Schwer enttäuscht waren die Spieler und Fans des SV Thierhaupten über den feststehenden Abstieg aus der Kreisliga Ost.
Schwer enttäuscht waren die Spieler und Fans des SV Thierhaupten über den feststehenden Abstieg aus der Kreisliga Ost. – Foto: Karin Tautz

Thierhaupten steht als erster Absteiger fest

Aufsteiger Rennertshofen schafft den Klassenerhalt +++ Burgheim verbessert sich auf einen Relegationsrang +++ Dreikampf um Platz zwei

Nach einer 3:4-Niederlage gegen den SSV Alsmoos-Petersdorf muss der SV Thierhaupten als erstes Team aus der Kreisliga Ost absteigen. Der SV Rennertshofen dagegen konnte mit einem 4:0-Sieg gegen den BC Rinnenthal den Klassenerhalt perfekt machen. Weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt hat auch der TSV Burgheim, konnte er sich durch einen überraschenden 4:2-Sieg gegen Griesbeckerzell doch auf einen Relegationsrang verbessern. Einen Dreikampf um Platz zwei liefern sich zum Saisonfinale der TSV Dasing (62 Punkte), der BC Aichach (61) und der SC Griesbeckerzell (60).

Thierhaupten
3:4
Alsm.-Peters

Vor Beginn des letzten Heimspiels verabschiedete der SV Thierhaupten drei seiner Spieler. Simon Kewitz wechselt auf die andere Lechseite zum TSV Meitingen. Mit Simon Forster und Mario Schulz beenden zwei Spieler ihre aktive Karriere, die in den vergangenen Jahren feste Größen der ersten Mannschaft waren. Nach 90 Minuten und einer 3:4-Niederlage gegen den SSV Alsmoos-Petersdorf musste sich der SV Thierhaupten dann aus der Kreisliga Ost verabschieden. Trainer Georg Mayr musste auf Stammkeeper Wolf verzichten, der durch Tobi Meir bestens vertreten wurde. Trotz seiner guten Leistung musste er in der 19. Minute einen Gegentreffer von Stefan Simonovic hinnehmen. Kurz danach setzte Thierhauptens Benjamin Ullmann einen Ball einen Ball knapp übers Tor. Nach einer Notbremse zog der Schiedsrichter die Gelbe Karte gegen Justin Holzmann. Der fällige Freistoß wurde vom Simon Kewitz zum 1:1 direkt ins Tor gelenkt (44.). Nach der Halbzeitpause kam der SVT zwar deutlich besser ins Spiel, zwei Chancen von Luis Tyroller gingen aber nicht ins Netz (46. und 48.). Nach einer Ecke köpfte Simon Forster dann zu Mitspieler Mario Schulz, der mit per Kopf Führungstreffer erzielte (51.). Alsmoos reagierte mit zwei Treffern von Simonovic (65.) und Florian Bobinger (73.). Den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte wieder Luis Tyroller. Florian Kunz besorgte dies aber dann nach einem Kopfball-Zuspiel von Lovro Jeren. Florian Bobinger schaffte es dann in der Nachspielzeit doch noch einmal das Spiel zugunsten der Gäste zu drehen.

BC Aichach
1:0
Aresing

Die Aresinger kämpften bravourös, doch die fußballerisch bessere Mannschaft stellte der BC Aichach, der zu einem hoch verdienten 1:0-Erfolg kam. Bester Mann am Platz war Arthur Vogel, der auch den einzigen Treffer markierte. In der 90. Minute schlug der eingewechselte Luis Fischer eine Flanke von der rechten Seite nach innen. Dort stand Vogel, der in Kürze 39 Jahre alt wird, genau richtig und traf zum Heimsieg. Zuvor hatte er schon einige Mal einen Treffer auf dem Fuß oder war ihm per Kopf nahe. „Wir haben zu ungenau und zu hektisch agiert“, schilderte Ernst Kapl das Duell. Die Kabinenansprache zur Pause fruchtete; die Aichacher wurden allerdings erst ganz am Ende für ihre Moral und ihren Zusammenhalt belohnt. Marcus Wehren vergab ebenfalls einige Gelegenheiten, während die Aresinger in den 90 Minuten nie so richtig gefährlich wurden. Sie präsentierten sich ausgesprochen defensiv und machten damit den Aichachern das Siegen schwer.

