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Freitag 03.02.17 12:45 Uhr|Autor: Stuttgarter Nachrichten / Joachim Klumpp491
Tomasz Kaczmarek gibt bei den Kickers die Richtung vor. Pressefoto Baumann
Stuttgarter Kickers: „Wir hatten zu wenig Konkurrenzkampf“
Kickers Trainer Kazcmarek im Interview
Die Transferphase ist auch in der Fußball-Regionalliga abgeschlossen. Die Kickers haben fünf Spieler abgegeben und sechs neue geholt. Der Umbruch war nötig, sagt Trainer Tomasz Kaczmarek.

Die Transferphase ist auch für den Regionalligisten Stuttgarter Kickers abgeschlossen, am Sonntag (14 Uhr) steht der letzte Test gegen Bayern München II an. Trainer Tomasz Kaczmarek zieht ein Fazit der Wintervorbereitung.

Herr Kaczmarek, Anfang der Woche waren Sie in Hennef an der Sporthochschule zur ­Fußballlehrer-Ausbildung. Wer hält so lange bei den Kickers in Degerloch die Stellung?
Tomasz Kaczmarek: Es ist ja so, dass wir in dieser Woche Montag und Dienstag trainingsfrei hatten, so dass ich keine Einheiten bis zum Saisonstart verpasst habe.

Und wie lange dauert diese Doppelbelastung noch an?
Kaczmarek: Bis Mitte März, ich glaube am 13. ist die letzte Prüfung, da werde ich in dieser Phase vielleicht zwei Trainingseinheiten verpassen. Das hält sich also alles im Rahmen.

Dennoch waren Sie zuletzt nicht untätig. Fünf Spieler sind weg, sechs neue da. Der Umbruch ist doch größer ausgefallen als geplant, ­warum?
Kaczmarek: Die Mannschaft steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. Das hat auch kadertechnische Gründe gehabt. Dass bei 20 neuen Spielern vor der Saison nicht alle Transfers sitzen können und nicht alle in eine Spielidee passen, muss man einkalkulieren. Ich habe den Januar deshalb dazu genutzt, mir ein eigenes Bild zu verschaffen, aber auch viel mit meinem Co-Trainer Erol Sabanov, der eine wichtige Hilfe ist, und auch Dieter Märkle (sein Vorgänger, Anm. d. Red.) gesprochen. Wir sind offen an die Aufgabe rangegangen und haben geschaut, was wir realisieren können. Es hätte auch sein können, dass es nur drei Neue werden. Aber es ist umso besser, weil ich das Gefühl habe, dass uns gute Wechsel gelungen sind.

Wo sehen Sie die Verbesserungen?
Kaczmarek: Die Mannschaft war insgesamt zu dünn besetzt, und es herrschte auch zu wenig Konkurrenzkampf im Kader. Es gab zu viele Spiele, in denen sich die Mannschaft vermeintlich von alleine aufgestellt hat. Der Verein hat sich zudem sehr schwer getan, Verletzungen zu kompensieren. Es ging also darum, auf den Schlüsselpositionen – Innenverteidigung, defensives Mittelfeld – weitere Optionen zu schaffen. Der Mannschaft haben Außenspieler mit Tempo gefehlt, weshalb wir Badiane und Weißenfels geholt haben, die sehr gut in dieses Profil passen. Insgesamt ging es auch darum, den Kader in der Breite zu verstärken, was uns denke ich gut gelungen ist.

Sind diese Transfer denn auch schon Vorgriffe auf die nächste Saison, bei den Laufzeiten der Verträge ist nicht immer ganz klar, wie lange sie gehen?
Kaczmarek: Genau. Bei ein, zwei Spielern haben wir eine Option über den Sommer hinaus. Bis dahin wollen wir durch Leistung überzeugt werden. Grundsätzlich haben wir aber bei jedem Spieler die Möglichkeit, dass es zu anderthalb Jahren Laufzeit kommt.

Was erwarten Sie dann in der neuen Saison mit dem aktuellen Kader?
Kaczmarek: Ich möchte zu diesem Zeitpunkt nicht über die Ziele für die neue Saison sprechen. Das einzige, große Ziel, das ich habe, ist, bei den Kickers eine starke Mannschaft aufzubauen. Man soll auch schon in der Rückrunde sehen, dass eine Entwicklung stattfindet. Zum einen durch die Arbeit im Training, aber auch durch die Veränderungen im Kader. Wir wollen ambitionierter werden. Das ist aber ein Prozess, erst einmal müssen wir diese Saison die Klasse halten.

Wie zuversichtlich sind Sie denn, dass das klappt?
Kaczmarek: Das ist unser Minimalziel, es ist in der jetzigen Situation aber auch eine große Herausforderung. Dennoch: es ist mein Anspruch und auch der der Mannschaft, dass wir das schaffen.

