
Der FC Eintracht Norderstedt hat den ersten externen Zugang für die kommende Saison vorgestellt. Julius Grunwald wechselt aus der U23 des FC St. Pauli an die Ochsenzoller Straße und soll künftig die linke Seite verstärken. Der 20-Jährige ist Linksverteidiger, kann aber auch als Schienenspieler eingesetzt werden.
Damit füllt Norderstedt gezielt eine Position, auf der Sportchef Frank Spitzer Handlungsbedarf gesehen hatte. Grunwald bringt nicht nur Regionalliga-Erfahrung aus der U23 des Kiezklubs mit, sondern auch eine interessante Ausbildung. In der Jugend spielte er für Union Berlin und sammelte dort in der UEFA Youth League sogar internationale Erfahrung.
Spitzer freut sich auf einen Spieler, den er offenbar schon länger im Blick hatte. Der Zugang sei ihm bereits im Nachwuchsleistungszentrum von Union Berlin aufgefallen. Auch wenn Grunwald in der abgelaufenen Saison nach einem Foul längere Zeit verletzt ausgefallen war, sieht Norderstedt großes Potenzial in ihm.
Spitzer spricht bei der Vorstellung von „einem klaren Linksfuß, der bei uns ein Vakuum füllt und sowohl als Linksverteidiger als auch als Schienenspieler agieren kann“. Genau diese Vielseitigkeit kann für den neuen Trainer Özden Kocadal wichtig werden, weil sie unterschiedliche Grundordnungen und Rollen auf der linken Seite ermöglicht.
Auch die fußballerischen Eigenschaften hebt Spitzer hervor. Grunwald zeichne „die Ruhe am Ball“ aus und sei „sehr sicher im Spielaufbau“. Diese Sicherheit sehe der Sportchef auch in der Persönlichkeit des Zugangs: Grunwald sei ehrgeizig, strukturiert und fokussiert.
Für Grunwald ist der Wechsel zugleich ein besonderer Schritt. Nach sieben Jahren verlässt er erstmals wieder ein Nachwuchsleistungszentrum und schließt sich einem Verein an, bei dem er im Herrenbereich eine klare Perspektive sucht.
„Ich habe mich für den Wechsel zu Eintracht Norderstedt entschieden, weil mich vor allem die sportliche Perspektive reizt“, sagt Grunwald. Die Gespräche und die familiäre Art des Vereins hätten ihm von Beginn an ein gutes Gefühl gegeben. „Ich habe mich sofort willkommen gefühlt. Ich freue mich auf die neue Saison und möchte mit dem Team so erfolgreich wie möglich sein!“
Die Verpflichtung passt in die bisherige Planung des Regionalligisten. Norderstedt hat zuletzt das Trainerteam um Kocadal vorgestellt und mehrere wichtige Spieler gehalten. Mit Grunwald kommt nun der erste externe Zugang dazu - und zwar auf einer Position, die klar definiert ist.
Nach dem Klassenerhalt in der Regionalliga Nord arbeitet die Eintracht daran, den Kader neu zu justieren und zugleich eine verlässliche Struktur aufzubauen. Grunwald bringt dafür ein spannendes Profil mit: jung, ausgebildet in einem starken Nachwuchsumfeld, linksfüßig, flexibel einsetzbar und mit dem Anspruch, den nächsten Schritt im Herrenfußball zu gehen.
Für Norderstedt ist seine Verpflichtung deshalb mehr als eine Ergänzung. Sie ist der erste externe Baustein für den neuen Kader unter Kocadal.
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