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Sonntag 12.11.17 20:20 Uhr|Autor: Martin Gebhard808
Auch wenn’s nicht so aussieht, gleich steht es 1:0 für Bingen: Ludwigshafens Keeper Kevin Urban und Hassia-Stürmer Fabian Liesenfeld (rechts) sind zu Boden gegangen, doch der Angreifer rappelt sich schneller wieder auf und erzielt Sekunden später das Tor des Tages. Foto: Edgar Daudistel

Liesenfelds Schuss ins Glück

Verbandsligist Hassia Bingen setzt sich im Spitzenspiel gegen Arminia Ludwigshafen 1:0 durch

BINGEN. Der Titelkampf bleibt spannend in der Fußball-Verbandsliga Südwest. Nach dem 1:0 (1:0)-Heimsieg von Hassia Bingen im ultimativen Topspiel des 16. Spieltages gegen Spitzenreiter Arminia Ludwigshafen sind die Rheinhessen bis auf einen Zähler an die Pfälzer herangerückt. Im Nacken sitzt dem Duo die SG RWO Alzey, die bereits am Freitag beim 4:0-Erfolg über TuS Rüssingen dreifach punkten konnte.



Nelson Rodrigues, Trainer der Mannschaft vom Rhein-Nahe-Eck, war nach dem Abpfiff vor rund 230 Zuschauern am Hessenhaus hellauf begeistert: „Geil, dieses kollektive Verhalten. Die Mannschaft hat auf dem Platz gerackert“, jubelte der 39-Jährige. Der Funke jedes Einzelnen sei auf alle Teammitglieder übergesprungen, betonte er. „Wir waren das eine Tor besser, aber der Gegner war auch super“, befand der Hassia-Coach. „Beide Mannschaften stehen zurecht ganz oben.“ Das Tor des Tages von Fabian Liesenfeld, der sich kurz vor dem Pausenpfiff in einer 1:1-Situation gegen Gästetorwart Kevin Urban durchgesetzt hatte, spiegelte laut Rodrigues das tolle Zweikampfverhalten der Seinen exakt wider.

Sein Gegenüber, Maik Unfricht, haderte auch mit Fortuna: „Es hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die glücklichere.“ Die Gastgeber hätten wenig für den Sieg getan, so seine Meinung. Das einzige Tor sei aus einer klaren Abseitsposition entstanden, befand er. „Aber Glückwunsch nach Bingen“, meinte er aufrichtig.

Dass das Topduell nach ausgiebigem Dauerregen überhaupt auf dem Binger Rasen über die Bühne gehen konnte, grenzt auch im Hinblick auf nicht wenige ausgefallene Partien in anderen Ligen schon an ein kleines Wunder. „Wir waren um zehn Uhr extra noch einmal im Stadion und haben es geprüft“, ließ Rodriguez wissen. „Aber wir haben den Rasen auch zwei Wochen lang geschont, waren kein einziges Mal drauf.“

Die Anfangsphase gehört den Gästen

Die Anfangsphase im Topduell gehörte den Gästen. Nauwid Armiri prüfte Hassia-Keeper Kay Schotte (8.). Nach einer Flanke von Nico Pantano köpfte Erdem Dogan nur knapp am Tor vorbei (9.). Aber auch der starke Kapitän Tim Amberger fand in Schotte seinen Meister (11.). Linds Kopfball über den Kasten der Gäste nach Vorlage von Baris Yakut war die erste zwingende Chance der Rheinhessen (14.). Die kamen nun stärker auf und Liesenfeld prüfte nach Querpass den doch einsatzbereiten Philipp Schrimb den FCA-Torwart (22.). Die letzte unterhaltsame Aktion vor der Pause war nach dem 1:0 die wiederholte Forderung der Hassia-Einlaufkids: „Hassia vor – noch ein Tor!“ Nach Wiederbeginn hielten sich die Spielanteile und Chancen im recht fairen Top-Vergleich hüben wie drüben etwa die Waage. Zwei starke Aktionen hatte Gäste-Kapitän Pantano (49./50.). Auch die Binger Baris Yakut (62.) und Liesenfeld (86.) hätten mehr aus ihren Möglichkeiten machen können. Aber der erste Schuss ging nach feiner Vorarbeit von Liesenfeld knapp am Ziel vorbei. Der zweite Versuch landete sicher in den Armen von Kevin Urban. Aber alles in allem ein Top-Spiel, das auf rutschigem Bodenverhältnissen seinem Namen gerecht wurde.



Hassia Bingen: Schotte – Kraft, Klöckner, Sovtic, Cevirmeci – Neumann (20- Kranz), Persch – Schrimb, Yakut (90.+1 Mizuguchi), Liesenfeld – Lind (67. Bäcker).

Arminia Ludwigshafen: Urban – Stiller (81. Burkhard), Rillig, Dogan, Braun – Lindner – Amos, Pantano, Amiri (63. Styblo), Amberger – Sorg (73. Ferraro).

Schiedsrichter: Markus Dunsbach (Kindsbach).

Zuschauer: 230.

Tor: 1:0 Liesenfeld (45.).

Hassia Bingen
 
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