
Gegen die SSV Buer gelang dem SC Obersprockhövel am vergangenen Sonntag ein 3:2-Heimsieg, der den Club davor bewahrte, auf einem Abstiegsplatz in der Westfalenliga Staffel 2 zu überwintern. Nichtsdestotrotz haben die Verantwortlichen einen sofortigen Schlussstrich gezogen und Trainer Michael Wurst sowie den Sportlichen Leiter Stefan Gosing entlassen. Dies gab der Verein am Dienstagabend auf Social Media bekannt.
„Die Tabelle sieht nicht gut aus“, erklärt der Vereinsvorsitzende Detlef Westerhoff gegenüber der Lokalpresse "WAZ", warum der SCO nicht einmal neun Monate nach Wursts Antritt wieder auf Trainersuche geht.
Wurst hatte im März 2025 übernommen, nachdem Robert Wasilewski, der eigentlich erst im Sommer 2025 von Wurst beerbt werden sollte, vorzeitig zurücktrat. Mit Wurst nahm auch Gosing als Sportlicher Leiter seine Arbeit auf. Im Sommer musste ein größerer Umbruch bewältigt werden, der durch zahlreiche verletzungsbedingten Ausfälle im Laufe der Saison negativer als gedacht zum Tragen kam.
Eine Serie von fünf sieglosen Spielen konnte erst jetzt zum offiziellen Rückrundenauftakt beendet werden. Doch diese Wende kam aus Sicht des Vorstands offensichtlich zu spät. Wurst kommentiert den Rausschmiss gegenüber der "WAZ" so: "Der Zeitpunkt nach dem Sieg über Buer ist verwunderlich.“
Sebastian Westerhoff (40), Sohn des Vorsitzenden, der kürzlich beim Oberligisten TuS Ennepetal seinen Hut nehmen musste, wird als Nachfolger gehandelt. Auch Mats Ebbinghaus (27), langjähriger Spieler, inzwischen als Co-Trainer fungierend, ist eine Option für die Nachfolge.
Der SC Obersprockhövel war im Sommer 2022 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Westfalenliga aufgestiegen und hatte in der vergangenen Spielzeit, die auf Platz 6 abgeschlossen wurde, mit dem Abstiegskampf erstmals gar nichts zu tun.