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Sonntag 08.10.17 20:28 Uhr|Autor: Mario Luge514
F: Schlitz

Verflixte Nachspielzeit

EINTRACHT Nach 90 Minuten steht es 0:0, aber es fallen noch zwei Gegentore +++ Gelb-rot gegen Kuba

SPEYER. Da kann man als Bad Kreuznacher schon mal vom Glauben abfallen: Eine dumme, weil ganz späte Niederlage kassierte nämlich die SG Eintracht in der Domstadt Speyer. In der ersten und zweiten Minute der Nachspielzeit einer insgesamt eher schwachen Partie der Fußball-Verbandsliga erzielten Marvin Sprengling und Rosario Vinciguerra doch noch die beiden Treffer zum 2:0 (0:0) für die Hausherren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste allerdings auch schon in Unterzahl, nachdem Glody Kuba wegen wiederholtem Foulspiels die Gelb-rote Karte gesehen hatte.



Ganz lange richtig gut verteidigt

Eigentlich ist ein Fußballspiel nach 90 Minuten aus. Eigentlich. Es gibt da eben auch noch die Nachspielzeit, und die genügt cleveren Mannschaften manchmal, um Wasser in Wein zu verwandeln. Der FC Speyer ist in der Verbandsliga Südwest so ein Team. Als sich beim jüngsten Meisterschaftskick sowohl die Pfälzer als auch der Gast von der Nahe bereits auf ein torloses Remis eingerichtet zu haben schienen, schlugen die favorisierten Domstädter doch noch zweimal zu.

„Wir hatten bis zu Beginn der Nachspielzeit gut verteidigt“, freute sich Patrick Krick über das zumeist gute Defensivverhalten seiner Mannschaft. Der SGE-Trainer musste allerdings auch eingestehen, „dass nach vorne überhaupt nichts ging“.

Knackpunkt war die letzte Ecke der Speyerer. Schiedsrichter Marvin Schmidt hatte gerade die zusätzlichen zwei Minuten angezeigt, da segelte der Ball in den Fünfmeterraum der Eintracht. Keeper Marco Seyfert faustete das Spielgerät zentral an den Rand des Strafraums, wo ausgerechnet der torgefährliche Marvin Sprengling stand, der den Ball direkt und auch noch optimal traf 1:0. Krick: „Den Ball kann man vielleicht auch fangen, aber Marco ist ein junger Torhüter. Der darf Fehler machen.“

Spielverlauf schwer durch Worte zu beschreiben

Den Gästen blieb nach dem Rückstand noch eine Aktion. Vom Anstoß weg ging es im Hurra-Stil nach vorne: Ballverlust, Konter, 2:0 durch Rosario Vinciguerra. „Das war dann aber auch egal“, analysierte Krick, der auch eine halbe Stunde nach Abpfiff noch total konsterniert war. „Solch ein Spielverlauf ist schwer, durch Worte zu beschreiben.“

Speyer hatte wie die Eintracht auch über 90 Minuten keine Großchance verbucht, ein typisches 0:0-Spiel eben. „Zur Pause hatten wir gemerkt, dass hier was geht. Wir wollten den Punkt unbedingt mitnehmen“, ärgerte sich Krick.

Selbst als Kuba nach Gelb-roter Karte zurecht vom Platz musste, hielt das Gäste-Bollwerk. Lange, aber eben nicht lange genug. „Es hat heute keiner richtig schlecht gespielt, aber wir sind als Mannschaft unter unseren Möglichkeiten geblieben“, ordnete Patrick das Geschehene ein. Pech hatte zudem Pascal Missal, der sich nach einem Zusammenprall ein dickes Knie abholte und nach etwas mehr als einer Stunde vom Feld musste.

Das späte Speyerer Fußball-Erwachen scheint übrigens gar nicht ungewöhnlich zu sein. Bereits in der Vorwoche beim 4:0 in Herschberg erzielte der Tabellenzweite seine vier Treffer in der letzten halben Stunde, drei sogar in den letzten zehn Minuten.



FC SPEYER

SG Eintracht: Seyfert Scheick, Baumann, Kuba, Missal (69- Tsurev) Kurtoglu, Darcan, Wex, Bayir Schneider, Paulus.

Tore: 1:0 Marvin Sprengling (90.+1), 2:0 (90.+2) Rosario Vinciguerra.

Bes. Vork.: Gelb-rote Karte gegen Glody Kuba (80., wg. wiederholtem Foulspiel).

Schiedsrichter: Marvin Schmidt (Rodenbach).

Zuschauer: 250.

 
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