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Sonntag 17.09.17 18:15 Uhr|Autor: SHZ / habo109
Foto: objectivo/Kugel.

VfB Lübeck verschläft erste Hälfte gegen Hamburger SV II

Lübecker mit indiskutabler Leistung in Durchgang eins

Es lief die 36. Spielminute, als Nico Löffler am gegnerischen Strafraum einen Einwurf ausführte – und dieser als falsch zurückgepfiffen wurde. Dies war der Tiefpunkt einer indiskutablen ersten Hälfte, die die Basis zur hochverdienten 0:2-Niederlage des VfB Lübeck im Spitzenspiel beim Nachwuchs des Hamburger SV darstellte.



Wer seine alten Schulzeugnisse herauskramt, kennt sie noch: die Note, die im Fach Religion vergeben wurde: „teilgenommen“. Nicht mal das konnte man dem VfB in den ersten 20 Minuten attestieren. Bis auf Gary Noel stellte sich das gesamte Team um den eigenen Strafraum herum auf und wartete. Und wartete. Und wartete. Bis endlich der HSV-Führungstreffer gefallen war.

Es wurde den schönen Kombination zugeschaut, die Flankenläufe der Hamburger respektvoll begleitet oder die Kopfballverlängerungen aus der Ferne betrachtet. Von links und rechts flogen die Bälle rauschend durch den Strafraum, draußen rief sich Trainer Rolf Landerl die Stimme aus dem Hals – und auf dem Platz passierte: nichts!

Wie gut, dass auch der HSV in dieser Phase noch nicht zielstrebig war und immer Törles Knöll im Angriffszentrum suchte. Doch der war nicht dabei, weil er in Hannover sein Bundesligadebüt gefeiert hatte – und Vertreter Christian Stark fehlte die Spielpraxis. Er flog nach zwölf Minuten an einer flachen Hereingabe von Jonas Behounek vorbei.

Dann aber nahm Tatsuya Ito das Heft in die Hand und erteilte Henrik Sirmais eine Lehrstunde. Vor dem 1:0 marschierte er auf dem linken Flügel locker an seinem Gegenspieler vorbei, wurde dann von Daniel Halke zu Fall gebracht. Gegen den berechtigten Strafstoß hatte Torwart Benjamin Gommert keine Chance.

Danach kamen die Lübecker immerhin zum zweiten Mal über die Mittellinie. Der HSV war zwar weiterhin bemüht, besonders über die Außenpositionen Druck auszuüben, ließ den Gegner nun aber kommen. Da die HSV-Jungs eine Zweikampfquote von etwa 80 Prozent hatten, kontrollierten sie die Partie nach Belieben. Wieder war es Ito, der in der 29. Minute für den entscheidenden Impuls sorgte: Er tunnelte Sirmais, drang in den Strafraum ein und passte flach vor das Tor, wo erneut Steinmann das 2:0 markierte.

Immerhin ließ sich Lübeck auch mal vorn blicken, indem Gary Noel eine Linksflanke überweg köpfte (35.) und Yannick Deichmann einen Freistoß in die Arme von HSV-Keeper Morten Behrens schlenzte (42.). Auf der Gegenseite hatte Stark das 3:0 auf dem Fuß, schoss aber aus acht Metern Gommert an (45.).

Zur Pause brachte Landerl, zwei neue Akteure: Aleksandar Nogovic trieb nun aus dem Mittelfeld an, sodass Deichmann eine Position nach vorn rückte, und Gökay Isitan sollte für Schwung über links sorgen, sodass Dennis Hoins auf den rechten Flügel auswich. Grundlegend änderte sich aber die Einstellung. Endlich wurden die Zweikämpfe angenommen.

So wurde die Partie offener. Isitans 22-Meter-Schuss (54.) strich genauso vorbei wie Gomigs Freistoß (58.). Dennis Wehrendt köpfte überweg (63.), ehe der von Hoins gut freigespielte Noel immerhin schon am Torwart scheiterte (69.). Nach einem Zweikampf zwischen Giese und Hoins in der 73. Minute forderten die Gäste-Fans Elfmeter, doch Hoins musste sich nur wegen eines Krampfes behandeln lassen, und in der Schlussminute schloss Isitan noch einen Konter mit einem 17-Meter-Schuss ab.

Letztlich behielt der HSV alles unter Kontrolle – zwar mit weniger Tormöglichkeiten, aber immer noch den besseren. So scheiterte der gebürtige Lübecker Sebastian Haut nach einem Konter über Leon Mundhenk an Gommert (67.), der auch gegen Ito glänzend reagierte und zur Ecke klärte (82.), ehe Ito noch einmal die Krönung seiner herausragenden Leistung verwehrt blieb, als er vorbei schoss (89.). Insgesamt gab es aber am Sieg des HSV nichts zu deuteln, der nun die Tabellenführung vom VfB übernommen hat.
 
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