2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligabericht
Riesenüberraschung am Bergsteig in Amberg, wo Aufsteiger TuS Kastl (in Schwarz-Blau) dem Ligaprimus (in Rot-Weiss) eine 1:2-Heimniederlage beibrachte.
Riesenüberraschung am Bergsteig in Amberg, wo Aufsteiger TuS Kastl (in Schwarz-Blau) dem Ligaprimus (in Rot-Weiss) eine 1:2-Heimniederlage beibrachte. – Foto: Lukas Scherr

Böser Ausrutscher von Primus Bergsteig gegen Kastl

Mit dem 2:1 beim Tabellenführer gelang den abstiegsgefährdeten Gästen eine Riesenüberraschung

Hat der SV Inter Bergsteig Amberg (1./37) hin und wieder einen Heimkomplex? Man könnte es meinen, denn schon drei Mal hat der Ligaprimus in dieser Saison zuhause den Kürzeren gezogen. Auch am 17. Spieltag nahmen sich die Jurek-Schützlinge auf eigenem Terrain wieder einmal eine "Auszeit". Das mehr als überraschende 1:2 gegen den TuS Kastl (13./18) hat nun gleich doppelte Auswirkungen. Einmal hat diese Heimpleite den Vorsprung der Amberger auf die Verfolger wieder weniger und dadurch den Kampf um Platz 1 wieder spannender werden lassen. Zum anderen haben die Gäste aus dem Lauterachtal mit ihrem "Coup" dafür gesorgt, dass auch die Lage am unteren Rand der Tabelle kurz vor dem "Winterschlaf" immer dramatischer wird. Zwischen Platz 8 (dort rangiert der ASV Haselmühl) und den weiter den ersten Direktabstiegsplatz besetzenden Kastlern auf Rang 13 liegen nun nur noch drei Punkte.

Zwei Mannschaften, die zu dieser Gruppe von gefährdeten Mannschaften gehören, standen sich nun am Wochenende im Kellerduell gegenüber: Dabei landete die DJK Ensdorf (12./18) einen knappen 2:1-Sieg im "Sechs-Punkte-Match" gegen den 1. FC Neukirchen (10./19) und hat nun endgültig - und rechtzeitig vor der Winterpause - den Anschluß ans "rettende Ufer" hergestellt.

Abgesagt wurde die Partie des FC Edelsfeld gegen den SV Hahnbach II, der Sportplatz am Hahnenkamm war aufgrund der heftigen Regenfälle unbespielbar geworden.

Zwei unterschiedliche Spielhälften sorgten am Ende für ein Remis, mit dem sich die Gäste - sie markierten den Gleichstand spät - mehr anfreunden können, als der TuS. Die Hüttenstädter verpassten in einer - bis auf die Verwertung der Einschußchancen - starken ersten Hälfte, das Spiel in die richtige Richtung zu drehen. Die nicht aufsteckenden Gäste, die in den zweiten 45 Minuten zulegten, belohnten sich für ihren nimmermüden Einsatz schließlich mit dem Ausgleich, der sie jedoch weiterhin in gefährlicher Nähe zur Abstiegszone verweilen lässt.

"Das Unentschieden fühlt sich sehr unbefriedigend an, da man in der ersten Halbzeit mal wieder eine schlechte Chancenauswertung gezeigt hat und wir durchaus mit 3:0 hätten führen müssen. Zudem hatten wir das Spiel über 45 Minuten völlig in Griff. Leider konnten wir aus den Erfahrungen vom letzten Wochenende nicht lernen und knüpften im zweiten Spielabschnitt erneut nicht an die Leistung der ersten Halbzeit an. Das späte Unentschieden gilt es jetzt zu verarbeiten und es am kommenden Wochenende besser zu machen", so ein doch enttäuschter TuS-Coach Christoph Bäumler.

"Ein aus meiner Sicht gerechtes Unentschieden, was uns nicht unbedingt nach vorne bringt. Doch wir nehmen es, wenn man bedenkt, dass wir den Ausgleich erst fünf Minuten vor Schluss gemacht haben. Ingesamt war es ein Spiel ohne viele Chancen. Dabei war die Heimmannschaft leicht besser in Hälfte 1, wir haben mehr gedrückt nach der Pause", sagte Gästetrainer Marek Vit.

Tore: 1:0 Alexander Bittner (35.), 1:1 Florian Peter (86.) - Schiedsrichter: Timo Roth - Zuschauer: 36

Dicke Überraschung am Bergsteig: Nicht der hochfavorisierte Ligaprimus hatte am Ende wie erwartet den vollen Ertrag eingefahren, sondern die vor allem vom Einsatzwillen her überragende Gästeelf, die zudem im Abschluss eiskalt agierte. Während die Heimelf wichtiges Punktegut im Buhlen um Platz 1 verschenkte, sind die drei Zähler für die Hufnagel-Elf natürlich goldwert im Bemühen, auch in der kommenden Saison der Kreisliga anzugehören.