Firnhaberau
3:2
Adelzhausen

Nach fünf Minuten stand es bereits 2:1. Agustin Barbano und Gabriel Schorer hatten für die Augsburger getroffen, dazwischen glich Dominik Müller aus. Es war bereits der 26. Saisontreffer für ihn. Damit weist er ein ähnlich grandiose Bilanz auf wie in den Jahren zuvor. Die weiteren Treffer ließen auf sich warten. In der 72. Minute sorgte Patrick Schuch für den erneuten Gleichstand. Doch die Hoffnung der Fußballer aus Adelzhausen erhielten in der Nachspielzeit einen herben Dämpfer. Nbras Mshaweh erzielte den Siegtreffer für die Firnhaberau. Der BCA hat sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga längst im Mittelfeld festgesetzt. Noch nicht ganz frei von Abstiegssorgen steht der TSV Firnhaberau trotz dieses dreifachen Punktgewinns da.

Rennertshf.
4:0
Rinnenthal

Die Gäste waren optisch zwar während der gesamten Spielzeit überlegen, aber ab 30 Metern vor dem FCR-Tor strahlten sie kaum Gefahr aus. Die Mutzbauer-Truppe versuchte häufig mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken, was aber nur selten für Gefahr vor dem BC-Tor sorgte. Dies änderte sich in der 16. Minute, als Daniel Litzl einen starken Pass auf Philipp Stadler spielte. Keeper Hannes Treffler konnte zunächst noch parieren, der FCR-Stürmer verwertete dann aber den Abpraller zur Führung. Gleich nach dem Wechsel hatten die Gäste ihre einzige Torchance (47.), aber Ben Eckerts Abschluss war zu schwach, um Torwart Fieger vor Probleme zu stellen. In der 56. Minute setzte zunächst Thomas Krämer nach Stadler-Flanke seinen Kopfball übers Gästetor. Das 2:0 nur neun Minuten später war eine Kopie des Führungstreffers, nur dass der Passgeber diesmal Tobias Kruber hieß. Erneut scheiterte Stadler zunächst am Torwart, den zurückprallenden Ball knallte er aber in die Maschen. Beim nächsten Angriff scheiterte Daniel Litzl mit einem Heber am BC-Schlussmann. Besser machte es Tobias Kruber in der 73. Minute, als er sich im eins gegen eins durchsetzte und zum 3:0 einschoss. Den Schlusspunkt setzte nach einer Schelchshorn-Ecke Bernd Wittmann, als er per Kopf zum 4:0-Endstand traf.

Große Freude herrschte beim FC Rennertshofen über den errungenen Klassenerhalt.
Große Freude herrschte beim FC Rennertshofen über den errungenen Klassenerhalt. – Foto: Daniel Worsch

Burgheim
4:2
G`beckerzell

Im letzten Heimspiel der Saison hatte der TSV Burgheim Griesbeckerzell zu Gast. Während die deutlich favorisierten Zeller aussichtsreich um die Relegation zur Bezirksliga kämpfen, wollte Burgheim gegen den Abstieg punkten. Die Gäste begannen sehr druckvoll und hatten die ersten Abschlüsse. Für den ersten Höhepunkt sorgte aber Burgheim. Der überragende Mann der ersten Hälfte, Luis Ball, setzte sich links durch und seine Hereingabe verwertete der ebenfalls starke Markus Kugler. Danach war Griesbeckerzell zwar überlegen und hatte einige gute Abschlüsse, zielte aber meist zu hoch. Der TSV blieb aber durch Konter brandgefährlich und Luis Ball verwertete zwei dieser Angriffe eiskalt zur sensationellen 3:0- Pausenführung. Nach der Halbzeit ging es genauso weiter. Die Gäste machten Druck, waren aber nicht zielstrebig genug und wieder waren es die Burgheimer, die das Tor erzielten. Markus Kugler war es, der den Torwart umkurvte und zum 4:0 einschob. Danach merkte man, dass bei den TSV´lern die Kräfte etwas schwanden und Griesbeckerzell kam in einer hitzigen Schlussphase (mit Platzverweisen auf beiden Seiten) noch auf 2:4 heran.

