2024-07-22T11:49:03.802Z

Spielbericht
Der PSD Bank Dome in Düsseldorf ist gut gefüllt.
Der PSD Bank Dome in Düsseldorf ist gut gefüllt. – Foto: Sascha Köppen

Baller League: Streets United gewinnt Finale gegen Calcio Berlin

Baller League: 7:5-Finalsieg am Ende der ersten Saison in Düsseldorf.

Calcio Berlin gegen Streets United - so heißt das Finale der ersten Saison in der Baller League. Die beiden Halbfinalspiele verliefen dabei recht unterschiedlich, um 22.45 soll das Finale beginnen. Bei uns erfahrt ihr auch da im Liveticker alles.

Im ersten Halbfinale standen sich der Vorrundensieger Calcio Berlin und der Vierte Las Ligas Ladies gegenüber, wobei die Ladies das Gruppenspiel am 19. Februar mit 7:5 für sich entschieden hatten. Die erste Chance des Spiels hatte Moritz Leitner für die Las Ligas Ladies, doch er wurde zur Ecke abgewehrt (2.). Wenig später kam Yazid Tambo für Calcio zu einem ersten Abschluss, doch insgesamt agierten beide Teams vorsichtig, vielleicht doch etwas beeindruckt von der Kulisse. Gebrochen wurde der Bann dann wieder einmal von Kevin Weggen, der einen Freistoß fast von der Mitte in den Winkel nagelte, vollkommen unhaltbar (7.). Nur Sekunden später traf Tambo dann den linken Torpfosten, fast das 2:0 für Calcio. Das fiel dann aber Sekunden später als Eigentor aus einem ganz unglücklichen Rückpass heraus, und es kam noch schlimmer. In der 10. Minute erhöhte Meik Kühnel auf 3:0, und der Jubel darüber war kaum verklungen, als Guiliano Zimmerling von Schwarz-Weiß Essen das 4:0 nachlegte. Das Spiels schien bereits entschieden. Als Gamechanger vor der Pause wurde „3 Play“ ermittelt, auch das half den Las Ligas Ladies nicht. Bastian Oczipka packte noch das 5:0 obendrauf, ehe es in die Pause ging.

Drei Tore im "1 ond 1"

Nach der Pause nahm Calcio einen Gang heraus, aber das stellte auch nicht mehr wirklich ein Problem dar. Leitner versuchte sich noch einmal an einem Abschluss, war aber zu verspielt und verzog letztlich (20.). Moritz Borell versuchte es wenig später vergeblich aus der Distanz, der erste Treffer gelang den Ladies dann in der 23. Minute durch Kodjovi Koussou, aber es deutete sich an, dass dies dem Spiel keine Wende mehr geben würde. Der finale Gamechanger war das „1 on 1“, es traten Kevin Weggen und Moritz Leitner an. Dabei traf Weggen dann zum 6:1 (29.), es war das 15. Saisontor. Für ihn kam dann noch Meik Kühnel, der noch das 7:1 und 8:1 obendrauf setzte. Ein triumphaler Halbfinalsieg für Calcio Berlin!

Streets United zieht ins Finale nach

Im zweiten Halbfinale trafen dann Lukas Podolskis Streets United und Eintracht Spandau aufeinander. Und wie im ersten Halbfinale gab es erstmal wieder ein vorsichtiges Abtasten. Nach gut vier Minuten gab es eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Spandau nach einem Foul an Sascha Bigalke. Doch viel brachte Streets in diesen 120 Sekunden nicht zustande. Marco Cirillo hatte dann in der 9. Minute die erste Chance des Spiels für Spandau, doch er scheiterte an Keeper Kaan Gökcesin. In der 11. Minute gab es dann auch eine Zeitstrafe gegen Spandau, die bis in den Gamechanger "Onside" reichte. Ohne Abseits führte die Überzahl aber auch umgekehrt nicht zum Treffer, auch deshalb, weil es die zweite Zeitstrafe gegen Spandau gab, ehe die von Streets abgelaufen war. Es blieb nach den ersten 15 Minuten torlos.

