2024-04-23T13:35:06.289Z

Ligabericht
Steht ab sofort an der Seitenlinie des FC OVI-Teunz: Christian Zechmann.
Steht ab sofort an der Seitenlinie des FC OVI-Teunz: Christian Zechmann. – Foto: Dagmar Nachtigall

Christian Zechmann greift beim FC OVI-Teunz an

Der einstige Klasse-Goalgetter möchte bei seinem neuen Verein eine junge Mannschaft weiterentwickeln – Vorfreude auf Derbys

Der FC OVI-Teunz hat die vergangene Kreisliga-Runde auf dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen. Nach dem sofortigen Wiederabstieg aus der Bezirksliga galt es sich zu stabilisieren und rekon­so­li­die­ren, was gut gelang. Schlussendlich musste die Elf von Trainer Mathias Biebl nur Meister SC Katzdorf sowie dem TV Nabburg den Vortritt lassen. Mit einem neuen Trainer und sechs neuen Spielern greift die verjüngte Mannschaft aufs Neue an...

Keine zwei Wochen nach der Trennung vom FC Wernberg – für die rein sportliche Gründe ausschlaggebend waren – sagte Christian Zechmann im vergangenen November dem FC OVI-Teunz als neuer Trainer zu. Nötig wurde die Trainersuche, weil Mathias Biebl den Verantwortlichen aus zeitlich-beruflichen Aspekten frühzeitig Bescheid gegeben hatte, dass er sein Traineramt am Saisonende abgeben werde. Für Biebls geleistete Arbeit in den letzten zwei Jahre ist der Verein dankbar, gern hätte man mit ihm weitergemacht.

In seine Fußstapfen tritt Christian Zechmann. Der 38-jährige Schwarzenfelder stieg früh ins Trainergeschäft ein, war Spielertrainer der SpVgg Pfreimd in der Bezirksliga und anschließend beim TSV Stulln und zuletzt beim FC Wernberg tätig. Zeit seiner aktiven Karriere war keine Abwehrreihe vor dem einstigen Goalgetter sicher: Für den FC Schwarzenfeld netzte er in zwei Bezirksliga-Jahren sage und schreibe 96 Mal. Warum es ihn Richtung Oberviechtach verschlägt? „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Das Umfeld ist top. Es passt einfach“, sagt Zechmann, der das Familiäre im Verein hervorhebt.

Natürlich hat Zechmann die freigewordene Zeit der vergangenen Monate genutzt, um seine neue Mannschaft unter die Lupe zu nehmen. „Eine sehr gute und entwicklungsfähige Mannschaft mit zwei, drei erfahrenen Spielern. Torwart Christian Böl hängt mit bald 40 noch ein Jahr dran, er führt die Mannschaft“, umreißt Zechmann seine Erkenntnisse. „Erst einmal ist mein Engagement für ein Jahr abgesteckt und wenn alles passt, soll es freilich längerfristig gehen.“

Zechmann (rechts), hier im Trikot der SpVgg Pfreimd, brachte es als Aktiver auf rund 250 Ligatore im Seniorenbereich.
Zechmann (rechts), hier im Trikot der SpVgg Pfreimd, brachte es als Aktiver auf rund 250 Ligatore im Seniorenbereich. – Foto: Andreas Brückmann


Selbstredend auch: Die junge Truppe möchte der Coach weiterentwickeln. Seit diesem Montag steht man gemeinsam auf dem Platz. Gleich fünf Spieler aus der eigenen Jugend stießen dazu. Diese gilt es einzubauen und an die Anforderungen im Herrenbereich heranzuführen. „Darüber freuen wir uns riesig. Sie bekommen ihre Chance bei uns. Da kann man was machen“, lächelt Christian Zechmann. Vom bisherigen Weg weicht der Verein nicht ab. „Bei uns wird kein Spieler bezahlt. Da musst du den Weg mit jungen Spielern gehen.“ Mit Oliver Bartosch (25) konnte eher zufällig auch ein externer Neuzugang gewonnen werden. Den vom SC Luhe-Wildenau kommenden Defensivspieler verschlägt es privat in die Umgebung.

Über kurz oder lang würde der 2014 aus dem TSV Oberviechtach und der SpVgg Teunz hervorgegangene Fusionsklub sicher gern zurück in die Bezirksliga. Aus der war man in den Spielzeiten 2018/19 und 2021/22 direkt wieder abgestiegen. Hierbei gibt es von Vereinsseite aus überhaupt keinen Druck. „Wir haben mit einer sehr guten Kreisliga-Mannschaft schon den Anspruch, wieder eine Platzierung in den Top Fünf zu erreichen“, erklärt Zechmann, der sich in der Kreisliga West auf einige Nachbarschaftsduelle freut. Zechmann selbst trifft auf seine Ex-Klubs Stulln und Schwarzenfeld. Vier neue Teams – zwei Auf- und zwei Absteiger – bereichern das diesmal 15-köpfige Klassement. „Das ist wieder eine sehr gute und ausgeglichene Kreisliga“, befindet Zechmann. Doch der FC OVI-Teunz 2014 sieht sich allemal gerüstet.

Aufrufe: 013.6.2023, 13:15 Uhr
Florian WürtheleAutor