2024-02-23T08:22:50.674Z

Ligabericht
Führt die Torjägerliste der Kreisliga West an: Tännesbergs neuer Spielertrainer André Klahn (am Ball).
Führt die Torjägerliste der Kreisliga West an: Tännesbergs neuer Spielertrainer André Klahn (am Ball). – Foto: Hannelore Fohringer

André Klahn: »Sehr anspruchsvoll & eine Riesenherausforderung«

Der Ex-Akteur der DJK Gebenbach und der SpVgg SV Weiden ist in Tännesberg ins Trainer-Business eingestiegen – und brachte den sportlichen Erfolg gleich mit

In den letzten drei Spielzeiten tief im Abstiegssumpf gesteckt, beenden die Fußballer des TSV Tännesberg das Kalenderjahr in der Kreisliga West auf Platz drei. André Klahn, der neue Spielertrainer in Tännesberg, hat offenbar an den richtigen Hebeln angesetzt. Und hilft dem Team auch auf dem Feld mit seinen vielen Toren. Eine Spurensuche nach den Umständen des Umschwungs und Auswirkungen auf die Ziele für die Restsaison.

34 Zähler aus 16 Spielen – über zwei Punkte im Schnitt haben die Tännesberger bislang eingefahren. Das Führungsduo FC OVI-Teunz (38) und Detag Wernberg (37) ist nicht weit voraus. „Alle im Verein sind sehr zufrieden, wir sind auf einem richtig guten Weg. Und sind auch über den Erwartungen, die ich selbst gesteckt hatte“, sagt Klahn. Der ehemalige Bayernliga-Spieler kam im Sommer mit dem Vorhaben zum Kreisligisten, ein offensiveren, mutigeren Spielstil zu initiieren. Das fruchtete. Zur Winterpause stellt die Mannschaft aus der Südspitze des Landkreises Neustadt an der Waldnaab die beste Offensive der Liga. Fünfmal hat man heuer in in einem Liga- oder Pokalspiel schon mindestens sieben Mal getroffen. Stolze 21 der 55 Team-Tore gehen auf das Konto von Klahn. „Wir stellen eine sehr gute Offensive, in der jeder weiß, wie er den anderen in Szene setzen muss. Die Mannschaft hat relativ schnell den Fußball verinnerlicht, den ich mir für sie ausgedacht habe“, schildert der junge Spielertrainer, der dafür im Abwehrverhalten noch Luft nach oben ausmacht. „Da haben wir unsere Defizite. Die Offensivposten müssen noch mehr nach hinten mitarbeiten. Daran gilt es zu feilen.“

Ursprünglich wollte sich André Klahn mit der Mannschaft grob gesagt in der oberen Tabellenhälfte platzieren. Jetzt ist man Dritter. Zudem hat sich das Führungs-Quartett schon ein kleines Polster auf die übrigen Teams der 15er-Staffel verschafft. Stellt sich die Frage, was die Zielsetzung für die Restsaison ist. „In der Vierer-Spitzengruppe drin bleiben wollen wir definitiv. Mal schauen, was machbar ist und wie der Rest der Saison verläuft. Vielleicht können wir an den ersten Zwei anklopfen. Wenn wir so nah dran sind, wäre es falsch, das nicht zu versuchen“, antwortet Klahn. Der Tännesberger Torjäger spricht aber auch eine Warnung aus, niemanden in der Liga unterschätzen zu dürfen. Zumal sich die Gegner mittlerweile besser auf das eigene Spiel einstellen würden können.

Diesen Sommer ist der 28-Jährige ins Trainer-Business eingestiegen. Und das gleich in hauptverantwortlicher Position. Beim TSV Tännesberg fühlt er sich wohl. Die neue, für ihn noch ungewohnte Aufgabe bezeichnet André Klahn als „sehr anspruchsvoll. Es ist eine Riesenherausforderung, Wechsel, taktische Umstellungen etc. steuern zu müssen – und dabei selbst noch auf dem Platz sein Potenzial abzurufen. Jede Woche ist es eine neue Herausforderung. Nichtsdestotrotz macht es sehr viel Spaß, der Mannschaft den Fußball, den man sich selbst vorstellt, zu vermitteln.“

Im Winter bekommt der West-Kreisligist mit Andre Bertelshofer übrigens auch einen neuen Spieler dazu. Der 27-jährige Abwehrmann spielte in den letzten Jahren für den SC Luhe-Wildenau, stand diese Saison neunmal in der Landesliga auf dem Feld. „Er wird meine Trainertätigkeiten im Defensivbereich unterstützen. Ein Riesenplus für den Verein“, erklärt Klahn, der mit seiner Truppe gleich zum Auftakt der Frühjahresrunde den Rangzweiten aus Wernberg empfängt. Aber jetzt ist erstmal Winterpause.

Aufrufe: 04.12.2023, 15:00 Uhr
Florian WürtheleAutor