2024-07-12T13:30:11.727Z

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Nach oben soll der Weg führen für den SC 04 Schwabach und Jochen Strobel. Der Coach hat seinen Vertrag verlängert.
Nach oben soll der Weg führen für den SC 04 Schwabach und Jochen Strobel. Der Coach hat seinen Vertrag verlängert. – Foto: Dirk Meier

Schwabach vertraut weiter auf Strobel - und will angreifen

Tabellendritter kann auch das Gros des Kaders halten und dürfte spätestens 2020/21 ein Kandidat für die Bayernliga sein

Der SC 04 Schwabach, derzeit Dritter hinter dem 1. SC Feucht und dem TSV Nürnberg-Buch in der Landesliga Nordost, hat die Zusammenarbeit mit Trainer Jochen Strobel auf die Saison 2020/21 ausgedehnt. Der 40-Jährige wird dann in sein drittes Spieljahr bei den Mittelfranken gehen. Damit ist laut Abteilungsleiter Norbert Hammer die Basis für die Verhandlungen mit den Spielern gelegt. Weiterhin an Bord sein werden auch Co-Trainer Christian Krach (35) sowie Torwart-Trainer Jürgen Petschner (58). Physiotherapeut Franz Reber (60) will sich auch in der Spielzeit 2020/21 weiter um die Gesundheit der Spieler kümmern. Um viele Spieler werben einige Nachbarklubs, dennoch sind bereits acht Akteure fix auch in der nächsten Spielzeit in Schwabach. Darunter sind Torhüter Dominik Brunnhübner (29), Goalgetter Anton Shynder (32), Innenverteidiger und Kapitän Thomas Mohrbach (24) und Mittelfeldspieler Florian Nißlein (24).

Die Basis für die weiteren Planungen beim SC 04 Schwabach ist gelegt. Trainer Jochen Strobel, Lehrer an einer Realschule in Schwabach und derzeit wegen der Corona-Krise zu Online-Unterricht gezwungen, bleibt ein weiteres Jahr beim früheren Bayernligisten: "Es passt alles und wir sind auch sehr erfolgreich", zögerte der Lehrer keine Sekunde seine Zusage für eine dritte Spielzeit zu geben. Platz vier im vorigen Jahr zum Einstand und aktuell Rang drei sind starke Argumente pro Strobel. Auch sein Assistent Christian Krach, Torwarttrainer Jürgen Petschner und Physiotherapeut Franz Reber werden dem Verein die Treue halten und somit steht das Funktionsteam für 2020/21. Den eingeschlagenen Weg will das Team aus der Goldschlägerstadt auch fortsetzen. "Wir setzen auf junge Spieler und da werden auch wieder welche dazukommen. Wir haben 18-Jährige und 19-Jährige Spieler im Visier, einer ist 24 Jahre alt. Die sind alle jung, hungrig und willig", sagt Strobel. Namen möchte er aber noch nicht nennen, weil noch nicht alle erforderlichen Transfermodalitäten abgeschlossen sind.

Hausbau: Bleibt Goalgetter Weiß?

Mindestens acht Akteure werden dem SC 04 aus dem aktuellen Kader die Treue halten. Verträge haben noch Keeper Dominik Brunnhübner, Kapitän Thomas Mohrbach, Tobias Spieß (20) und Samet Güler (20). Verlängert haben Tobias Zillmann (20), Alexander Schenker (19), Florian Nißlein (24) und Torjäger Anton Shynder (32), der Oldie im Kader. Damit ist schon mal ein gutes Gerüst vorhanden: "Weiterverpflichtungen werden demnächst folgen, da bin ich zuversichtlich", sagt Strobel, der mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren das zweitjüngste Team der Liga anleitet und dieses in die Spitzengruppe der starken Landesliga Nordost geführt hat. Wie stark die Schwabacher sind belegt auch die Tatsache, dass sie beide Spiele gegen Spitzenreiter 1. SC Feucht mit 1:1 und 2.2 unentschieden gestalten konnten, was keinem anderen Konkurrenten gelungen ist. "Das ist für unsere junge Truppe ein sehr schöner Erfolg", sagt Strobel. Der würde unheimlich gerne auch noch Torjäger Michael Weiß halten. Aber der 28-Jährige plant mit seiner Lebensgefährtin einen Hausbau in der Nähe von Ansbach: "Da befinden wir uns auch in Gesprächen und versuchen, dass wir Michi halten können", so der Schwabacher Coach weiter. Würde Weiß bleiben, wäre das ein ganz wichtiger Mosaikstein für den Landesligisten.

Die Konkurrenz rund um Schwabach ist groß.

Der muss im Moment allerdings auch feststellen, dass zwei Vereine aus der näheren Umgebung und der gleichen Liga sich um die Dienste einiger Schwabacher Spieler bemühen, was Strobel als "logisch" empfindet. "Das ist ja einerseits auch eine Auszeichnung für uns, dass namhafte Klubs um unsere Spieler werben. Das macht uns auch stolz", führt Strobel aus. Dabei soll es sich dem Vernehmen nach um den TSV Kornburg und den 1. SC Feucht handeln. "Da ist mehr Geld vorhanden als bei uns. Daher müssen wir mit anderen Dingen bei unseren Spielern punkten", weiß Strobel. Das sind die gute Infrastruktur der Sportanlage sowie das tolle Stadion, die Physio-Abteilung, die Gemeinschaft und der Teamgeist. "Das sind alles Dinge, die auch wichtig sind, nicht nur das Geld."

Dass der 1. SC Feucht dabei sein soll, wundert Strobel nicht: "Sie haben finanziell andere Möglichkeiten als wir", sagt Strobel, der seit eineinhalb Jahren ausgerechnet in Feucht wohnt und dort heimisch geworden ist. Während beim SC 04 Schwabach die Personalplanungen schon weit vorangeschritten sind, ist Strobel skeptisch, dass der Ball bald wieder rollen wird: "Wir haben wie alle anderen Mannschaften den Trainingsbetrieb eingestellt. Zum Glück sind wir bisher von Corona verschont geblieben. Es ist ja noch nicht absehbar, wann wieder gespielt wird. Selbst die Profiligen haben jetzt erst einmal bis Ende April dicht gemacht und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Amateure vor den Profis anfangen." So heißt es auch in Schwabach wie bei allen anderen Amateurteams abwarten, mehr kann man im Moment ohnehin nicht machen.

Aufrufe: 026.3.2020, 09:47 Uhr
Dirk Meier Autor