Langenmos.
1:6
TSV Dasing

Die DJK Langenmosen hatte den bisherigen Tabellendritten TSV Dasing zu Gast. Tobias Schmid brachte die DJK in Führung (17.). Johannes Rummel (18.) und Simon Gilg (44.) drehten die Partie bis zur Pause. Erneut Rummel (49.) erhöhte auf 3:1. Damit war das Spiel eigentlich vorzeitig entschieden. Ein Eigentor (55.) sowie Marco Ruppenstein (76.) und Florian Higl sorgten für den 1:6-Endstand. Trotzdem ist Langenmosen gerettet. Dasing ist wieder auf dem Aufstiegsrelegationsplatz.

Mühlried
0:8
TSV Rain II

Mit einem 8:0-Kantersieg beim SC Mühlried hat sich die U 23 des TSV Rain zum Meister der Kreisliga Ost gekrönt. Gleich acht Mal musste der arme Mühlrieder Torhüter Patrick Großhauser hinter sich greifen, denn die Rainer spielten sich in einen regelrechten Torrausch. Spielertrainer Niko Schröttle eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer in der 7. Minute. Co-Spielertrainer Michael Haid legte in der 16. Minute nach und Matthias Kühling (18.), Johannes Marb per Elfmeter (39.) und Imre Pardi (44.) erhöhten zum 0:5-Pausenstand. Der SC Mühlried hatte gegen den Meister nichts zu bestellen. Nach der Pause kam Emre Barut für Trainer Schröttle auf den Platz und bedankte sich mit einem Hattrick (60., 64., 89.). „Schön, wenn er als Joker reinkommt und dann direkt drei Tore macht“, lobte Schröttle und stellte fest: „Ein hoch-verdienter Sieg, auch in dieser Höhe.“ Viel feiern werde man den vorzeitigen Titel aber nicht, sagte der Trainer nach dem Spiel. Das werde man dann nach dem letzten Saisonspiel gegen Friedberg am kommenden Wochenende nachholen.

TSV Friedbg.
2:2
Untermaxfeld

Die Leistung, die der TSV Friedberg beim 2:2 gegen Untermaxfeld zeigte, war alles andere als berauschend. „Wir hatten gefühlt mehr den Ball“, meinte Trainer Emanuel Baum. „Die besseren Chancen aber hatte Untermaxfeld. Es war ein glücklicher Punkt für uns.“ Dabei verwies er auf die Schlussphase: „Unser erster Schuss aufs Tor war in der 85. Minute.“ Das war reichlich spät, aber eben noch nicht zu spät. Marcel Pietruska kam auf diese Weise zu seinem Saisontreffer Nummer 19 und in der Nachspielzeit stellte Simon Bunk nach einem Eckball sogar noch das 2:2 her. Michael Beck und Matthias Irl hatten die Gäste aus Untermaxfeld mit 2:0 in Führung gebracht. Hätte Julian Lippmann im TSV-Kasten nicht vor 60 Zuschauern einen Elfmeter der TSG Untermaxfeld entschärft, dann hätte deren Mannschaft wohl alle drei Punkte mit nach Hause genommen.

Aufrufe: 015.5.2022, 23:59 Uhr
Augsburger Allgemeine / kornAutor