"Leider konnten wir nicht an die letzten guten Leistungen anknöpfen. Wir hatten zwar mehr vom Spiel, haben aber unsere Angriffe nicht konzentriert zu Ende gespielt. Gehen zwar in Führung, kassieren aber zwei Tore durch Konter", so das kurze Resümee von Waldemar Waschkau, Co-Trainer beim SV Inter.

Gästetrainer Michael Hufnagel war natürlich glücklich und auch ein wenig stolz: "Kämpferisch sehr starke Leistung unserer Mannschaft, wir haben unsere Chancen in der Offensive eiskalt ausgenutzt. Endlich haben wir uns nach einer guten Leistung auch einmal belohnt. Kompliment an meine Mannschaft. Jetzt gilt es, endlich auch gegen die direkten Konkurenten zu punkten!"

Tore: 1:0 David Kubik (20.), 1:1 und 1:2 Johannes Kölbl (44./77.) - Schiedsrichter: Adrian Kohn - Zuschauer: 99

Einen "Tag des offenen Tores" boten die beiden Kontrahenten den 130 Zuschauern am Sonntagnachmittag. Die favorisierten Gäste lagen früh scheinbar beruhigend mit 2:0 vorne, nach dem 1:2 nach 25 Zeigerumdrehungen war der ASV wieder dran, musste allerdings noch vor dem Pausentee das psychologisch ungünstige 1:3 hinnehmen. Dennoch kam Haselmühl entschlossen aus der Kabine zurück und schaffte tatsächlich den Ausgleich. Timo Rubenbauer avancierte dann aber zum "Matchwinner" für die Gäste, mit einem Doppelschlag innerhalt von 120 Sekunden stellte er die Zeichen für den Rangzweiten schließlich doch noch auf Sieg.

"Ein irres Fußballspiel heute mit dem besseren Ende für Raigering. Wieder einmal haben wir die Anfangsphase verschlafen. Haben danach drei oder vier Chancen zum 2:2. Bekommen mit dem Halbzeitpfiff das 1:3. Und zeigen dann in der zweiten Halbzeit wieder einen tollen Charakter mit dem 3:3 Ausgleich. Danach mussten wir dem Tempo ein wenig Tribut zollen und verlieren 3:5 gegen einen sehr starken Gegner. Trotzdem ist mir mit so einer Leistung vor dem nächsten Spiel in Kastl nicht bange", sagte ein trotz der Niederlage nicht unzufriedener ASV-Trainer Bernd Scheibel am späten Sonntagnachmittag.

"Wir haben uns das Leben mit unnötigen und einfachen Fehlern im Spielaufbau selbst schwer gemacht. Der ASV hat nie aufgegeben und immer wieder versucht, uns unter Druck zu setzen. Daher mussten wir auch die ein oder andere schwierige Phase überstehen, haben das Spiel aufgrund der Vielzahl an Chancen am Ende allerdings schon verdient gewonnen", so die Bewertung des Sportlichen Leiters der Panduren, Flo Hiltl.

Tore: 0:1 Christian Dowridge (8.), 0:2 Dominik Gottfried (12.), 1:2 Heiko Giehrl (25.), 1:3 Daouda Barry (45.+2), 2:3 Heiko Giehrl (50.), 3:3 Matthias Schmidt (60.), 3:4 und 3:5 Timo Rubenbauer (77./Strafstoß und 79.) - Schiedsrichter: Andreas Bader - Zuschauer: 130

Die Partie wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesetzt.

Die beeindruckende Serie der DJK wurde auch von den "Kaolinern" nicht gestoppt, mit dem knappsten aller Ergebnisse landeten die Ehrnsperger-Schützlinge den fünften Dreier in Folge und haben sich noch vor der Winterpause im oberen Tabellendrittel eingenistet. Ein Elfmetertor brachte schließlich die Entscheidung in einer Partie, in der Hirschau nach dem Wechsel deutlich dominierte, sich aber dennoch nicht mit zumindest dem Ausgleichstreffer belohnen konnte.

"Heute war es ein sehr zähes Spiel bei schwierigen Platzverhältnissen, in dem wir in der ersten Halbzeit verdient in Führung gegangen sind und leider mit unseren zwei bis drei weiteren Möglichkeiten nicht das 2:0 erzielen konnten. In der zweiten Halbzeit war Hirschau klar feldüberlegen und hatte zwei große Torchancen, um den Ausgleich zu erzielen. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben, gekämpft und mit unserem Lauf im Rücken das 1:0 über die Bühne gebracht", so DJK-Spielertrainer Marius Ehrnsperger.

"Durch einen dummen Elfmeter zu verlieren, ist bitter. Es war ein typisches ein Unentschieden-Spiel. Trotz Spiel auf ein Tor in der zweiten Halbzeit wurde uns der Ausgleich nicht gegönnt. Der Gegner war auch dieses Mal nicht besser wie wir, aber so muss man es auch trotzdem so hinnehmen. Zum letzten Spiel wird nochmals alles auf eine Karte gesetzt, um mit einem guten Gewissen in die wohlverdiente Pause zu gehen", sagte TuS WE-Chefanweiser Christian Helleder.

