2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligabericht
Neuer Tabellendritter der Kreisliga Süd ist nach einem 3:2 in Freudenberg die Winkler-Elf aus Königstein (in Rot).
Neuer Tabellendritter der Kreisliga Süd ist nach einem 3:2 in Freudenberg die Winkler-Elf aus Königstein (in Rot). – Foto: Richard Weigert

Bergsteig gewinnt Topduell und zieht damit davon

Nach eigenem 2:1 im Pandurenpark und einer Niederlage des FC Edelsfeld beträgt der Vorsprung der Jurek-Truppe nun fünf Punkte.

Der SV Inter Bergsteig Amberg (1./38) darf sich als der große Gewinner des 16. Spieltags in der Kreisliga Süd bezeichnen lassen. Selbst knapp mit 2:1 im Topspiel beim schärfsten Verfolger SV Raigering (2./32) erfolgreich, patzte der FC Edelsfeld (4./29) ein weiteres Mal und gab in Hirschau (7./23) mit 0:3 kleinbei. So ist der Vorsprung von IBA auf die Mitstreiter "ganz oben" nun schon auf fünf Zähler angewachsen. Neuer Tabellendritter ist nun der TSV Königstein (3./30) nach dem knappen und erst in der Schlußphase sichergestellten 3:2 beim SV Freudenberg (9./19).

Ein Blick ans andere Ende der Tabelle: "Nicht Fisch und nicht Fleisch" ist das torlose Remis für beide Kontrahenten im Kellerduell zwischen dem SV Köfering (11./18) und der DJK Ensdorf (12./15). Auf den ersten Direktabstiegsplatz zurückgefallen ist seit dem Wochenende der TuS Kastl (13./15), der im Neulingsmatch gegen den TuS Rosenberg (5./24) mit 1:2 den Kürzeren zog.

Vierter Dreier in Folge für die Gäste aus Utzenhofen, die ihren derzeitigen Lauf auch in Neukirchen fortsetzten und nun schon auf Rang 6 vorrücken konnten. Die Heimelf dagegen tritt nach der zweiten Heimniederlage der Saison im gefährlichen Bereich auf der Stelle, der Wunsch, eine Art Befreiungsschlag zu landen, wurde nicht erfüllt. Nach Blitzstart legte die DJK nach der Pause ein 2:0 vor, ehe Manuel Georges Tor die Partie wieder spannender machte. Ein unglückliches Eigentor brachte schließlich die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste aus Utzenhofen.

"Im Spiel gegen Neukirchen haben wir trotz einiger Ausfälle eine routinierte und souveräne Leistung abgeliefert. Wir waren von der ersten Minute an willig, auch dort drei Punkte einzufahren und konnten diese auch verdientermaßen mitnehmen. Kompliment für eine starke Teamleistung meiner Mannschaft", so DJK-Coach Marius Ehrnsperger.

Tore: 0:1 und 0:2 Petr Pikl (1./50.), 1:2 Manuel George (70.), 1:3 Daniel Weber (79./Eigentor) - Schiedsrichter: Moritz Nimmerrichter - Zuschauer: 108

"Big Points" für den SV Inter in einem engen Spitzenspiel, am Ende behielten die Gäste aus Amberg im Pandurenpark mit 2:1 die Oberhand. Nach dem Führungstreffer in Spielminute 72 verteidigte der Ligaprimus abgeklärt und clever seinen knappen Vorsprung und ließ damit den Keil zwischen sich und den Verfolgern fünf Punkte dick werden. Beide Seiten fassen in Folge den Spielverlauf aus ihrer Sicht zusammen:

"Wir haben ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen gesehen, das durchaus auf beide Seiten hätte kippen können. Zunächst kam Inter besser rein und hatte mehr vom Spiel, ohne sich aber zwingende Chancen zu erarbeiten. Nach unserem Führungstor waren wir aber spielbestimmend und hätten die ein oder andere Situation besser ausspielen müssen. Kurz vor der Halbzeit dann der berechtigte Elfmeter für Inter, wodurch es mit einem gerechten Unentschieden in die Kabinen ging. Nach der Halbzeit waren wir überlegen und hatten zwei dicke Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Das haben wir leider verpasst und mussten somit nach einer Unordnung in der Hintermannschaft noch das bittere 1:2 hinnehmen. Danach hat es Bergsteig gut verteidigt und wir haben es nicht mehr geschafft, entscheidend in die Box zu kommen. Insgesamt wäre ein Punkt für unsere junge Truppe sicherlich verdient gewesen, da wir ein gutes und engagiertes Spiel gemacht haben", so der Sportliche Leiter des SVR, Flo Hiltl.

"In beiden Hälften gehörte die Anfangsphase den Raigeringern. Durch einen Tormannfehler gerieten wir dann in Rückstand. Danach fand das Spiel viel im Mittelfeld statt. Viele Zweikämpfe und weniger Spielfluss prägten das Geschehen. Kurz vor der Halbzeit konnten wir dann durch einen berechtigten Foulelfmeter ausgleichen. In der zweiten Halbzeit dann das gleiche Spiel. Raigering hatte anfangs mehr von Spiel, scheiterte abermals an unserem guten Keeper. Im Anschluss war das Spiel mehr auf unserer Seite und wir konnten ein Durcheinander im Strafraum nutzen, um den Siegtreffer zu erzielen", so das Resümee von Waldemar Waschkau, Co-Trainer des Tabellenführers aus Amberg.

Der TuS Rosenberg reiste auf den Mennersberg nach Kastl. Nach der Hinspielniederlage war noch eine Rechnung offen, die man nach kampfbetonten 90 Minuten schließlich begleichen konnte. In den ersten 15 Minuten war Kastl wacher und hatte die ein oder andere Halbchance. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und übernahmen das Kommando. Nach einer knappen halben Stunde zog Bittner aus 25 Metern einfach mal ab, zur Freude aller Rosenberger landete der Ball im Dreieck - ein Traumtor zur Führung. Nur 180 Sekunden später setzte Spielertrainer Bäumler Witzel gekonnt in Szene, der eiskalt blieb und zum 2:0 einschob. Anschließend verpassten Bäumler, Witzel und Co., das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Es wurden große Möglichkeiten vergeben und so blieb der Tabellenzwölfte im Spiel.

Im zweiten Abschnitt spielte plötzlich nur noch die Heimelf und Rosenberg hatte alle Hände voll zu tun, den Anschluss zu verhindern. In der 63. Spielminute war es dann soweit, Kölbl brachte Kastl mit einem direkt verwandelten Freistoß zurück ins Spiel und beim TuS begann das große Zittern. Entlastung war bis zum Schlusspfiff praktisch nicht vorhanden und so musste die Defensive Schwerstarbeit verrichten. Letztendlich hatte man aber weitestgehend alles im Griff und ließ in der Schlussphase keine echte Torchance mehr zu. Am Ende feierte man einen aufgrund der ersten Halbzeit verdienten 2:1-Auswärtssieg. (Quelle: Manuel Röhrer, TuS Rosenberg).

"Gutes Spiel meiner Mannschaft, leider haben wir nichts Zählbares mitgenommen", so das kurze Resümee von Kastls Trainer Michael Hufnagel.

Gästetrainer Christoph Bäumler ist, wie er sagt, stolz auf das Erreichte und die Leistung seiner Jungs, weil die Punkte enorm wichtig gewesen wären. "Wie erwartet entwickelte sich von Beginn an ein sehr zweikampfbetontes Spiel, in dem die ersten 20 Minuten ziemlich ausgeglichen waren. Danach hatten wir eine gute Phase, in der wir uns zahlreiche Großchancen erarbeiteten. Leider konnten wir das Ergebnis nicht deutlicher machen. Die zweite Halbzeit zeigte dann ein ganz anderes Bild Kastl hatte nun viel mehr Spielanteile. Nachdem 2:1 konnten wir mit einer überragenden Kampfleistung die Punkte mit nach Hause nehmen", so Bäumler.