Am Sonntag in Reichenbach folgt das letzte Testspiel gegen Bayern München II. Kann man denn davon ausgehen, dass die Start­formation, die da aufläuft, auch identisch ist mit Ihrer Wunschformation für die Liga?
Kaczmarek: Noch nicht ganz, weil ein paar Neuzugänge erst kurz vor Toresschluss gekommen sind. Mit Sicherheit wird sich etwas abzeichnen, aber wir sind noch nicht so weit, dass wir schon von einer eingespielten ersten Elf sprechen können, sondern der Prozess wird noch die eine oder andere Woche dauern.

Wären Sie so gesehen froh gewesen, wenn die Vorbereitung noch eine Woche länger gehen würde?
Kaczmarek: Ich beschäftige mich nur mit Dingen, die ich auch beeinflussen kann, und ich freue mich sehr auf den Auftakt beim SV Waldhof Mannheim, weil das für uns ein guter Gradmesser ist – und ein Spiel, in dem wir positiv überraschen können.

Sie sehen die Mannschaft also durchaus in der Verfassung, dass man dort etwas holen kann?
Kaczmarek: Sicher. Es ist auch ganz klar unser Ziel, dass wir in der Lage sind, jede Woche erfolgreich zu sein – unabhängig vom Gegner. Wir sind immer noch die Stuttgarter Kickers, und auch wenn wir uns in einer schwierigen Phase befinden, wollen wir uns so stabilisieren, um erfolgreich zu sein.

Es gab einen Umbruch im Kader, wie sieht es bei den Hierarchien – Stichwort Kapitän – aus?
Kaczmarek: Die bleiben. Da haben wir Schulz und Königshofer, dazu noch Mijo Tunjic, der jetzt leider verletzt ist, auch Bektasi wird eine wichtige Rolle zukommen. Und Josip Landeka ist ein Spieler, der eine Führungsrolle übernehmen kann, genau wie David Müller auf der Sechserposition, der viel Erfahrung mitbringt und sich mit dem Verein identifizieren kann.

Wie lautet Ihr Fazit der Vorbereitung?
Kaczmarek: Wir haben die Zeit sehr gut genutzt, um uns defensiv zu festigen, aber noch die eine oder andere Baustelle, die wir hoffen bis zum Mannheim-Spiel zu schließen.

Waren Sie denn bei der Wohnungssuche ­genauso erfolgreich wie bei den Spielern?
Kaczmarek: Ich glaube wir sind kurz davor, fündig zu werden. Es liegt nur noch an Formalitäten. Aber da müsste ich meine Frau fragen, die dieses Projekt leitet. Wenn alles klappt wird die Familie Ende März, wenn ich mit dem Fußballlehrer-Lehrgang fertig bin, dann auch nachkommen.

Persönliche Daten

Tomasz Kaczmarek
Foto: © Viktoria Köln
Hochgeladen von: Fritz Schmitz

Tomasz Kaczmarek

Position: Angriff
Geburtsdatum: 20.09.1984 (32)
Nationalität: Polen
Größe: -
Gewicht: -
Profilaufrufe: 3.107
SV Stuttgarter Kickers
Regionalliga Südwest
Trainer

Trainerstationen

S S U N T P PpS
Gesamt-Statistik 116 62 33 21 +131 219 1,89
16/17 SV Stuttgarter Kickers
Trainer - - - - - - -
15/16 FC Viktoria Köln
Trainer 36 17 12 7 66:36 63 1,75
14/15 FC Viktoria Köln
Trainer 15 10 4 1 34:11 34 2,27
11/12 Bonner SC
Trainer 13 3 5 5 15:18 14 1,08
11/12 Bonner SC
Trainer 14 6 5 3 26:17 23 1,64
10/11 Bonner SC
Trainer 14 4 7 3 19:16 19 1,36
09/10 Bonner SC
Trainer 24 22 0 2 86:17 66 2,75
 
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Tabelle
1. SV Waldhof 3324 70
2. Elversberg 3332 69
3. Saarbrücken 3218 60
4. Hoffenheim II 3232 55
5. Steinbach 3218 55
6. TuS Koblenz (Auf) 327 51
7. KSV Hessen 32-2 48
8.
SSV Ulm 1846 (Auf) 322 46
9.
Worma. Worms 325 44
10. VfB Stuttg. II (Ab) 32-6 42
11.
FCA Walldorf 32-10 40
12.
Offenbach * 3210 38
13. Pirmasens 32-17 36
14. Stg. Kickers (Ab) 33-7 35
15. FC Homburg 32-18 35
16.
Eintr. Trier 33-12 32
17.
Watzenborn (Auf) 32-21 32
18.
FC K´lautern II 32-12 30
19. Nöttingen (Auf) 32-43 22
* Kickers Offenbach: 9 Punkte Abzug
ausführliche Tabelle anzeigen