Tor: 1:0 Marek Ruda (23./Strafstoß) - Schiedsrichter: Volker Laudien - Zuschauer: 70

Bis kurz nach dem Seitenwechsel steht dieses kampfbetonte Kellerduell 0:0, ehe acht turbulente Minuten die Highlights dieses für beide Mannschaften wichtigen Duells bringen sollten. Zunächst schließt der FCN einen gut angelegten schnellen Gegenzug zum 0:1 ab, ehe Sebastian Hummel per Doppelschlag das Blatt innerhalb von vier Minuten wendet. In Folge besaß die Heimelf die besseren Chancen, verpasste es aber, den Deckel draufzulegen. So blieb es bis zum Schluß eine "enge Kiste", die der DJK den erhofften Heimsieg bescherte.

Ensdorfs Coach Oliver Eckl fasst das Geschehen aus seiner Sicht ausführlich zusammen:

"Ein verdienter Sieg, der allerdings zeigt, wieviel Moral und Leidenschaft in meiner Mannschaft steckt. Da macht es dann Spaß, Trainer dieses Teams zu sein. Respekt! Erste Halbzeit überlässt uns der Gegner oft den Spielaufbau, dadurch ergeben sich Spielanteile für uns. Die ein oder andere Ballstafette zeigt diese Feldvorteile. Leider kreieren wir daraus nicht mehr Chancen, als der Gegner. Zweite Halbzeit dann das 0:1, ein Konter der gut vom Gegner in die Tiefe gespielt und vollendet wird. Natürlich eine kalte Dusche, nach einem eigentlich guten Spiel unsererseits. Nachdem man sich allerdings nicht beirren ließ von diesem Gegentor, konnte man selbst zum 1:1 nach einer tollen Flanke routiniert einnetzen. Vor und nach dem umjubelten 2:1 hatte man klare Chancen, die leider vergeben wurden. Dies hätte für mehr Ruhe gesorgt. So musste man bis zum Ende und einer fünfminütigen Nachspielzeit warten, bis man die drei Punkte feiern konnte. Trotz des Lobes an mein Team, es geht direkt weiter, sich entsprechend vorzubereiten auf den nächsten Gegner."

"Bei schwierigen, tiefen Platzverhältnissen hat die kämpferisch stärkere Mannschaft das Spiel für sich entschieden", so der kurze Kommentar von Gästetrainer Christian Ringler.

Tore: 0:1 Fabio Herrmann (51.), 1:1 und 2:1 Sebastian Hummel (55./59.) - Schiedsrichter: Uli Schindler - Zuschauer: 102

Verdientermassen behielt der Tabellendritte gegen einen Gegner die Oberhand, der weiterhin im Tabellenkeller auf der Stelle tritt. Nach früher 2:0-Führung für den TSV kamen die Gäste nach der Pause wohl auf 1:2 heran, Goalgetter Udo Hagerer sorgte mit Saisontreffer Nummer 17 allerdings dafür, dass die Hoffnungen des SVK nach nur vier Minuten schon wieder wie eine Seifenblase zerplatzten. Am Ende stand ein 4:1 für Königstein zu Buche gegen eine Kramer-Elf, die sich wohl nie aufgibt, auch immer wieder gute Ansätze zeigt, sich am Ende allerdings immer wieder durch zu viele individuelle Fehler um den Lohn ihrer Arbeit bringt.

"Einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg konnten wir gegen unsere Gäste aus Köfering einfahren. Von Beginn an hatten wir das Spiel bestimmt. Einziger Wehrmutstropfen war das Gegentor. Meine Mannschaft hat fast postwendend auf 3:1 erhöht, was die gute Moral unserer Truppe zeigt. Das ganze Spiel über zeigten wir auf tiefem Boden eine sehr gute Leistung, was uns von den hinteren Tabellenplätzen weiter entfernt hat. Auch wenn das viele immer wieder schmunzelnd lesen, erinnere ich nur an die Entwicklung letzte Saison nach der Winterpause", so TSV-Coach Roland Winkler.

"Wir laden den Gegner ein zum Toreschießen. Wenn ich sehe, was wir für einen Aufwand für Tormöglichkeiten betreiben müssen und wie leicht es unsere Gegner teilweise haben, dann wundert mich das Ergebnis nicht. Wir spielen es streckenweise sehr gut und die Mannschaft lässt sich nicht hängen. Diese kapitalen Fehler machen uns unser Spiel aber leider immer wieder kaputt", sagte ein enttäuschter Gästetrainer Dennis Kramer.

Tore: 1:0 Gerd Deinzer (15.), 2:0 Udo Hagerer (25.), 2:1 Alexander Grau (50.), 3:1 Udo Hagerer (54.), 4:1 Lukas Gebhard (86.) - Schiedsrichter: Gazi Deniz - Zuschauer: 115 - Zeitstrafe für Patrick Arbogast (Köfering/86.)

Aufrufe: 013.11.2023, 12:00 Uhr
Werner SchaupertAutor