Tore: 0:1 Alexander Bittner (28.), 0:2 Philipp Witzel (31.), 1:2 Johannes Kölbl (66.) - Schiedsrichter: Michael Straßenmeyer - Zuschauer: 50

Viertes Spiel in Folge, das der SVF nicht als Sieger beenden konnte und deshalb weiter in gefährlicher Nähe zur Abstiegszone rangiert. Durch einen Treffer von Gerd Deinzer quasi mit dem Pausenpfiff und dem 2:0 durch das 15. Saisontor von Ligatorjäger Udo Hagerer kurz nach dem Seitenwechsel schienen die Gäste frühzeitig die Zeichen auf Sieg gestellt zu haben. Doch Freudenberg kämpfte sich zurück und glich innerhalb von acht Minuten aus. Ein ruhender Ball sollte schließlich in der Schlußphase die Entscheidung zugunsten des neuen Tabellendritten bringen.

"Ein sehr intensives Spiel. Nach dem 2:2-Ausgleich wäre schon ein Unenschieden verdient gewesen. Leider haben wir noch kurz vor Schluss ein Freistosstor kassiert und somit das Spiel unglücklich verloren", so ein enttäuschter SVF-Coach Marek Vit.

"Das erwartet schwere Spiel hatten wir in Freudenberg. Auf teilweise schwer bespielbarem Boden sind wir verdient in Führung gegangen. Nach der Halbzeit erhöhten wir auf 2:0. Durch einen überflüssigen Elfmeter haben wir die Heimmannschaft wieder zurück ins Spiel gebracht. Nach dem Ausgleich war es weiterhin ein kampfbetontes Spiel, was wir letztendlich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen Freistoßtreffer mit 3:2 für uns entschieden", sagt Königsteins Trainer Roland Winkler.

Tore: 0:1 Gerd Deinzer (45.), 0:2 Udo Hagerer (52.), 1:2 Fabian Göbl (62.), 2:2 Florian Peter (70.), 2:3 Thomas Götzl (88.) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 100

Keine Tore sahen die wenigen Besucher beim Kellerduell in Köfering. Damit konnten die Hausherren den Drei-Punkte-Vorsprung zu ihren Gästen bewahren, wobei für beide Mannschaften gilt, dass ein Dreier in Partien mit der direkten Konkurrenz natürlich wertvoller gewesen wäre, als der nun ergatterte Zähler. In Folge fassen beide Trainer das Geschehen aus ihrer Sicht zusammen:

"Letztendlich ein Ergebnis, mit dem wir sicherlich besser leben können, als Ensdorf. Ich denke über das ganze Spiel gesehen hatten wir mehr Spielanteile und haben den Ball gut laufen lassen. Ab dem gegnerischen Sechzehner wurden wir dann allerdings zu kompliziert und haben uns deshalb nur wenige klare Chancen erspielt. Wir sind froh, dass unser Keeper Tomasz Halucha dann auch noch einen Elfmeter stark pariert hat, letztendlich denke ich aber, wenn man das ganze Spiel betrachtet, ein Ergebnis, das in Ordnung geht", so SVK-Coach Dennis Kramer.

"Ein Remis auf schwer bespielbarem Boden, mit dem die Hausherren sicher besser leben können. Die klaren Chancen hatten wir im Spiel, mit mehr Glück und Fortune hätte man die Partie für sich entscheiden können, vielleicht sogar müssen! Nachdem wir dem Gegner kaum bzw. nur Halbchancen ermöglichten, geht diese Partie 0:0 zu Ende. Jetz gilt es, nach vorne zu schauen und die guten Ansätze im nächsten Spiel erneut zu bestätigen, dann wird man sich auch wieder mit Toren und einem Dreier belohnen", sagte DJK-Trainer Oliver Eckl zu FuPa.

