
Der MSV Duisburg hat am 25. Spieltag der 3. Liga Wiedergutmachung für die 1:6-Schmach aus der Vorwoche beim SV Wehen Wiesbaden betrieben und Schlusslicht 1. FC Schweinfurt mit 3:1 (3:0) geschlagen. Damit übernehmen die Zebras vorerst Platz eins.
Beim Debüt von Trainer Jermaine Jones zeigte Schweinfurt im ersten Durchgang einen teils desolaten Auftritt. Dietmar Hirsch, gelb gesperrt, hatte auf der Tribüne dagegen einige Male etwas zum Grinsen, so auch in der 4. Minute, als Conor Noß sehenswert die Führung markierte (4.). Nach gutem Pressing erhöhte Aljaz Casar für die Hausherren (20.), die bis auf das Traumtor von Can Coskun (36.) einige weitere gute Gelegenheiten ausließen. Die Partie hätte deutlich höher ausfallen können, allerdings ließ bei Duisburg im zweiten Durchgang die Intensität nach. Deshalb kamen auch die Gäste zu Möglichkeiten: Winners Osawe betrieb zwar Ergebniskosmetik (77.), aber ein Comeback war nicht mehr drin.
Weil der MSV mehr Tore als Osnabrück geschossen hat, sind die "Zebras" trotz Punkt- und Torgleichheit vorerst Tabellenführer der 3. Liga. Energie Cottbus kann am Sonntag mit einem Erfolg in Aue wieder vorbeiziehen.
MSV Duisburg – 1. FC Schweinfurt 05 3:1
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Alexander Hahn, Niklas Jessen, Can Coskun, Leon Müller, Conor Noß (81. Jesse Tugbenyo), Aljaz Casar (81. Steffen Meuer), Dominik Kother (64. Jan-Simon Symalla), Patrick Sussek (64. Jakob Bookjans), Lex-Tyger Lobinger (71. Florian Krüger)
1. FC Schweinfurt 05: Maximilian Weisbäcker, Luca Trslic, Nick Doktorczyk (63. Lauris Bausenwein), Leonard Langhans, Lucas Zeller, Kristian Böhnlein (63. Tim Latteier), Johannes Geis, Winners Osawe, Michael Dellinger (46. Sebastian Müller), Joshua Endres, Manuel Wintzheimer (71. Erik Shuranov)
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel) - Zuschauer: 18486 - Tiefstwert in der Saison
Tore: 1:0 Conor Noß (4.), 2:0 Aljaz Casar (20.), 3:0 Can Coskun (36.), 3:1 Winners Osawe (77.)
In dieser Woche wird der MSV Duisburg alles daransetzen, die böse 1:6-Klatsche vom Gastspiel bei Wehen Wiesbaden schnellstmöglichen aufzuarbeiten und abzuhaken, damit ein solches Debakel nicht noch einmal passiert. Die Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich dem Team von Dietmar Hirsch am kommenden Samstag gegen Drittliga-Schlusslicht 1. FC Schweinfurt, allerdings wird der Ex-Profi dann gesperrt fehlen.
Was vermutlich nicht alle auf dem Schirm haben, ist, dass auch Trainer gelb gesperrt im deutschen Fußball fehlen können. Sieht ein Coach die vierte gelbe Karte in der laufenden Saison, wird er automatisch für eine Partie gesperrt. So geschehen in Wiesbaden, weshalb der 54-Jährige eine Zwangspause an der Linie einlegen und das Co-Trainerteam um Marvin Höner übernehmen muss.
Hirsch wird natürlich alles daransetzen, den Dritten der 3. Liga bestmöglich auf das nächste Heimspiel vorzubereiten. Nach der Niederlage in Wiesbaden hat nämlich auch sich selbst in die Pflicht genommen. Zu Magenta Sport sagte er: "Der Gegner war heute haushoch überlegen. Wir waren nicht griffig. Wir haben sie spielen lassen. Dafür ist Wiesbaden zu gut. Mit dem 1:4 war der Deckel drauf. Das war echt Mist heute. Wir sind alle dafür verantwortlich. Wir hinterfragen uns, was haben wir trainiert, was haben wir eingestellt. Wir gehen da gemeinsam durch. Das gehört dazu. Wir werden eine Reaktion zeigen."
Auch nach so überraschend hohen Packung sieht die Ausgangslage für die Zebras weiterhin gut aus: Tabellenführer Energie Cottbus hat lediglich zwei Zähler mehr als der Aufsteiger, der mit dem VfL Osnabrück und Rot-Weiss Essen punktgleich ist. Der SC Verl belegt hinter Cottbus den zweiten direkten Aufstiegsplatz.
Das Hinspiel entschied der MSV Duisburg in Schweinfurt mit 3:0 für sich, dem Mit-Aufsteiger fehlen mittlerweile 17 Punkte auf das rettende Ufer, weshalb ein Klassenerhalt in der 3. Liga unwahrscheinlich scheint.
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