Online-Petition Saisonabbruch: regionale Unterschiede - kaum Stimmen aus München
Mittwoch 17.06.20 10:57 Uhr|Autor: Ebersberger Zeitung / Jochen Jürgens2.052
Eine Petition fordert, dass die aktuelle Saison 2019/20 abgebrochen wird - der Zuspruch ist geteilt <em>FuPa</em>

Online-Petition Saisonabbruch: regionale Unterschiede - kaum Stimmen aus München

Online-Petition gegen die Fortsetzung der Saison 2019/20
Gegen die Fortsetzung der Saison 2019/20 in Bayern läuft derzeit eine Petition, die einen sofortigen Saisonabbruch fordert - diese findet regional unterschiedlich großen Zuspruch


Ebersberg - Für die Fortführung der Fußballsaison 2019/2020 im Erwachsenenbereich über den klassischen Wechseltermin 30. Juni hinaus hatten im Rahmen eines Meinungsbildes mehr als 68 Prozent der teilnehmenden Vereine gestimmt (wir berichteten). Mit diesem relativ deutlichen Votum im Rücken intensivierten die Verantwortlichen des Bayerischen Fußball-Verbandes ihre Planungen für das Restprogramm der momentan ausgesetzten Spielzeit.

Petition-Initiator Dirk Schäfer will auf Absteiger verzichten

Parallel dazu entschieden sich 19 der 21 Landesverbände für einen vorzeitigen Abbruch der Saison – einzig Thüringen und Bayern setzen ihre Wettbewerbe fort. Genau das will Dirk Schaefer, Abteilungsleiter des abstiegsbedrohten FC Stein aus der Kreisliga-Gruppe 2 Nürnberg/Frankenhöhe, nun mittels einer Online-Petition verhindern. Er fordert, den Aufstieg mittels der Quotientenregelung zu vollziehen und auf Absteiger zu verzichten. 

Zudem befürchtet Schaefer Wettbewerbsverzerrungen durch die festgelegten Wechselmodalitäten und hält daher eine „sportlich faire Saisonbilanz“ am Ende für ausgeschlossen. 

Zahlreiche Probleme oder Ärger zwischen den Vereinen könnten vermieden werden, wenn nun doch noch ein Schlussstrich unter die Saison 2019/20 gezogen werde und damit „Ligazugehörigkeit, Trainerverträge und Vereinswechsel“ über den Sommer ordentlich bestimmt werden könnten, wie Schaefer erklärt.

Kaum Zuspruch für die Petition im Münchner Stadtgebiet

Seit dem 4. Juni besteht nun also online die Chance, diese Petition zu unterstützen – und bis zum gestrigen Nachmittag trugen sich fast 8500 Personen ein, die entsprechend den Abbruch erwirken wollen.

In der Kommentarspalte verweisen die Unterzeichner unter anderem auf bundeseinheitlich notwendige Lösungen und stellen den Sinn in Frage, eine Saison nach knapp zehnmonatiger Spielpause „mit aller Macht“ fortführen zu wollen. Auffällig sind die regionalen Unterschiede: In Franken sammelte Schaefer schon mehrere tausend Stimmen, im Münchner Stadtgebiet hingegen gerade mal 162. 

Im Landkreis Freising schlossen sich bisher 88 Personen der ab jetzt noch gut zwei Wochen geöffneten Petition an – 15 davon aus Freising und je 13 aus Mauern und Moosburg.  

Text: jj



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