VfR Garching zieht wegen Türkgücü-Spiel vors Sportgericht
Montag 13.07.20 10:40 Uhr|Autor: Münchner Merkur (Nord) / Nico Bauer17.707
"Wir können nichts für Corona und wir können nichts dafür, dass Türkgücü jetzt aufsteigt", sagt der sportliche Leiter des VfR Garching, Ludwig Trifellner. Foto: VfR Garching

VfR Garching zieht wegen Türkgücü-Spiel vors Sportgericht

VfR will Punkte zurück
Ob die drei Punkte vom Sieg gegen Türkgücü gestrichen werden und der Verzicht des FC Memmingen auf das Halbfinale um den bayerischen Toto-Pokal gegen den TSV 1860 München beschäftigen Fußball-Regionalligist VfR Garching.


Garching – Der Verzicht des FC Memmingen auf das Halbfinale um den bayerischen Toto-Pokal gegen den TSV 1860 München ist ein heißes Thema bei den Fußballern. Für den Regionalliga-Letzten Garching ist der Vorletzte Memmingen Hauptkonkurrent für das Minimalziel Relegation. Für dieses Fernduell sieht der Sportliche Leiter Ludwig Trifellner durch die Pokalabsage keine veränderte Situation.

„Ich kann es nicht so ganz verstehen“, sagt Trifellner zu der Absage des Pokal-Halbfinals, dass als Geisterspiel hätte stattfinden müssen. Garchings Funktionär vermutet, dass die Memminger nach den Corona-Kaderveränderungen keine Chance sehen und im Gegenzug für die Absage in einem Jahr ein Freundschaftsspiel gegen die Löwen mit einigen Tausend Zuschauern und einer großen Einnahme bekommen. Wenn Zweitliga-Aufsteiger Würzburg das andere Halbfinale gegen Aschaffenburg gewinnt, dann hat der TSV 1860 die Teilnahme am DFB-Pokal schon sicher.

In der Liga hat Memmingen drei Punkte mehr als Garching, das eine Partie weniger absolviert hat. Ludwig Trifellner kann sich nicht vorstellen, dass Memmingen auch die Ligaspiele abschenkt: „Die haben noch gute Jungs und einen guten Trainer.“ Ähnlich wie in Garching bleibe auch bei den Allgäuern der halbe Kader vom Saisonstart an Bord. „Wir bekommen nach dem Neustart überhaupt einige interessante Ergebnisse“, vermutet Trifellner. Die Kräfteverhältnisse in der Liga werden sich mit stark veränderten Kadern grundlegend wandeln. Trifellner erwartet ein noch größeres Gefälle zwischen den von der 3. Liga träumenden Topteams und den Kellerkindern.

In den nächsten Tagen wird es nun ernst für den Garchinger Kampf um die drei Punkte vom Sieg gegen Türkgücü. Mit Garching, Buchbach und Eichstätt haben drei Vereine den Drittliga-Aufsteiger besiegt und das Streichen des Ergebnisses wäre für den VfR eine gewaltige Hypothek. Vom Sportgericht wurde von den Garchingern eine Stellungnahme angefordert und die kommenden Tage wird ein schriftliches Urteil verschickt. Trifellner hat dabei den klaren Standpunkt, dass man Garching die Punkte nicht nehmen darf: „Wir können nichts für Corona und wir können nichts dafür, dass Türkgücü jetzt aufsteigt.“ Die Situation sei komplett anders als bei der Insolvenz eines Vereins, wenn als Resultate annulliert werden. Trifellner sagt auch deutlich, dass die Garchinger beim Verlust der drei sportlich fair gewonnenen Punkte rechtliche Mittel einlegen würden und auch der Gang vor ein ordentliches Gericht ein Thema wäre.


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Tabelle
1. Schweinfurt 2221 44
2. Nürnberg II 2226 43
3. SpV Bayreuth 2221 40
4. Aschaffenb. 2119 38
5. Gr. Fürth II 226 35
6. Eichstätt 2217 34
7. Aubstadt (Auf) 215 33
8. Buchbach 210 31
9. FC Augsburg II 215 28
10. SV Wacker 22-4 26
11. Illertissen 22-13 25
12. TSV Rain (Auf) 21-14 24
13. Heimstetten 22-11 23
14. Schalding 20-16 23
15. 1860 Rosenh. 22-24 21
16. FC Memmingen 20-11 19
17. VfR Garching 19-27 13
18. Türkgücü Mün o.W. (Auf) 00 0
Die vier Erstplatzierten spielen eine Aufstiegs-Playoffrunde um die Relegationsteilnahme, die dann gegen den Meister der Regionalliga Nord ausgetragen wird.

Tordifferenz zählt bei Punktgleichheit.
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