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Samstag 22.07.17 12:30 Uhr|Autor: Klaus Högl671
Es gab nicht`s zu holen für den FCA. Foto: Brückmann

Nichts zu holen für FCA in Unterfranken

Der SV Viktoria Aschaffenburg verpasste den sichtlich überforderten Männer aus Amberg mit 4:0 eine klare Abreibung.
Im Spiel zweier ungleicher Mannschaften durfte man getrost das Fell des Bären verteilen, noch ehe der erlegt war. Das (Un-)Gleichgewicht hatte sich, nachdem der ohnehin so „junge“ FC Amberg auch mit Spielern antrat, die noch nie in der Bayernliga gespielt hatten (Herrndobler, Fruth), weiter für Gastgeber Aschaffenburg verschoben, der zur Saisonpremiere praktisch alles, fast alles – es fehlten Zamir Daudi und Malick Diarra – aufbieten konnte, was man sich so vorstellen durfte.




SV Viktoria Aschaffenburg – FC Amberg 4:0 (1:0).

Trainer Jochen Seitz musste angesichts dieser geradezu fundamentalen mannschaftlichen Unterschiede klar von einem Sieg und drei Auftaktpunkten ausgehen – was auch sonst? Defensiv eingestellte, sich auf Konter beschränkende Amberger hat er erwartet. Die Gäste, die nach ihrem letzten Auftritt (3:3) in Aschaffenburg noch in guter Erinnerung waren, aber an diese Leistung nicht anknüpfen konnten, hatten ihr Auftaktspiel verloren (1:3), standen aber paradoxerweise nicht unter Druck: Man habe in Aschaffenburg gar nichts zu verlieren, ließ Ambergs Trainer Ernemann verlauten. Und wieder ein Unentschieden, das wäre ja nun wahrlich Grund zu einer ganzen Woche Feierlichkeiten gewesen.

Hoch waren die Erwartungen unter den Fans, hoch (28 Grad) waren die Temperaturen, und hoch war da auch der Unterhaltungsfaktor. Die Gäste aus der Oberpfalz hielten aus einer wie erwartet verstärkten Abwehr zunächst mal dagegen, hatten sogar den ersten Eckball der Begegnung, nach und nach nahm der Druck der Gastgeber zu. Schnell über die Flügel hatte der FC Amberg seine diversen Probleme, hat diese aber mit viel Einsatz, Kampf und großem Engagement gemeistert.

Zunächst hatten Gökhan Aydin (7.) und Roberto Desch (8.) mit Schüssen neben oder übers Tor ihr Visier noch nicht richtig eingestellt. Viel Spiel zwischen den Strafräumen. Amberg hat den Angriff beinahe völlig vernachlässigt, sich gänzlich auf defensive Aufgaben eingestellt. So war es gar nicht so einfach für den Gastgeber, den rechten Weg zum Amberger Tor zu finden. Irgendwie hatte der FC doch immer den Fuß dazwischen. Scheinbar unvermeidbar war nach gut 20 Minuten Ambergs Rückstand. Clay Verkaj stand frei vor Keeper Markus Bleisteiner – und jagte den Ball in den strahlenblauen Himmel. Nach einer halben Stunde machte es Nils Herdt besser: Eine ideale Hereingabe von links wuchtete der Neuzugang exakt ins Eck, es stand 1:0, und das Spiel nahm seinen Lauf.

Man kann dem FC Amberg wahrlich das Bemühen nicht absprechen, letztlich zeigte sich aber in dieser Phase, dass man gegen den hohen Favoriten doch erhebliche Defizite hatte. Die Gastgeber bestimmten klar das Spiel, hatten durch Kevin Wittke und Gökhan Aydin weitere Chancen, die beste bot sich kurz vor der Pause Nils Herdt, der an Keeper Bleisteiner scheiterte. Den Abpraller wollte Aydin ins Netz befördern (39.), Abwehrspieler Pascal Tischler hat den Ball von der Linie gekratzt, das 0:2 verhindert. Sehr zögerlich die Bemühungen Ambergs, in den gegnerischen Strafraum zu kommen, eigentlich haben sie es nicht so richtig geschafft. Ende der ersten Hälfte eine sichere Sache für die Weißen, der FC Amberg macht aufgrund der spielerischen Mittel nicht den Eindruck, als sollte im vierten Auftritt in Aschaffenburg auch das vierte Remis gelingen.

Mit seiner absolut reaktionsschnellen Parade musste FCA-Torhüter Bleisteiner gegen einen Kopfball von Simon Schmidt gleich mal alles rausholen (50.), da zeichnete sich schon ab, dass sich die Verhältnisse auch nach Seitenwechsel nicht verändert hatten. Ein Amberger Freistoß, von Fruth ans Außennetz, war eine halbwegs nennenswerte Chancen für Amberg. (50.).

Die Truppe von Jochen Seitz war so klar auf Siegkurs. Die Amberger Daniel Gömmel (Foul an Daniel Cheron) und Kevin Kühnlein (Foul an Björn Schnitzer) kassierten binnen drei Minuten jeweils die gelbe Karte, erneut war es Torwart Bleisteiner, der den daraus resultierenden Freistoß von Aydin parieren konnte. Da war eine Stunde gespielt, das 2:0 war im Grunde eine Frage der Zeit. Die war angebrochen in der 74. Minute: Einen direkten Freistoß verwandelte Björn Schnitzer unhaltbar im linken unteren Eck – 2:0.

Bis zum Ende dann hatten die Amberger in ihrem Torhüter Maximilian Bleisteiner den besten Mann, der rettete gegen Christian Breunig, war aber gegen Clay Verkaj aus kurzer Distanz zum 3:0 ohne Chance. Amberg verlor dann Spielführer Kevin Kühnlein – Unsportlichkeit – per gelb-roter Karte. Chancenlos sah die Mannschaft aus Amberg einer ruhmlosen zweiten Niederlage entgegen. Die Amberger hatten jegliche Kraft und Motivation ausgehaucht, sie mussten sogar noch das 4:0 durch einen feinen Abschluss von Kevin Wittke hinnehmen.

Aschaffenburg – Amberg 4:0 (1:0).

SV Viktoria Aschaffenburg: Döbert – Galm, Desch, Schnitzer, Verkaj (82. Beinenz) – Aydin (67. Toch), Wittke, Herdt (70. Breunig), Cheron – Boutakhrit, Schmidt.

FC Amberg: Bleisteiner – Kojic (69. Haller), Gömmel, Tischler,. Kühnlein – Fischer, Keilholz, Popp, Herrndobler (75. Stellmach), Helleder – Fruth (80. Schweiger).

Tore: 1:0 (30.) Herdt, 2:0 (74.) Schnitzer, 3:0 (80.) Verkaj, 4:0 (87.) Wittke; Gelb-Rot: Kevin Kühnlein (80.) Amberg, Ballwegschlagen; Schiedsrichter: Stefan Klerner (Gruppe Maintal/Rödengrund) ; Zuschauer: 700.

 
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