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Donnerstag 18.05.17 19:47 Uhr|Autor: lst/Gerhard Beer, SV Moosham5.169
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Mooshams Abteilungsleiter Gerhard Beer ist verstimmt! F: lst

„SV Moosham war Spielball der Spielordnung“

Abteilungsleiter Gerhard Beer fordert die BFV-Verantwortlichen zum Umdenken auf +++ Der SVM könnte am Ende der Saison mit leeren Händen dastehen
Der SV Moosham führte lange Zeit mit vielen jungen Eigengewächsen die Tabelle der A-Klasse eins an. Pünktlich zum 90-jährigen Vereinsjubiläum sollte erstmals der Sprung in die Kreisklasse geschafft werden. Am Sonntag trat man als Spitzenreiter beim Dritten Donaustauf II an. Die Partie wurde wegen eines Unwetters abgebrochen und am Dienstag wiederholt. Dieses Spiel verlor der SVM mit 2:4 gegen Donaustauf II, das sich mit vier Landesliga-Akteuren verstärkt hatte. Inzwischen führt Aufhausen (59) die Tabelle vor dem letzten Spieltag an. Punktgleich folgen Moosham (58) und Donaustauf (58). Es kann gut sein, dass der SVM aufgrund der Niederlage in Donaustauf am Ende mit leeren Händen dastehen wird. Nun meldete sich Mooshams Abteilungsleiter Gerhard Beer zu Wort:

„Die am Sonntag wegen eines Gewitters abgebrochene Begegnung der A-Klasse 1 zwischen dem SV Donaustauf II und dem SV Moosham wurde am Dienstag nachgeholt. Trotz einer ansprechenden Mannschaftsleistung verlor der SV Moosham am Ende 2:4 gegen eine zweite Mannschaft aus Donaustauf, die mit vier Landesligaspielern angetreten war und somit einen klaren Vorteil auf ihrer Seite hatte. Mit etwas Glück wäre für SV Moosham sogar ein Unentschieden möglich gewesen. Dem war aber nicht so. Da stellt sich die Frage, ob das so noch hinnehmbar sei. Laut § 34 der Spielordnung des BFV sind Spieler der ersten Mannschaft für Einsätze in zweiten Mannschaften spielberechtigt, wenn sie nicht in der ersten Halbzeit der ersten Mannschaft eingesetzt werden, beziehungsweise die Zehn-Tagesfrist abläuft.

Bis zur Kreisliga dürfen sogar zusätzlich drei weitere Spieler, die auch in der ersten Halbzeit der ersten Mannschaft eingesetzt wurden, bei den zweiten Mannschaften spielen.

Man sollte sich beim BFV diesbezüglich für die Zukunft Gedanken darüber machen, ob diese Regelung weiterhin angewandt werden sollte. Einerseits hat dieser Paragraph existenzielle Bedeutung für kleine Vereine, die sonst keine zweiten Mannschaften mehr stellen könnten. Anderseits birgt es die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung bezüglich Auf– und Abstieg am Ende der Saison, die von den höherklassigen Vereinen ausgenutzt wird.

Der SV Donaustauf nutzte jedenfalls diese Regelung aus, in dem sie vier Spieler aus ihrer ersten Mannschaft spielen ließen. Somit kam es zum Kräftemessen zwischen A- Klassenspielern und Landesligaspielern.

Des Weiteren sorgte die Neuansetzung des Spieles für viel Wirbel und Unverständnis auf Mooshamer Seite. Der SV Donaustauf beharrte auf Dienstag, während der SV Moosham den Mittwoch oder Donnerstag vorschlug. Diese Termine passten wohl nicht in ihre Planungen und sie begründeten es damit, keine Umkleidekabinen zur Verfügung zu haben. Letztendlich stellte sich heraus, dass der Heimverein den Spieltermin wegen dieser Begründung laut Spielordnung praktisch selbst bestimmen konnte. Als Konsequenz für diese Ansetzung musste der SV Moosham auf seinen Torwart verzichten, der so kurzfristig seine Schichtarbeit nicht tauschen konnte.

Dem SV Donaustauf ist im Grunde genommen nichts vorzuwerfen. Er hielt sich nur an die Spielordnung des BFV. Von Fairplay ist diese Handlungsweise weit entfernt. Es wird so auch von anderen Mannschaften praktiziert. Sie machen sich damit aber keine Freunde im Kreis Regensburg.

Letztlich spricht für die kleinen Vereine der Zusammenhalt und die Kameradschaft. Bei den höherklassigen Vereinen, die durch ihre finanziellen Mittel aufrüsten und sich abhängig von Personen machen, gilt immer der Spruch: „Du landest immer dort, wo du herkommst“, und im Fall Donaustauf, ziemlich weit unten.“

 
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