Anschlusstreffer kommt zu spät

Der Schock des klaren ersten Halbfinales hallte noch bis in die zweite Halbzeit des zweiten Semifinals nach. Die Teams agierten vorsichtig und zurückhaltend. Und dann fiel doch das Tor – und zwar für Streets United (20.). Torschütze war Manuel Fischer, der beim 5:3 beider Teams gegeneinander vor Wochenfrist viermal getroffen hatte. Eintracht Spandau erhöhte nun etwas die Schlagzahl, Turgay Akbulut scheiterte mit seinem Abschluss aber (22.). Wenig später bekam Streets United dann die dritte Ecke, den daraus folgenden Penalty verschoss Fischer aber gegen Blerim Berisha. In der 26. Minute traf Marco Cirillo dann den Pfosten und verpasste das 2:0 für die Streets. Es kam zum Gamechanger „Fairplay“. Richard Sukuta-Pasu musste für Spandau als erster Spieler vom Feld. In Überzahl sorgte Ex-Profi Julian Schieber dann für das 2:0 für die Streets (28.), es roch nach Vorentscheidung. Ein böses Eigentor nach einer Rückgabe führte aber in der Schlussminute noch einmal zum Anschluss. Zum Ausgleich reichte die Zeit nicht mehr. Streets United erreichte das Finale gegen Calcio Berlin.

Streets United siegt im Finale 7:5

Erst deutlich nach 23 Uhr war dann Kick-Off für das große Finale zwischen Calcio Berlin und Streets United. In der 5. Minute war es dann mal wieder Kevin Weggen, der den Reigen der Torchancen eröffnete – mit einem Freistoß fast von der Mitte, bei dem Streets-Keeper Kaan Gökcesin sein ganzes Können aufbieten musste. Aus kürzerer Distanz versuchte sich direkt auf der Gegenseite dann auch Manuel Fischer – und traf den linken Pfosten (7.). Bis zum Gamechanger der ersten Hälfte blieb es beim 0:0, gespielt wurde dann im Modus „Plus One“. In diesem Modus, in dem jedes Team mit einem Feldspieler startet, war es eine starke Einzelleistung von Yazid Tambo, die das 1:0 für Calcio Berlin brachte (13.). Als dann aber Zwei gegen Zwei auf dem Platz waren, glich Gjorgji Antoski für Streets United aus (14.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel war es nach wenigen Sekunden Julian Schieber, der zum ersten Abschluss für die Streets kam. Auf der Gegenseite traf Tambo den Pfosten (18.). Die bis dahin beste Chance des Spiels vergab dann nach 19 gespielten Minuten Manuel Fischer, der in dieser Saison für die Streets schon aus ganz anderen Positionen erfolgreich war. Diesmal scheiterte er aus vier Metern. Besser machte es aus seinem Team dann in der 22. Minute Tyrece Herzhauser, der sehenswert von der linken Seite zum 2:1 für Streets United traf. Und die Podolski-Kicker legten nach: Julian Schieber war nur eine Minute später mit dem 3:1 zur Stelle. Ging Calcio Berlin nach dem starken Halbfinale jetzt die Puste aus? Sechs Minuten vor dem Ende gab es dann nach der dritten Ecke auch noch einen Penalty für Streets – eine Chance, die sich Sascha Bigalke zum 4:1 nicht nehmen ließ. Der letzte Gamechanger der Saison war das „1 on 1“. Und Kevin Weggen verkürzte gleich mit dem ersten Schuss auf 2:4. Doch er fing sich von Manuel Fischer auch gleich das 2:5. Als Fischer dann den sechsten Treffer für Streets erzielte, schien das Spiel gelaufen. Und das war es auch. Es fielen zwar munter weitere Tore in diesem Zweikampf, doch am Ende rettete Streets United einen 7:5-Sieg über die Zeit.

Aufrufe: 08.4.2024, 23:50 Uhr
Sascha KöppenAutor