2024-04-16T09:15:35.043Z

Ligavorschau
Nach Etzenricht ist vor Schlicht: Riedens Nachwuchskeeper Ben Lontke dürfte erneut einiges zu tun bekommen.
Nach Etzenricht ist vor Schlicht: Riedens Nachwuchskeeper Ben Lontke dürfte erneut einiges zu tun bekommen. – Foto: Richard Weigert

Ambergs völlig neue Lage – Pfreimd ist vor Vilseck gewarnt

Bezirksliga Nord, Nachholspiele am Gründonnerstag: Scheler-Elf kann in Schwarzhofen die Siegesserie auf 10 schrauben +++ Rieden steht gegen Schlicht unter Zugzwang +++ Samstag: FC Wernberg sinnt in Auerbach auf Leistungssteigerung

Vier Nachholspiele läuten das Osterwochenende in der Bezirksliga Nord ein. Der optimal aus den Startlöchern gekommene FV Vilseck visiert am Gründonnerstag im Heimspiel gegen die SpVgg Pfreimd erneut Zählbares an, der 1.FC Rieden hat den Namensvetter aus Schlicht zu Gast und der SV Schwarzhofen stellt sich zu Hause der unbändigen Siegesserie des FC Amberg entgegen. Am Ostersamstag tritt der FC Wernberg die Auswärtsreise zum SV 08 Auerbach an.

Gründonnerstag


Hinspiel: 1:0. Wie im alten, so im neuen Jahr: In Vorbach (4:2) gelang dem FC Amberg (4., 40) der jahresübergreifend neunte Sieg in Serie und der weitere Vormarsch – das ergibt eine völlig neue Lage. Denn plötzlich ist der FCA mit seinen 40 Zählern aussichtsreich im Rennen, „es läuft“ wie es immer so treffend heißt. Der Erfolg kommt beileibe nicht von ungefähr: Trainer Andreas Scheler hat die Mannschaft im Griff und mit den beiden Siegen gegen Vohenstrauß und Vorbach ist ihm gelungen, was er wollte: Gut wieder in Tritt zu kommen. Was in Vorbach auffiel: Die Reservebank war mit zehn Spielern rappelvoll, das hat es lange nicht gegeben. Und das sagt auch, dass die Verletzten wieder da sind, dass alle wieder Spaß am Fußball haben – der Lohn ist der Erfolg. Dem könnte binnen zehn Tagen die Krone aufgesetzt werden: Schelers Mannschaft hat den Härtetest zu bestehen gegen Mannschaften, die zu den Größen der Liga gehören. Los geht's am Gründonnerstag auswärts beim SV Schwarzhofen (8., 33). Der konnte vor Wochenfrist wegen einer Spielabsage die Beine hochlegen, zuvor setzte es eine knappe Niederlage beim FC Wernberg. Eine weitere Niederlage, und der Zug nach ganz oben ist für die Birner-Elf womöglich abgefahren. Und bei den Gästen? Hat man es geschafft, was fast nicht mehr zu schaffen war: Der FC Amberg hat es nach einem furiosen (Durch)-Marsch bis zum 4. Rang nun quasi selbst in der Hand, wohin der Weg nächste Saison führt. (aus Amberg berichtet Klaus Högl)


Hinspiel: 1:2. Nach dem ordentlichen Start ins neue Jahr (vier Zähler aus zwei Spielen) führt die Reise der SpVgg Pfreimd (6., 37) am Gründonnerstag zum FV Vilseck (13., 19). Ohne Zweifel eine unangenehme Aufgabe, braucht das Ensemble um Trainer Daniel Liermann doch jeden Punkt gegen den Abstieg. Zudem ist der Aufsteiger mit den Zu-Null-Siegen gegen Rieden und Grafenwöhr hervorragend aus den Puschen gekommen. Entsprechend vorgewarnt ist Pfreimds Spielertrainer Bastian Lobinger, der vor dem Nachholspiel folgendes kundtut: „Wir gehen von einer schwierigen Aufgabe gegen eine kämpferisch starke Mannschaft aus. Das Hinspiel konnten wir in einem knappen Spiel mit 2:1 gewinnen. Mit dem Spiel in Schmidmühlen können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein. Wir wollen auch in Vilseck unsere gute Form zeigen und mit einer geschlossen Mannschaftsleistung den nächsten Auswärtssieg holen.“


Hinspiel: 2:3. Am Gründonnerstag empfängt der 1.FC Rieden (14., 17) zum Nachholspiel auf heimischen Geländen den Tabellenelften aus Schlicht (27). Der Vorjahresdritte blieb in dieser Saison bislang hinter seinen Erwartungen zurück und findet sich mit zehn Punkten Vorsprung vor den Abstiegsrängen und 14 Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze im Niemandsland der Tabelle wieder. Vergangenen Sonntag gewann die Truppe von Christoph Hegenbart ihre Auswärtspartie in Auerbach mit 2:1, einem direkten Konkurrenten der Riedener im Abstiegskampf. In der Fremde gilt für Schlicht die Devise „hopp oder top“: Vier Siege stehen fünf Niederlagen gegenüber, eine Punkteteilung gab es bisher noch nicht. Im Hinspiel gewannen die Gäste knapp mit 3:2, obwohl die Vilstaler zur Pause noch mit 2:1 geführt hatten. Die Platzherren trotzten im letzten Spiel dem Tabellenführer SV Etzenricht verdientermaßen einen Punkt ab und wollen an diese Leistung nahtlos anknüpfen. Riedens Coach Josef Fleischmann: „Wir treffen auf einen starken Gegner, der wesentlich besser ist als es sein Tabellenplatz widerspiegelt. Wir müssen alles in die Waagschale werfen und hellwach sein, damit die Punkte in Rieden bleiben.“ Wegen einer schweren Knieverletzung müssen die Gastgeber weiterhin auf Pascal Hirteis verzichten. (gau)

Ostersamstag


Hinspiel: 1:4. Nach der dürftigen Vorstellung und absolut verdienten 1:4-Niederlage in Vohenstrauß (Trainer Adi Götz: „So schlecht wie das Wetter war, so schlecht haben wir Fußball gespielt“) hofft der FC Wernberg (5., 38) am Doppelspieltag zum Osterwochenende wieder auf Zählbares. Am Karsamstag führt die Auswärtsfahrt zunächst zum SV 08 Auerbach (12., 19), der mit einem Zähler aus zwei Spielen ins neue Jahr gestartet ist. „So einfach wie im Hinspiel wird es uns der Gegner sicher nicht machen, müssen die Auerbacher doch noch dringend Punkte zum Klassenerhalt einfahren“, geht FC-Coach Götz von einer „harten Nuss“ aus. Am Ostermontag gegen den Tabellenletzten Vorbach scheinen die Vorzeichen recht klar, aber genau da liege laut Götz die große Gefahr. Personell werden die Probleme immer größer in Wernberg, hat sich doch mit Mathias Schreyer der Abwehrturm in Vohenstrauß am Mittelfuss verletzt. Auch Kapitän Christoph Lindner laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung.

Aufrufe: 027.3.2024, 14:30 Uhr
Florian WürtheleAutor