweils nächste Spiel. Ein Blick auf die Tabelle hilft jetzt erst mal nicht weiter. Wichtig ist, dass die Moral in der Truppe stimmt. Das haben die Jungs auch am Sonntag beim 2:3 gegen die SG Roki-Gilbach gezeigt. Was uns fehlt, sind einfach das Matchglück und die nötige Konzentration im Abschluss.“

Der Coach ist in diesen Zeiten zusätzlich als Psychologe gefragt, muss versuchen, seinen Jungs das nötige Selbstvertrauen einzuimpfen, um gegen den eigentlich „machbaren“ Tabellen-Neunten zu bestehen. Der jedoch hat bereits 13 Punkte mehr auf der Habenseite und damit die wesentlich günstigere Ausgangsposition. Eine torgefährliche Offensive mit Marc Bäsner (9 Treffer), Lars Jansen (6) und Nico Pesch (5), aber auch eine mit 38 Gegentoren offensichtlich anfällige Deckung. Das sind die Zahlen, mit denen das Team von Trainer Navid Fazeli nach elf Spieltagen aufwartet. „Eigentlich ist es ganz einfach: Wir müssen 90 Minuten ähnlich konzentriert auftreten wie in der ersten Halbzeit am vergangenen Sonntag. Nur, wir müssen dabei auch die herausgespielten Möglichkeiten verwerten. Einen ersten Schritt machte unsere Elf mit dem 2:1 in Dormagen. Gegen Klubs wie Kalkum-Wittlaer müssen wir weiter Punkte sammeln. Selbst wenn ich mich wiederhole. Es ist wichtig, dass die Mannschaft sich für ihren kämpferischen und läuferischen Aufwand belohnt, selbst einmal ein, zwei Tore vorlegt. Das setzt Kräfte frei, bringt Selbstvertrauen und die nötige Ruhe, um ein Spiel einmal erfolgreich zu beenden“, betont Jörg Spanihel, der Fußballchef des SC Unterbach.

Dass die Einstellung im Kader stimmt, unterstreichen das Engagement – Dienstagabend waren 18 Spieler bei der Übungseinheit – und die positive Stimmung. Dazu kommen Spieler zurück, die zuletzt fehlten. „Das gibt neue Impulse und mehr Varianten für die Startelf und bei späteren Wechseln. Am Sonntag ist der erste Heimsieg fällig“, sagt mit Nachdruck Trainer Cöl, dem die zuletzt fehlenden Marlo Schmitz, Marin Lilic und Cedric Giesen wieder zur Verfügung stehen. Und beim vor Wochenfrist erstmals wieder eingesetzten Angreifer Chris Ribjitzki könnte es diesmal schon für mehr als 25 Minuten reichen.

Aufrufe: 029.10.2022, 10:22 Uhr
Sascha KöppenAutor