2024-05-28T12:27:18.299Z

Ligavorschau
Im Hinspiel gegen Hankofen jubelte die DJK Ammerthal um Laurin Klaus (vorne) und den nun verletzten Mario Plott (im Hintergrund) über einen überraschenden Sieg.
Im Hinspiel gegen Hankofen jubelte die DJK Ammerthal um Laurin Klaus (vorne) und den nun verletzten Mario Plott (im Hintergrund) über einen überraschenden Sieg. – Foto: Roland Schäfer

Ammerthal will Hankofen ärgern – Jahn-Gegner ohne Cheftrainer

Bayernliga Nord, 33. Spieltag: Cham kann mit einem Heimsieg fast alles klarmachen +++ Gebenbach erwartet Fortuna Regensburg

Mit Neumarkt, Ammerthal, Jahn Regensburg II und Gebenbach liegen gleich vier Mannschaften aus der Oberpfalz eng an eng beisammen im Tableau der Bayernliga Nord. Alle vier müssen noch Sorge haben, in die Relegationszone abzurutschen. Dort ist momentan noch Aufsteiger Fortuna Regensburg postiert, der seinerseits den umgedrehten Weg gehen will.

Auch noch nicht ganz frei von Sorgen ist der ASV Cham als Tabellensechster. Mit einem Heimsieg gegen Abtswind könnte die Maloku-Elf am Samstag jedoch einen gewaltigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Das gleiche Ansinnen haben Gebenbach, das Fortuna zu Gast hat, und der Jahn II, der gegen den trainerlosen Tabellenletzten SC Feucht vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe steht. Die Ammerthaler haben hingegen das Auswärtsspiel beim Tabellenführer vor der Brust...


Hinspiel: 2:1. Heißes Duell im Landkreis Amberg-Sulzbach! Platzherr DJK Gebenbach (13., 42) braucht dringend Punkte, um die Relegationsplätze nicht an sich ran zu lassen. Jene Zone will indes der SV Fortuna Regensburg (16., 36) in der restlichen Saison unbedingt noch verlassen. Es sind also wichtige Zähler zu vergeben. Setzt sich die größere Erfahrung und Routine der Gebenbacher wie schon im Hinspiel durch? Oder können die Regensburger für eine kleine Überraschung sorgen? „Die letzten Spiele waren allesamt sehr ordentlich, jedoch brauchen wir noch einen Tick mehr Überzeugung, vorn wie hinten“, macht DJK-Trainer Kai Hempel mit Nachdruck klar. Denn dann erarbeiten wir uns auch wieder das Spielglück. Es hätten mindestens vier Punkte mehr aus den letzten drei Spielen sein müssen. Gegen Regensburg wartet das nächste 6-Punkte-Spiel, ein Sieg wäre ein großer Schritt“, schiebt Hempel hinterher.

Sein Gegenüber bei Fortuna, der designierte Cheftrainer Arber Morina, tut kund: „Die Niederlage gegen Eichstätt war in Ordnung. Das erste Gegentor bei einem Standard haben wir jedoch zu billig bekommen, da muss die Zuteilung besser werden. Allmählich rennen uns die Spiele davon, es gilt zu punkten.“ Die DJK Gebenbach habe lauter individuelle Top-Leute in ihren Reihen. „Da müssen wir aufpassen, denn jeder hat die Fähigkeit, ein Tor zu erzielen“, mahnt Morina. In puncto Personal sieht es so aus: Bei Gebenbach fehlen weiterhin Kapitän Jan Fischer, Salah El Berd, Tormann Christoph Lindner und Bastian Freisinger. Und bei Regensburg sind Fabian Ziegler und Lucas Schmitt wieder Optionen für Samstag. Auch Martin Sautner ist wieder ins Training eingestiegen. „Wir gehen lieber auf Nummer sicher und lassen sie ein Spiel länger pausieren, da wir sie im Saisonendspurt unbedingt brauchen“, betont Morina hierzu.



Hinspiel: 0:4. Die Spielminuten 20 bis 45 ausgeklammert, hat die Jungtruppe des SV Donaustauf (18., 22) auch am Dienstag gegen den SSV Jahn II wieder eine gute Figur abgegeben. Zwei späte Gegentreffer kosteten der Kleinknecht/Gieler-Elf einen Punktgewinn. Nächster Heimgegner ist der ASV Neumarkt (10., 44). Bei den Adlern haben mit Morris Adelabu, Michael Winter, Younes Benslimane und Laurenz Thurm gleich vier Donaustaufer Akteure Teile ihrer Jugendzeit verbracht. Sie werden am Samstag also sicherlich doppelt motiviert zu Werke gehen. „Seit der Winterpause hat Neumarkt erst ein Spiel verloren und sechs der acht Spiele gewonnen“, hat unterdessen SVD-Coach André Kleinknecht die starke Form des Gegners im Kopf. Wie will man dem entgegenwirken? „Sie werden auch auf uns bestens vorbereitet sein und uns vor einer Herausforderung stellen. Wir wollen unsere Leistungen bestätigen, diesmal jedoch 90 Minuten durchziehen, um uns – trotz der Belastung des Dienstagsspiels – auch mit Punkten belohnen zu können“, führt Kleinknecht aus. Der Donaustaufer Kader bleibt unverändert.