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Christoph Horn - Zuschauer: 58

Mit einem nicht unbedingt zu erwartenden klaren 3:0 erfüllten sich die Kaoliner den Wunsch, nach dem 0:5 im Hinspiel Wiedergutmachung zu betreiben. Die Gäste dagegen nehmen sich aktuell eine "schöpferische Pause", haben sie doch drei der letzten vier Partien abgegeben und dadurch den Kontakt zu Platz 1 verloren. Dennoch spielt der Aufsteiger eine beeindruckende Saison und mischt "oben" bei nur drei Zählern Rückstand zu Rang 2 immer noch kräftig mit.

"Sieg, drei Punkte, Revanche gelungen, auch in dieser Höhe. Großes Lob an unser Team. Ein Spiel mit Höhen und kurz vor der Halbzeit auch Tiefen. Nach der Pause war unsere Mannschaft wieder in der Spur. Das Gewinnenwollen merkte man heute jedem an. Danke auch an die zahlreichen Zuschauer und unseren Platzwart Willi. Zwei Spiele hintereinander bei dem Wetter und trotzdem war der Rasen top zu bespielen", so TuS-Coach Oliver Lassmann. Auch Trainerkollege Christian Helleder war sehr zufrieden: "Wir hatten etwas gutzumachen, dies ist uns auch mit einer sehr guten Leistung gelungen. Die Einstellung, das Spiel zu Hause gewinnen zu wollen, hat im gesamten Team gepasst. Kann jeder die in den nächsten beiden Spielen noch einmal auf den Platz bringen, wäre das natürlich optimal!"

"In der ersten Halbzeit war Hirschau die aktivere Mannschaft und ging, wenn auch durch einen windbedingten Glücksschuss, verdient in Führung. In der zweiten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel, konnten aber leider keine unserer drei Grosschancen nutzen. Durch einen Konter erzielte Hirschau dann das vorentscheidende 2:0", so Gästetrainer Stephan Schmeller.

Tore: 1:0 Jannick Meier (19.), 2:0 und 3:0 Sebastian Weih (68./72. per Strafstoß) - Schiedsrichter: Alexander Nistschuk - Zuschauer: 200

Eine am Ende unglückliche Niederlage für den Aufsteiger, der nach 0:2-Rückstand und dem Anschlußtreffer vor allem im zweiten Abschnitt etliche Einschußchancen ungenutzt ließ. Die Gäste konnten nach vier Niederlagen zuletzt in Folge ihre Talfahrt stoppen und schnürten wichtiges Punktegut in ihr Heimgepäck.

"Ein doch stark verbesserte Leistung gegenüber den letzten Wochen reichte leider auch nicht, um Zählbares in Hahnbach zu lassen. Vor allem in Halbzeit zwei wurden etliche Großchancen von uns ausgelassen, da war definitiv mehr drin", sagte SVH-Coach Christian Gäck.

"Wir wussten, dass es heute keinen Schönheitspreis gibt, es war eine sehr zähe Angelegenheit mit vielen Fehlpässen und Fehlern auf beiden Seiten. Trotzdem ist das wichtigste das Ergebnis, das stimmt auf unserer Seite und ist das Positive, was wir aus dem Spiel mitnehmen können", so Gästetrainer Bernd Scheibel am Abend nach dem Match.

Tore: 0:1 Markus Dötterl (3.), 0:2 Sebastian Rothut (24.), 1:2 Daniel Ibler (25.) - Schiedsrichter: Paul Behlau - Zuschauer: 100 - Zeitstrafe für Fabian Fruntke (Haselmühl/81.)

Aufrufe: 06.11.2023, 12:30 Uhr
Werner SchaupertAutor