Lok ist früher als gedacht im Ziel
Mittwoch 08.05.19 15:11 Uhr|Autor: Lutz Schinköth500

Lok ist früher als gedacht im Ziel

Sportfreunde Lok Belingen-Wengerohr nutzen Patzer von Minderlittgen und sind drei Spiele vor Schluss bereits durch.

Die Lok aus Wengerohr und Belingen ist nach einem 3:1-Erfolg gegen Hetzeraths Reserve vorzeitig Meister in der Kreisliga C I. Das Team des Anfang 2017 neugegründeten Vereins nutzte einen überraschenden Patzer von Verfolger SG Minderlittgen II zum Titelgewinn.




Damit hatte nicht jeder im Lager der Lok gerechnet. Zunächst wurden die Hausaufgaben beim eigenen 3:1-Erfolg gegen den SV Hetzerath II erledigt, kurz danach kam die frohe Kunde aus Binsfeld:  Verfolger SG Minderlittgen II unterlag völlig überraschend beim Tabellendrittletzten SG Landscheid/Binsfeld/Niederkail II mit 2:3. Lok-Trainer Jan Kohlei beschreibt den Moment, als er vom Fauxpas des ärgsten Verfolgers erfuhr, so: „Nach dem Abpfiff waren wir nur noch einen Punkt vom Aufstieg entfernt. Wir haben dann am Mittelkreis das Ergebnis von Landscheid abgewartet. Dann ist die Sache eskaliert. Im positiven Sinne.“

14 Siege, ein Remis: Eine starke Ausbeute:  Nach Bekanntwerden des Landscheider 3:2-Sieges lagen sich Fans, Spieler und Vereinsmitglieder freudetrunken in den Armen und genossen den Moment. „Damit hatte niemand gerechnet, dass das schon so früh passiert. Obwohl wir personell geschwächt waren, haben wir ein extra gutes Spiel gemacht“, hob Kohlei die Leistung gegen einen guten Tabellenvierten explizit hervor.

Die Saison verlief ungewöhnlich wie erfolgreich. Mit nur einem Unentschieden und bislang 14 Siegen marschierte das Team aus der Wittlicher Vorstadt souverän zur Meisterschaft und schaffte im zweiten Jahr nach seiner Neugründung auf Anhieb den Aufstieg zur Kreisliga B. „Der Dank geht an alle, die geholfen haben, so eine gute Saison in eine überragende zu führen. Da gehören die Vorstandsmitglieder genauso dazu wie der Platzwart und die zahlreichen Anhänger“, betont der Coach, der die Jugendabteilung besonders würdigt:  „Die Bambini und die F-Jugend haben die Jungs zusätzlich motiviert. Unser Verein setzt auf Nachhaltigkeit und nicht auf kurzfristigen Erfolg.“

Die Zukunft des Trainers:  Den beschrittenen Weg will die Lok im nächsten Jahr eine Etage höher weitergehen. „Das wird noch mal eine ganz andere Liga mit einem ganz anderen Niveau. Wir haben einen breiten Kader mit guten Spielern, dessen Qualität für die B-Klasse sicherlich ausreichen wird. Da brauchen wir keine Angst zu haben“, sagt Kohlei selbstbewusst. Selbstredend, dass der Coach dann auch weitermacht. „Ich würde mich aber über einen Co-Trainer an meiner Seite als Unterstützung riesig freuen, denn es wird dann noch mehr Arbeit sein.“ Alle Spieler werden bleiben, selbst die alten Hasen, wie Eike Laloire und Michael Hoh, die weit über 40 sind. „Die Älteren leben den Jüngeren das Fußballspielen vor und haben eine große Vorbildfunktion.“

Das Thema Neuzugänge: Nach dem Aufstieg äußerte sich auch der Erste Vorsitzende Marius Becker: „Wir alle sind megastolz darauf, dass unsere zweijährige Arbeit nun Früchte trägt. Daran haben alle ihren Anteil. Auch die Spieler mit Migrationshintergrund gehören von der ersten Stunde an dazu.“ Zu etwaigen Verstärkungen sagt Becker, dass „das Potenzial im Team vorhanden ist, um uns in der B-Klasse im Mittelfeld zu etablieren. Natürlich sind ein paar Neuverpflichtungen wünschenswert. Wir haben gezeigt, dass in Wengerohr- Belingen auch ein guter Fußball gespielt wird.“ Und Kapitän Michael Hayer ergänzt die Aussagen: „Man steigt nicht jedes Jahr auf. Die Jungs haben schon nach dem Spiel in Wittlich ordentlich gefeiert.“ Auch sagt Hayer: „Das ist eine super Truppe, mit denen es echt Spaß macht, zusammenzuspielen, und in der jeder seine Leistung raushaut. Den Aufstieg haben sich alle verdient, auch weil wir das spielerisch beste Team der Liga waren.“ Auch Hayer wünscht sich, dass „wir in der B-Klasse eine gute Rolle spielen, doch der Spaß am Fußball im Vordergrund bleiben sollte". 



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