Hinspiel: 0:1. Das 1:1-Unentschieden gegen den SSV Jahn II kam der DJK Ammerthal (11., 44) teuer zu stehen: Mario Plott zog sich in der Schlussphase eine Fleischwunde unterhalb des Knies zu und fällt erst einmal aus. „Der Ausfall von Mario für einige Wochen verschärft die ohnehin angespannte Personalsituation“, seufzt DJK-Trainer Florian Schlicker. Denn auch die Offensiv-Antreiber Martin Popp und Leon Rukiqi fallen weiter aus und hinter den Einsätzen von Frederic Schüll, Mustafa Fatiras und Mergim Bajrami stehen mit Blick aufs kommende Match ebenfalls noch Fragezeichen. „Die letzten Spiele haben aber gezeigt, dass die Jungs als Team alle Widrigkeiten meistern und in den 90 Minuten alles geben“, hebt Schlicker Hoffnungsvolles heraus vor dem Duell mit Tabellenführer SpVgg Hankofen (58). Die Hausherren waren nach der Winterpause bislang das wohl konstanteste der Spitzenteams, verloren jedoch zuletzt das Topspiel bei Verfolger SC Eltersdorf mit 0:2. „Den Punkt gegen den Jahn II gilt es in Hankofen zu bestätigen oder gar zu übertreffen. Die angespannte Tabellensituation wird sich wohl bis zum Schluss nicht ändern, daher wollen wir in Hankhofen punkten und haben dort sicher nichts zu verschenken. Wir wollen unser Form bestätigen und spielen auch in Hankofen voll auf Sieg“, zeigt sich Ammerthals Coach angriffslustig – den knappen Heimsieg aus dem Hinspiel noch im Hinterkopf.



Hinspiel: 2:1. Die 50-Punkte-Marke fest vor Augen hat am Samstag der ASV Cham (6., 47). Chams aktuelle Punktanzahl würde normalerweise immer für den gesicherten Klassenerhalt reichen. Heuer könnte das aufgrund der riesengroßen Leistungsdichte der Teams anders sein. Entsprechend sind die Kreisstädter gut beraten, punktemäßig noch nachzulegen in den restlichen Saisonspielen. Über die anstehende Heimaufgabe gegen den punktgleichen Tabellennachbarn TSV Abtswind (7., 47) findet ASV-Übungsleiter Faruk Maloku folgende Worte: „Es geht gegen eine richtig gute Mannschaft: Physisch robuste sowie allesamt sehr mannschaftsdienliche Spieler, taktisch gegen den Ball immer diszipliniert und mit voller Konzentration. Nach Balleroberung geht es schnörkellos mit Tempo in die Tiefe. Es ist kein Zufall, dass Abtswind die beste Rückrundenmannschaft ist und bisher die wenigsten Gegentore in der zweiten Hälfte der Saison kassiert hat“, zollt Maloku dem Kontrahenten Respekt: „Es ist eine sehr schwere Aufgabe, gegen Abtswind zu bestehen.“ Nichtsdestotrotz peilt Cham den achten Heimsieg der Saison an. Für dieses Vorhaben steht neben den Dauerausfällen Jakub Hrudka und Paul Hansen auch der verletzte Lukas Leutner nicht zur Verfügung. Stürmer Anton Henning befindet sich im Aufbautraining und könnte zumindest eine Option als „Joker“ für die Schlussphase sein.



Hinspiel: 2:2. Der kommende Jahn-Gegner SC Feucht (19., 16) erlebt turbulente Tage. Erst die 0:8-Schmach gegen Gebenbach, dann die (von Vereinsseite klar dementieren) Gerüchte nach einer erneuten Insolvenz. Und am Mittwochabend schließlich packte Trainer Dominik Haußner seine Sachen – er hätte sich mit der Art und Weise der letzten Auftritte nicht mehr identifizieren können, berichtet er auf unserem Portal. Der U21 des SSV Jahn Regensburg (12., 43) sollte diese Unruhen beim Tabellenschlusslicht kaltlassen. Es gilt, auf sich zu schauen und den spät erkämpften 2:1-Derbysieg in Donaustauf mit einem Heimdreier zu „vergolden“. Jahn-Cheftrainer Christoph Jank sagt: „Unser Ziel gegen SC Feucht ist, von Beginn an mit viel Dynamik, viel Energie und hoher Intensität das Spiel zu bestimmen, um es zu gewinnen.“ Personell gibt es bei Regensburg zwei Änderungen: Kapitän Julian Ziegler steht nach seiner Gehirnerschütterung wieder zur Verfügung, dafür hat sich Manuel Reiß eine Fußverletzung zugezogen und fällt aus.

Aufrufe: 018.4.2024, 12:50 Uhr
Florian WürtheleAutor