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Viererpack Kaya: MSV Duisburg wird in Wiesbaden gnadenlos vorgeführt

3.Liga: Defensive Auflösungserscheinungen taten sich teilweise beim MSV Duisburg auf. Die schlussendliche 1:6 (0:3)-Pleite gegen den SV Wehen Wiesbaden ist ein gehöriger Rückschlag im Aufstiegskampf.

von Markus Becker · 14.02.2026, 15:57 Uhr · 0 Leser
Fatih Kaya war vom MSV nicht zu bremsen.
Fatih Kaya war vom MSV nicht zu bremsen. – Foto: Imago Images

Ein Tag zum Vergessen für den MSV Duisburg. Nach einer insgesamt haarsträubenden Vorstellung in der Defensive setzte es eine empfindliche Pleite gegen den SV Wehen Wiesbaden, der damit auch bis auf zwei Zähler an die Zebras heranrückt.

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Braune verhindert zunächst noch Schlimmeres

Zwei Standardsituationen brachten die Zebras früh in die Bredouille. Zunächst zwang Florian Hübner Schlussmann Max Braune nach einem wuchtigen Kopfball zu einem starken Reflex (2.). Direkt darauf war der Keeper jedoch machtlos. Der Eckstoß von Niklas May flog auf den kurzen Pfosten, wo Fatih Kaya bereitstand und das Leder kreativ per Hacke über die Linie bugsierte (3.). Die Anfangsphase hatten sich die Duisburger sicher anders ausgemalt, zumal der SVWW weiter gefährlich blieb. Robin Kalems Abschluss in gefährlicher Position stellte Braune jedoch vor keine großen Probleme (6.). Wenig später auch noch ein personeller Tiefschlag für den MSV: Joshua Bitter verletze sich in einem Sprintduell mit Kalem, ihn ersetze Niklas Jessen (10.). Duisburg konnte bekam weiter keine Zugriff auf entfesselt aufspielende Hausherren. Braune konnte den Distanzschuss von Tarik Gözüsirin zunächst noch vereiteln (21.), konnte beim Kopfball von Moritz Flotho aber nur noch hinterherschauen, wie die Kugel im Kreuzeck einschlug (26.).

Daraufhin ließen es die Wiesbadener zunächst etwas ruhiger angehen und gaben Duisburg wieder etwas mehr Leine. Der MSV tat sich nach der kalten Dusche zu Beginn jedoch schwer, klare Offensivmöglichkeiten zu erspielen.

In Halbzeit zwei kommt es noch dicker

MSV-Coach Dietmar Hirsch wechselte gleich dreifach zur Pause. Jesse Tugbenyo und Levin Müller ersetze Aljaz Casar und Rasim Bulic. Dazu kam Florian Krüger für Patrick Sussek. Und nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff schien sich die personelle Änderung bereits bezahlt zu machen. Lex-Tyger Lobinger zeigte mit einer Hereingabe sein feines Füßchen, Krüger schaltete im Zentrum am schnellsten und spitzelte die Kugel über die Linie (46.). Aufholjagd? Das wollte der SVWW schnellstmöglich verneinen, wurde aber von erneut löchrig verteidigenden Duisburgern eingeladen. Fabian Greilinger stieß auf der linken Seite bis auf die Grundlinie und feuerte den Ball ins Zentrum, wo Kaya einlief und den Fuß zum 4:1 reinhielt (47.). Die Wiesbadener Lebensversicherung hatte noch immer nicht genug, zunächst zielte er aus guter Position noch zu hoch (51.), wenig später brach Kaya nach Steilpass von Flotho wieder durch und behielt auch vor Braune die Nerven (63.). Es brachen nun alle Dämme beim MSV und Wiesbaden hatte noch nicht genug. Diesmal bewies sich Kaya als Vorbereiter, nutzte aber auch die ihm sich anbietenden Räume für einen Pass in den Lauf von Lukas Schleimer, der hatte ebenfalls nur noch Braune vor sich und sorgte so für das halbe Dutzend (67.).

Danach war in gewisser Hinsicht die Luft raus. Der SVWW ging nicht mehr intensiv auf weitere Tore, für einen gehörigen Denkzettel reichte es dafür ohnehin. Nicht nur verpasst der MSV den Sprung an die Tabellenspitze, sondern gibt einem direkten Konkurrenten auch noch viel Aufwind im Aufstiegsrennen. Dass beim engen Gedränge in der Spitzengruppe auch das Torverhältnis eine entscheidende Rolle spielen könnte, unterstreicht das Ausmaß der Niederlage. Viel aufzuarbeiten gibt es also für den MSV und Dietmar Hirsch bis zum Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt (21. Februar).

SV Wehen Wiesbaden – MSV Duisburg 6:1
SV Wehen Wiesbaden: Noah Brdar, Sascha Mockenhaupt, Justin Janitzek, Florian Hübner, Niklas May (46. Fabian Greilinger), Jordy Gillekens, Gino Fechner, Tarik Gözüsirin (70. Donny Bogicevic), Robin Kalem (57. Lukas Schleimer), Moritz Flotho (70. Nikolas Agrafiotis), Fatih Kaya (79. Ibrahim Ati Allah)
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter (9. Niklas Jessen), Alexander Hahn, Rasim Bulic (46. Leon Müller), Jan-Simon Symalla, Can Coskun (70. Ben Schlicke), Conor Noß, Aljaz Casar (46. Jesse Tugbenyo), Patrick Sussek (46. Florian Krüger), Lex-Tyger Lobinger
Schiedsrichter: Timon Oliver Schulz (Lehrte)
Tore: 1:0 Fatih Kaya (3.), 2:0 Moritz Flotho (26.), 3:0 Fatih Kaya (45.+2), 3:1 Florian Krüger (46.), 4:1 Fatih Kaya (47.), 5:1 Fatih Kaya (62.), 6:1 Lukas Schleimer (67.)