2024-05-24T11:28:31.627Z

Interview
Jochen Seitz führte den SV Obertraubling auf Anhieb zurück in die Kreisliga und etablierte das Team dort. Nach zwei Jahren hört er auf beim SVO.  F: Schneider
Jochen Seitz führte den SV Obertraubling auf Anhieb zurück in die Kreisliga und etablierte das Team dort. Nach zwei Jahren hört er auf beim SVO. F: Schneider

Jochen Seitz traut dem SVO einiges zu

Erfolgreiche Zeit nahm am Sonntag sein Ende +++ Beste Rahmenbedingungen in Obertraubling

Der SV Obertraubling stieg in der Saison 2014/15 überraschend in die Kreisklasse ab. Danach übernahm mit Jochen Seitz ein neuer Trainer das Ruder beim SVO und führte die Mannschaft als Meister sofort in die Kreisliga zurück. Und dort etablierte er das Team auf Anhieb. Obertraubling schloss das Klassement auf Rang acht mit 34 Punkten (10/4/2) ab. Am Sonntag verabschiedete sich Jochen Seitz nun vom SVO. Für ihn werden Michael Diermeier und Christian Rothballer übernehmen. Ein letztes Mal stellte sich Jochen Seitz als scheidender SVO-Trainer unseren Fragen.

Herr Seitz, zufrieden mit dem Erreichten?

Ja, auf alle Fälle. In der ersten Saison legten wir einen Durchmarsch zurück in die Kreisliga hin. Bereits vor der Saison wussten wir, dass wir vorne mitspielen können. Dennoch ist ein Aufstieg nur schwer zu planen, da so viel passieren kann. Das Team hat sich von Beginn an nie aus der Ruhe bringen lassen und stieg mit 22 Siegen und drei Unentschieden bei nur einer Niederlage souverän auf. Der Vorsprung auf Rang zwei betrug 17 Zähler. Danach starteten wir ganz stark in die Kreisliga-Saison. Allerdings hatten wir dann einen richtigen Anti-Lauf zu bewältigen. Somit war schon frühzeitig klar, dass wir nicht ganz vorne werden mitmischen können. Allerdings kamen wir auch nie in Bedrängnis in Bezug auf die Abstiegsregion. Für die Restrückrunde gab ich das Ziel aus, die Favoriten ein wenig ärgern zu wollen. Und das ist uns gelungen. Wir punkteten gegen die Spitzenteams vom FC Kosova (3:2), Wiesent (2:2) und gegen Sarching (1:1). In der Restrückrunde hatten wir allerdings mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Es fehlten teilweise bis zu einem Dutzend Spieler, dennoch konnten wir den Spielbetrieb beider Mannschaften aufrechterhalten.

Warum verabschieden Sie sich nun?

Inzwischen bin ich vierfacher Vater, zudem steht der Hausumbau an. Nun muss ich meine Prioritäten anders setzen. Dem Fußball bleibe ich aber erhalten. Zum einen spielen zwei meiner vier Jungs bereits im Verein, zudem spiele ich weiter für die Alten Herren des SVO. Und sicherlich werde ich mir das eine oder andere interessante Spiel im Raum Regensburg entspannt anschauen. Sollte es die Zeit irgendwann wieder einmal erlauben, dann kann es gut sein, dass ich wieder auf die Trainerbank zurückkehren werde. Nach fünf Jahren in Mötzung und zwei in Obertraubling ist nun aber erst einmal Schluss damit. Zwar kamen bereits einige Anfragen auf mich zu, aber ich habe abgesagt, denn sonst hätte ich ja auch in Obertraubling bleiben können.

Wohin geht Ihrer Meinung nach der Weg des SVO?

Mittelfristig wäre es natürlich toll, wenn der Aufstieg in die Bezirksliga klappen würde. Zudem hat die Zweite durchaus berechtigte Chancen, den Sprung in die Kreisklasse anzupeilen. Die Rahmenbedingungen beim SVO sind optimal. Allein schon wegen dem Kunstrasenplatz, der bei jedem Wetter Fußballsport zulässt. Auch im Jugendbereich wird tolle Arbeit geleistet. Jahr für Jahr kommen bestens ausgebildete Nachwuchstalente für die erste und zweite Mannschaft heraus, die sofort weiterhelfen können. Ihnen muss natürlich etwas geboten werden, damit sie bleiben. Meine Nachfolger Michael Diermeier und Christian Rothballer werden ein hervorragendes Umfeld vorfinden. Mit den Verantwortlichen kann man auf Augenhöhe diskutieren. Es wird gemeinsam nach vernünftigen Lösungen gesucht. Der Zusammenhalt ist in beiden Mannschaften gegeben. Aufgrund des Kunstrasenplatzes kann ganzjährig trainiert und gespielt werden. Zudem kann man auch in die Halle ausweichen. Die Spieler waren allesamt zuverlässig und voll bei der Sache. Die Zusammenarbeit war problemlos und machte großen Spaß. Der Abschied am Sonntag fiel mir alles andere als leicht!

Aufrufe: 025.5.2017, 13:00 Uhr
lstAutor