2024-04-20T08:00:28.265Z

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"Würden den Klassenerhalt auch auf sportlichem Weg schaffen"

Dietikons Präsident Casanova und Sportchef Müller sind trotz Corona optimistisch

Für den FC Dietikon käme der (so gut wie sichere) Saisonabbruch nicht ungelegen, liegen die Limmattaler doch in der Gruppe 3 der 1. Liga nur knapp über dem Strich. Trotzdem wollen sich Präsident Renato Casanova und Sportchef Christian Müller in einem Interview mit der "Limmattaler Zeitung" nicht als Nutzniesser einer Annullation der laufenden Meisterschaft sehen. Existenzängste plagen die Dietiker aber genauso wenig.

"Wir wären nach unseren Transfers bereit gewesen für den Abstiegskampf", sagt Sportchef Müller. Nicht weniger als acht neue Spieler hätten nach der Winterpause auf der Dornau auflaufen sollen, um das Ziel Ligaerhalt in Angriff zu nehmen. "Wir hätten den Klassenerhalt auch auf sportlichem Weg geschafft. Davon bin ich überzeugt."

Nichtabstiegsprämie wäre "ein falsches Signal"

Nun dürften die Dietiker ihr Ziel kampflos erreichen. Was wiederum die "Limattaler Zeitung" auf die Frage brachte, ob Trainer João Paiva nun trotzdem eine Nichtabstiegsprämie erhalte. Müller gab sich zunächst ahnungslos: "Eine was?" Dann winkte er ab: "Also grundsätzlich gebe ich keine Auskunft über Vertragsdetails. Aber eine Nichtabstiegsprämie, das wäre dann doch ein falsches Signal."

Ob für die Spieler Kurzarbeit beantragt wurde, um das Vereinsbudget zu schonen, wollte die "Limmattaler Zeitung" weiter wissen. "Nein, weil die Spieler nicht beim FC Dietikon angestellt sind", antwortete Präsident Casanova. Und Müller fügte an, dass die Spieler keinen Lohn, sondern lediglich Spesen ausbezahlt erhalten. Dasselbe gelte für den Trainerstaff.

Ganz anders tönte es vor zwei Wochen bei Pierluigi Ghitti, dem Präsidenten des FC Wettingen, der sich in der "Aargauer Zeitung" klar gegen einen Aufstieg in die 1. Liga aussprach und der sein Fanionteam inzwischen sogar aus der interregionalen 2. Liga zurückgezogen hat: "In der höchsten Amateurklasse kassieren viele Spieler fixe Monatslöhne zwischen 1000 und 1500 Franken."

"Löhne, und dann noch in dieser Höhe? Niemals"

Von der "Limmattaler Zeitung" auf diese Zahlen angesprochen, betont Müller: "Ich wiederhole mich – bei uns gibts Spesen für die Spieler. Wenn beispielsweise einer von Schaffhausen auf die Dornau ins Training fährt, dann bezahlen wir das. Aber Löhne, und dann noch in dieser Höhe? Niemals, jedenfalls nicht beim FC Dietikon."

Von Existenzängsten scheint der FC Dietikon auf Grund der Corona-Krise also nicht geplagt zu sein. "Wir sind trotz allem gut aufgestellt und werden ganz sicher in die neue Saison starten. Wann immer das auch sein wird", sagt Casanova. Und Müller ergänzt: "Es ist schwer abzuschätzen, welche budgetierten Einnahmen tatsächlich wegfallen und wie gross der Verlust werden wird. Handkehrum haben wir ja auch weniger Ausgaben, wenn die Teams nicht spielen."

Wahre Worte... Denn wenn die Spieler nicht von Schaffhausen auf die Dornau fahren müssen, dann erhalten sie ja auch keine Spesen. Oder?

Aufrufe: 030.4.2020, 02:26 Uhr
Sandra TrupoAutor