2024-02-23T08:22:50.674Z

Halle
Fortuna Regensburg (am Ball Philip Bockes) möchte Titelverteidiger Kareth-Lappersdorf (hier mit Kapitän Marco Fehr) den Titel streitig machen.
Fortuna Regensburg (am Ball Philip Bockes) möchte Titelverteidiger Kareth-Lappersdorf (hier mit Kapitän Marco Fehr) den Titel streitig machen. – Foto: Florian Würthele

3.000 Euro Preisgeld & große Änderung: Aicher Cup feiert sein Revival

Erstmals findet das traditionsreiche Hallenturnier in Lappersdorf nicht an Weihnachten, sondern erst nach Silvester statt

Zweiter Weihnachtsfeiertag, eine proppenvolle Gemeindehalle Lappersdorf, hochklassiger Hallenfußball mit Rundumbande und eine launige Pressekonferenz im Anschluss – diese Begrifflichkeiten waren viele Jahre lang eng miteinander verstrickt. Das 1992 ins Leben gerufene Traditionsturnier auf Kareths Höhen erfreute sich stets großer Beliebtheit, war ein Publikumsmagnet zur Weihnachtszeit. Die letzten drei Winter mussten die Hallenfans allerdings Ohne auskommen. „Hauptgrund dessen war Corona“, sagt Matthias Bösl aus der sportlichen Leitung des Veranstalters TSV Kareth-Lappersdorf. Woraus Bösl aber auch kein Geheimnis macht: „Danach ist es schwer geworden, Mannschaften für das Turnier zu gewinnen. Das Interesse hat seit Corona nachgelassen.“ Heuer feiert das Turnier, das sich seit 2014 „Aicher Holzbau-Cup“ schimpft, sein Revival. Mit altem Modus, einem regionalen Teilnehmerfeld – und einer großen Änderung.

Und zwar wird der Hallenkick diesmal erstmals nicht am 26. Dezember stattfinden. Sondern erst nach Silvester, am Freitag, den 5. Januar als Abendveranstaltung. Um 17 Uhr geht's los. „Der zweite Weihnachtsfeiertag war jahrelang der ideale Tag. Das ist jedoch immer mehr abgeebbt, weil sich in der Gesellschaft gewisse Dinge verändert haben. Wir haben es bewusst als Abendveranstaltung aufgezogen, jeder hat am nächsten Tag frei“, erläutert Bösl, der Namensgeber und Sponsor Michael Aicher seine Dankbarkeit ausspricht: „Er macht dieses Turnier erst wieder möglich.“ Dank Aichers Unterstützung kann heuer wieder ein stolzes Preisgeld von ingesamt 3.000 Euro ausgeschüttet werden.

Das diesjährige Teilnehmerfeld ist sehr regional gehalten. Der FC Thalmassing, der SV Wenzenbach und der TSV Bad Abbach aus der Bezirksliga Süd, der FC Tegernheim, der ASV Burglengenfeld und der TSV Kareth-Lappersdorf aus der Landesliga Mitte sowie Bayernligist und Turnierfavorit SV Fortuna Regensburg sorgen für ordentlich Lokalkolorit. Dagegen wirkt Landesligist SC Luhe-Wildenau aus dem Weidener Raum in geographischer Hinsicht fast schon wie ein „Paradiesvogel“ in diesem Achterfeld, welches nächste Woche in zwei Vorrundengruppen aufgeteilt wird. Dann soll die Auslosung stattfinden.

Matthias Bösl spricht von einem „sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld“, in dem Fortuna Regensburg „mit ihren Hallenspezialisten sicherlich ein wenig herausragt“. Das verspreche Spannung. Wichtig war den Turnierverantwortlichen, dass die teilnehmenden Vereine auch gern in der Halle spielen. Generell wünscht sich der Funktionär des Veranstalters, dass das Traditionsturnier künftig wieder mehr Strahlkraft entwickelt als in den jüngeren Ausgaben. „Der Hallenfußball im Raum Regensburg soll nicht wegbrechen“, sieht Bösl das große Ganze. „Was wir vorhaben ist ein Versuch, das Turnier wieder aufleben zu leben: Dass einfach wieder mehr Zuschauer in die Halle kommen und die Mannschaften mehr Freude daran haben. Für mich selbst war Hallenfußball mit Rundumbande immer eine tolle Sportart. Und wenn Mannschaften mit Freude und Motivation um den Sieg kämpfen, verspricht das auch für die Zuschauer interessante Spiele.“ Für einen kleinen Motivationsschub soll ein modernerer Ablauf sorgen: Eine professionelle Firma sorgt für passendes Licht und Ton. Und Christian Sauerer, Moderator im regionalen Fernsehen sowie Stadionsprecher beim SSV Jahn, moderiert die Veranstaltung. „Wir wollen mehr Pep und meh Leben in die Bude bringen und erhoffen uns davon, dass es auch für die Zuschauer eine attraktive Veranstaltung wird.“

Titelverteidiger ist übrigens der TSV Kareth. Der hatte das eigene Turnier nie gewinnen können, ehe er 2018 und 2019 zweimal nacheinander als Triumphator hervorging. Auch diesmal wollen die Gastgeber eine gute Karte abgeben. Überraschungen wird es sicher auch wieder geben. Zumal auch die teilnehmenden Bezirksligisten gute Hallenkicker in ihren Reihen haben.

Aufrufe: 029.11.2023, 13:00 Uhr
Florian WürtheleAutor