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Sonntag 08.10.17 20:53 Uhr|Autor: RP / Heinrich Löhr2.853
F: Boris Hempel

KFC siegt und beantragt Lizenz für 3. Liga

Mit dem 1:0-Erfolg bei Rot-Weiß Oberhausen erobern die Uerdinger die Tabellenführung wieder zurück. Die Defensive ist seit 479 Minuten ohne Gegentor, aber die Offensive ließ Chancen für gleich mehrere Spiele liegen.
Beim 1:0 Sieg bei Rot-Weiß Oberhausen haben die Uerdinger ihre bislang beste Saisonleistung gezeigt und mit diesem Erfolg am zwölften Spieltag die Tabellenführung, die sie am Samstag kurzzeitig verloren hatten, zurückgeholt. Garant war dabei die überragende Defensive. Zum fünften Mal in Folge spielte die Mannschaft zu Null - das gab es zuletzt unter Trainer Friedhelm Funkel in der Zweitligasaison 93/94, die mit dem bislang letzten Uerdinger Erstligaaufstieg endete.

Und die Anzahl der acht Gegentore, die das Team bisher erst kassierte, ist der mit weitem Abstand beste Wert der Liga. Wenn es am Sonntag überhaupt etwas auszusetzen gab, dann war es die mangelnde Chancenverwertung. Anders als in den Partien zuvor kreierten die Uerdinger diesmal eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen, die sie aber reihenweise ungenutzt ließen. "Wenn man ehrlich ist, hätte Uerdingen auch 3:0 oder 4:0 gewinnen können", befand Oberhausens Trainer Mike Terranova nach der Partie ehrlich.

Dass dies dazu führt, den Blick noch weiter nach oben zu richten, zeigen die laufenden Arbeiten des Vorstandes zur Beantragung einer Lizenz für die Dritte Liga. "Alles andere wäre unverantwortlich", sagte Nikolas Weinhard, der zweite Vorsitzende des Vereins, zu diesem Thema. Am 1. November müssen die Unterlagen beim DFB vorliegen.

In Oberhausen kam für den verletzten Sechser Patrick Ellguth - die genaue Diagnose zu seiner Knöchelverletzung wird erst am Dienstag nach weiterer Diagnostik gestellt - Tanju Öztürk zu seinem Startelfdebüt. Und nach nur sieben Spielminuten köpfte der hoch aufgewachsene Mittelfeldspieler eine Ecke von Connor Krempicki zum 0:1 in die Maschen. Vergeblich versuchte der frühere Uerdinger Robin Udegbe im Tor von Oberhausen, den Ball nach vorne wegzuboxen. Nach zuvor 272 torlosen Minuten erzielten die Uerdinger damit wieder einen Treffer.

Die rund 700 Uerdinger Anhänger unter den 3155 Zuschauern im Niederrheinstadion machten sich ob dieser frühen Führung lautstark bemerkbar, feuerten ihre Mannschaft immer wieder an. Mit Erfolg, denn in der Folge kam Blau-Rot immer wieder gefährlich in den Strafraum von Rot-Weiß. Doch entweder flog der Ball knapp am Pfosten vorbei oder Lucas Musculus, der den Vorzug vor Marcel Reichwein erhalten hatte, oder Dennis Chessa rutschten genauso knapp an den Flanken vorbei. Oberhausen hatte in Spielminute 40 eine Chance, als ein Distanzschuss von Patrick Schikowski auf dem Tornetz landete. Ansonsten stand die Uerdinger Defensive, die diesmal in hinterster Linie mit einer Vierer- statt der sonst üblichen Dreierkette agierte, sehr sicher.

Kurz nach Wiederanpfiff zeigte Schiedsrichter Markus Wollenweber Chessa für ein Foulspiel die gelbe Karte. Eine Karte mit Folgen, denn für den linken Flügelflitzer war es die fünfte der laufenden Spielzeit, so dass er im Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TuS Erndtebrück gesperrt sein wird. "Ist es meine fünfte, Mist", sagte Chessa, hiermit konfrontiert. Den Uerdinger Spielfluss aber bremste das in keiner Weise. Einen Kopfball von Chessa lenkte Udegbe über die Latte, in der Schlussphase kratzte Rafael Garcia einen Hackenschuss des eingewechselten Leon Binder für seinen bereits geschlagenen Torwart von der Linie.

 
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