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Samstag 14.10.17 13:00 Uhr|Autor: Steffen Szepanski219
Jana Radosavljevic Bild: Tarow

Erfolgslauf soll zu nächstem Schritt führen

Im Derby spielt das Prestige diesmal eine untergeordnete Rolle +++ Beide Teams sind oben dran.
Und schon sind sie sich wieder ganz nah. Klar, geografisch sind sie ja immer dicht beieinander, aber auch in der Tabelle sind sie derzeit Nachbarn: Wenn an diesem Sonntag um 14 Uhr das Derby der zweiten Frauenfußball-Bundesliga Nord zwischen dem BV Cloppenburg und dem SV Meppen angepfiffen wird, trifft der Vierte auf den Fünften der Tabelle. Den BVC und seinen Gast trennt nur das Torverhältnis, das für das Team der Trainerinnen Tanja Schulte und Imke Wübbenhorst spricht. „Diesmal geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch darum, wer in der Tabelle stagniert, und wer den nächsten wichtigen Schritt macht“, sagt Schulte.

Selbstbewusst dürften beide Mannschaften in die Partie gehen. In der zweiten DFB-Pokal-Runde setzten sich die Cloppenburgerinnen zuletzt mit 6:2 bei Ligakonkurrent SV Henstedt-Ulzburg und die Emsländerinnen mit 9:0 beim unterklassigen FSV Babelsberg (Landesliga) durch. Zuvor hatten beide Teams in ihren Punktspielen Mannschaften bezwungen, die wie sie selbst zum Favoritenkreis der zweiten Liga gehören. Der BVC setzte sich 2:1 beim VfL Wolfsburg II, der SVM zu Hause 1:0 gegen Erstliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach durch. „Beide Teams hatten ein hartes Auftaktprogramm“, sagt Schulte. „Und offenbar haben beide einen Lauf.“

Dem SV Meppen war schon am ersten Spieltag ein 1:0-Erfolg gegen ein hoch gehandeltes Team, und zwar Arminia Bielefeld, gelungen. Wie später gegen die Borussia hatte der japanische Neuzugang Shiho Shimoyamada das entscheidende Tor erzielt. „Meppen baut zwar weiterhin auf seinen starken Nachwuchs, hat sich aber auch gut verstärkt“, sagt Schulte auch mit Blick auf die ehemalige Cloppenburgerin Jalila Dalaf. „Dennoch ist der SVM, der taktisch sehr flexibel ist, eingespielter als wir. Wir haben ja fast ein komplett neues Gesicht bekommen“, sagt Schulte.

Allerdings läuft es für die zahlreichen Neuen im BVC-Kader immer besser. „Sie verinnerlichen mehr und mehr, was Imke vorgibt“, lobt Schulte. „Es wird von Woche zu Woche besser.“ Wobei es im Fall Jana Radosavljevic viel besser wohl nicht geht als im Spiel beim SV Henstedt-Ulzburg. „Da hat sie eine Klasse-Leistung gezeigt. Sie war fast an allen unseren Toren beteiligt, so kann sie Sonntag gerne wieder spielen“, sagt Schulte, die wahrscheinlich auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.

Ins Tor werden die BVC-Trainerinnen wieder Nienke Olthof beordern. Vanessa Fischer hat zwar im Pokalspiel gezeigt, dass sie ein sicherer Rückhalt ist. Doch die eigentliche Nummer eins aus den Niederlanden war zuletzt in Wolfsburg ähnlich wie im Pokal Radosavljevic die überragende Spielerin des BVC, der wegen des DFB-Pokal-Achtelfinals am ersten Dezember-Wochenende seine Punktpartie bei Arminia Bielefeld auf Mittwoch, 1. November (19 Uhr, auf Kunstrasen), verlegen musste.

Aber nicht nur die zurzeit bestechende Form einiger BVC-Leistungsträgerinnen spricht für den Gastgeber. Der SV Meppen hat in seinem bisher einzigen Meisterschaftsspiel in der Fremde mächtig Haue bekommen. Bei Turbine Potsdam II gab es eine 1:5-Niederlage, und der hohe Sieg im Pokal bei einem Landesligisten dürfte kein Maßstab sein. Das Heimrecht könnte also durchaus zu einem wichtigen Faktor im Derby werden, auch wenn die Anreise für die Emsländerinnen diesmal alles andere als eine Weltreise ist. Man ist sich halt nicht nur in der Tabelle ganz nahe . . .

 
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