UTSG II vor Kreisoberliga-Aufstieg
Dienstag 09.06.20 08:00 Uhr|Autor: Dirk Ortmann (Usinger Anzeiger)247
Trainer Rainer Birkenfeld (Mitte) und die Mannen der Usinger TSG II können sich, falls der Verbandstag der Empfehlung des Vorstandes des Hessischen Fußball-Verbandes folgt, auf den Aufstieg in die Kreisoberliga freuen. Archivfoto: jf

UTSG II vor Kreisoberliga-Aufstieg

KLA & KOL HOCHTAUNUS: +++ Folgt Verbandstag der HFV-Vorstands-Empfehlung, dann klettert Usingens „Zweite“ als Dritter der A-Liga eine Spielklasse höher +++

HOCHTAUNUS. Nun wird es also wohl doch noch etwas mit dem Aufstieg der Relegationsteilnehmer aus den Hochtaunus-Kreisligen in die nächst höhere Spielklasse. Mit Ausnahme des Kreisoberligisten Teutonia Köppern.




Am 20. Juni wird der Verbandstag des Hessischen Fußball-Verbandes, der in einem Livestream übertragen werden soll, neben dem abschließenden Beschluss über Fortsetzung oder Abbruch der laufenden Saison auch über die Aufstiegsregelung (mit Releganten oder ohne) befinden.

In der Hochtaunus-Kreiskonferenz am 13. Mai gab es ein klares Meinungsbild mit 88 Prozent für Modell „3“: Das heißt Abbruch, alle Aufsteiger hoch, keine Absteiger. Relegations- und Aufstiegsspiele sollen entfallen. So hatte sich auch der Verbandsvorstand am 16. Mai positioniert. Die Frage, ob es im Seniorenbereich weitere Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen geben soll, sollte noch geprüft werden. Nun hat der Verbandsvorstand beschlossen, dem Verbandstag einen zusätzlichen Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach der Quotientenregel zu empfehlen (siehe UA vom Montag).

Hochtaunus-Kreisfußballwart Andreas Bernhardt schreibt dazu in der jüngsten Ausgabe des „Corona-Kicker“, einem digitalen Infoblatt des Kreisfußball-Ausschusses zur zeitnahen Information der Vereine: „Daraus ergibt sich, insofern dieses Modell auch am Verbandstag von den Delegierten mehrheitlich angenommen wird, dass in unseren Kreisligen A, B und C auch die Vereine auf dem Relegationsplatz aufsteigen können. Für den Juniorenbereich wird dies in der kommenden Woche noch im Jugendbeirat des Verbandes besprochen. Hier ist abzuwarten, was unser Kreisjugendwart im Nachgang berichten wird.“

Nimmt der Verbandstag diese Empfehlung an, dann bedeutet das für die Ligen im Kreis Folgendes:

Kreisoberliga: Für die Mannschaft in der Hochtaunus-Kreisoberliga, die hinter Meister FV Stierstadt auf dem zweiten Platz nach der Quotiententabelle liegt, Teutonia Köppern, gibt es keinen Aufstieg, da bei der Auswertung der Quotienten der zweitplatzierten Teams der KOL Frankfurt, KOL Friedberg und KOL Hochtaunus die FSG Burg-Gräfenrode (Friedberg) den besten Quotienten aufweist. Interessant: Burg-Gräfenrode hat bisher erst 13 Spiele absolviert, der FC Tempo (Frankfurt) 23 und Teutonia Köppern 19.

Kreisliga A: Die Usinger TSG II steigt als Tabellendritter hinter Meister SF Friedrichsdorf II und dem Tabellenzweiten FC Mammolshain nach der Quotientenregelung in die Kreisoberliga auf. UTSG-Trainer Rainer Birkenfeld sagte dem UA auf Nachfrage: „Wir haben schon bei der ersten Empfehlung, dem, Nichtaufstieg der Releganten, gesagt, dass wir das ohne Murren akzeptieren. Wenn wir jetzt doch aufsteigen dürfen, dann Murren wir natürlich erst recht nicht. Letztlich ist es aber so, dass wir auf die Verbands-Entscheidungen überhaupt keinen Einfluss haben und alles akzeptieren, was kommt.“ In dieser Liga ging es eng zu. Der „eigentliche“ Rangdritte DJK Bad Homburg II (25 Punkte, 15 Spiele) fiel nach Anwendung der Quotientenregelung hinter die Usinger TSG II (25 Punkte, 14 Spiele) und auch die SG Hundstadt (24 Punkte, 14 Spiele) auf Rang fünf zurück.

Kreisliga B: Der TV Burgholzhausen steigt als Tabellendritter hinter Meister SG Ober-Erlenbach II und dem Tabellenzweiten SG Westerfeld in die A-Liga auf.

Kreisliga C: Nach Anwendung der Quotientenregelung rückte die FSG Niederlauken/Laubach auf den ersten Platz vor und steigt auf. Wahrscheinlich rückt nun auch der auf Platz zwei zurückgefallene SV Seulberg II in die B-Liga auf.

Bernhardt für Variante B

Über folgende Modelle wird am Verbandstag abgestimmt werden, wenn zuvor mehrheitlich der Saisonabbruch beschlossen wird:

Variante A: Abschlusstabelle nach Quotientenregel direkte Aufsteiger und Absteiger keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen.

Variante B: Abschlusstabelle nach Quotientenregel direkte Aufsteiger, keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen.

Variante C: Abschlusstabelle nach Quotientenregel direkte Aufsteiger, keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach Quotientenregel.

Der Verbandsvorstand empfiehlt den Delegierten, für die Variante C zu stimmen.

Hochtaunus-Kreisfußballwart Andreas Bernhardt schreibt im Corona-Kicker, dass er aber, nach aktuellem Stand, den Delegierten des Kreises die Variante B empfehlen wird, da sie von großer Mehrheit der Vereinsvertreter im Kreisdialog konkret angeraten worden sei und ihm für die spieltechnische Organisation im Sinne aller Vereine nach intensiver Abwägung als die sinnvollste erscheine. Jedoch sei die Videokonferenz vor dem Verbandstag mit den Vereinsvertretern des Kreises am Dienstag, 16. Juni (19.30 Uhr), für eine endgültige Empfehlung abzuwarten.




Tabelle
1. Stierstadt 1958 53
2. Teu. Köppern 1926 40
3. 1. FC Obers. 1923 40
4. EFC Kronberg * 199 34
5. SC Oberursel 197 32
6. FSG W/W/S * 198 31
7. SG Ober-Erl. 1915 30
8. FC N.-A. II 190 26
9. Oberhöchst. (Auf) 19-14 26
10. SG E./W. (Auf) 190 22
11. SpVgg Bad H. 19-1 22
12. SGK 1890 B/H 19-16 21
13. SV Seulberg 19-18 21
14. SG TSG Wehrheim 19-14 14
15. SGE Feldberg (Auf) 19-36 9
16. Weißkirchen 19-47 9
* EFC 1910 Kronberg: 2 Punkte Abzug
* FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach: 1 Punkte Abzug
Wertung gemäß Direkter Vergleich
Wertung gemäß Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
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